Kommentare

Privater Anbieter =

Privater Anbieter = Gewinnorientiert

Das hat nichts mit

Das hat nichts mit Gewinnorientierung,sondern mehr mit Kompetenz und vorallem Unabhängigkeit zu tun.Wer vorher eher Marketing betrieben hat und zu dessen zahlenden Kunden Krankenkassen und Pharmaunternehmen gehören, will Patienten unabhängig beraten? Vorallem wenn es eben gegen genau diese Unternehmen geht!?

Normal

Gewöhnt euch dran, alles wird auf dauer privat und gewinnorientiert. Einschließlich Land und Regierung.

Eine neue Form von "Unabhängigkeit"

Die war hier offenbar erforderlich, weil die alte Form den Krankenkassen wohl zu häufig in die Suppe gespuckt hat.

Was lag da dem mächtigen Spitzenverband der Krankenkassen näher, als das Ganze auf eine mehr kassenorientierte Sichtweise auszurichten - denn schließlich finanziert man diesen lästigen Bereich auch.

Die neue "Unabhängigkeit für Patienten" wird unter dem UPD-Logo nun von der Firma Sanvartis getragen. Die können der neuen Zielsetzung wesentlich besser dienen, weil sie bereits das Marketing für einige Kassen und Pharma-Unternehmen inne haben. Diesbezügliche Befangenheiten sollen sich aber laut Sanvartis über die gemeinnützige Gesellschaftsform zerstreuen, wobei gemeinnützig = unabhängig vor diesem Hintergrund eine mehr als faule Formel sein dürfte.

Dem Bericht fehlt noch die Schönrederei der Mitgestalter (Patientenbeauftragter Laumann, MdB Gröhe und Kassenvorstand), wie entschlossen und kreativ man hier im Lobby-Modus für Unabhängigkeit gesorgt hat.

Gesundheit/Krankheit muss sich rechnen

Das wesentliche Ziel ist: egal ob Gesundheit, Krankheit, Pflege oder Bildung etc.: Es muss jemand dran verdienen können.
Ist aber alles ok, weil das seit Jahrzehnten so ist und auch seit Jahrzehnten bekommen CDU/CSU/SPD immer über 60% der Wählerstimmen.

Ja Gott, endlich klare Fronten!

Die Krankenkassen, welche eigentlich die Sachwalter der Beitragszahler sein sollten, sind die größten Lobbyisten der Ärzteschaft und der Pharmaindustrie und peilen immer mehr Umsatz an. Und sie werden nun nicht mal mehr von den Arbeitgebern in Schach gehalten, weil deren Anteil gedeckelt ist, ist das nicht schlau?
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Ich selbst hatte ein Mal erhebliche Zahnprobleme durch schlechten Zahnersatz, aber der von der Krankenkasse bestellte Gutachter (Betonung liegt auf GUT), zu dem ich nach Beschwerde noch ein 2. Mal gehen musste, fand alles in Ordnung. Und die Kasse wies darauf hin, dass es kurz vor Verstreichen der 2-Jahres-Frist auch dem behandelnden Arzt nicht zumutbar wäre ....
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Also warum sollen wir denn nun die Gesundheitskosten nicht noch ein wenig mehr aufblähen, indem wir ganz offen einen weiteren Absahner in die "Wertschöpfungskette" mit einklinken? Und in die Vorstände kann man Leute vom Schlage Pofalla plazieren, welche die Verbindung Staat/Gesundheitswesen "pflegen".

Patientenberatung

Wir in D sollten uns -bei aller Kritik- immer neu erinnern, dass nahezu die gesamte Welt uns um das Funktionieren
unserer KV beneidet. Ich kenne Rentner, die wegen mangelnder Krankenversorgung im Alter aus Spanien schnell wieder hierher zurück gekommen sind.
Es geht bei dieser Beratungsleistung um etwas Zusätzliches. Das sollte uns bei Bedarf etwas wert sein. Es gibt doch heute schon sogenannte IGL Leistungen mit freiwilliger
Zuzahlung. Ich bin dafür, dieses
Angebot nicht schlecht zu reden

Ich kann mir schwer

Ich kann mir schwer vorstellen, dass regelmäßig ausgetauschte und kurz angelernte Callcenter-Mitarbeiter die darüber hinaus dann nur von Skripten ablesen, die persönliche Beratung und Anteilnahme langjähriger Mitarbeiter qualitativ auch nur in erster Näherung erreichen können.

Mal am Rande bemerkt

... seit ein paar Wochen kann jeder nachleen, daß Krankenkassen neben Rüstungsfirmen und Energiekonzernen mit ganz oben auf der Liste jener stehen, welche sich im Bundestag und in den Ministerien die Klinke in die Hand geben. Was also kann uns noch überraschen? ...

