Kommentare

Ausverkauf

Die gewinnbringenden Flughäfen werden jetzt verscherbelt, während der griechische Staat die unrentablen behalten darf. Wie soll so das Land wieder auf die Beine kommen???

Irgendeiner muss das ja machen,...

...ich möchte