Das Kranke, die auf eine solche Beratung angewiesen sind auch die Solidarität der Gemeinschaft erfahren, weil es in Grunde irgendwann jeden treffen kann? ... Wie viele Versicherte werden nun zu Ihren Volksvertretern gehen und Sie auf diese Veränderungen ansprechen? ...

Vermutlich wissen die Verantwortlichen, daß Sie hier eher mit wenig Gegenwind zu rechnen haben. Jammern ist das Eine! Um seine Freiheit kämpfen etwas, was man gerne anderen überläßt!

Schade jedenfalls das dieses Thema nicht schon früher von Verbänden und Presse aufgeggriffen wurde.

Privater Anbieter übernimmt mündigen Patient

Jedenfalls wird schon mal von der Sanvartis GmbH doll Werbung (Werbung ist eine unbewiesene Behauptung) gemacht. Im Bereich von Gesundheit ist der "Kunde" der beitragszahlende "Versicherte". Da ist es interessant sich bei den verschiedenen vorhandenen Organisationen die Organisationsstruktur und das Führungs-Personal (Management ) anzusehen. Die jetzt nach Ausschreibung (Bieter Wettbewerb) erfolgreiche private Sanvartis GmbH hat auch die Aufgabe ein positives Geschäftsergebnis zu generieren. Ob das nun zur Eindämmung von steigenden Kosten im Gesundheitswesen von Vorteil ist darf bezweifelt werden. Auch ob der Patient nun einen größeren Nutzen erfährt ist offen. Die Drucksache 18/6930 vom 15.11.2015 (Kleine Anfrage)
"Künftiges Angebot der Unabhängigen Patientenberatung durch die
Sanvartis GmbH" könnte anregend sein.
Mal schauen, was so alles an Pöstchen und Finanzmittel zu ergattern ist.

Das "unabhängig"

im Namen der UDP ist sicherlich genauso gemeint wie das "christlich" in CDU oder das "sozial" in SPD.
Schöne Worthülsen für das genaue Gegenteil.

Einfach wie immmer.So wie es Lobby u. Macht haben will.

Man ersetzt unabhängig gegen abhängig. Wie so oft u. nicht vom Himmel gefallen so wie das Freiwilligen-Prinzip bei Z.B. Frauenquoten usw. was immer zum gewollten Ergebniss führen soll. Das einzige Positivbeispiel was mir dazu auf Anhib einfällt wären die BUFDIS u. die erlassen ja auch dem Staat Mrd.€ Kosten ohne die z.B. die Flüchtlingquote oder bestimmte Belastungen des Staates schon lange geklärt wären.
Der Staat möchte eher nichts dem Zufall überlassen. Er tut etwas aus einem Grund u. der muß nicht immer nur gut oder gut gemacht sein!?Wenn man dann noch zusieht oder kann was meine Demokraten abstimmen,lässt sich doch gezielter etwas machen was wer gut macht oder gut gemacht ist.Es ist schließl. immer eine Frage des Standpunktes u. der kann besser durchgesetzt werden wenn gezielt lobbyiert,gemauschelt usw. wird aber bitte geheim sonst kommt man noch hinter die größten Schweinereien u. die Macht weiß nicht mehr was die Demokraten gewählt oder abgestimmt haben u. käme zum Ergebniss?

@ Romanow

ich traue dem Frieden auch nicht.
Am liebsten möchte man unser Gesundheitssystem schleichend privatisieren. Sozialstaat und Gemeinwohl sind in Zeiten des "homo oeconomicus" nur hinderlich.

Unabhängigkeit ist natürlich nicht gewährleistet.

Das Unternehmen arbeitet intensiv mit Krankenkassen zusammen.
Wie stark die Abhängigkeit ist, habe ich leider noch nicht feststellen können...

Die Finanzierung der Patientenberatung erfolgte zwar bisher gleichfalls über die Kassen.

Aber es würde schon viel blauäugigkeit dazu gehören, einem Unternehmen wie diesem dasselbe Vertrauen entgegenzubringen wie der Verbraucherzentrale oder dem VDK.

Die Nutznießer der Änderung interessiert das jedoch vermutlich wenig.

Blöd gelaufen für die deutschen Krankenversicherten.

Und schön für die Krankenkassen, die sich nun keiner Kunden mehr erwehren müssen, denen die Leistungen vorenthalten.

Schön auch für die beteiligten Politiker.

Die vermutlich angestrebte lukrative Anschlussbeschäftigung im Vorstand einer Krankenkasse wird nun wahrscheinlicher.

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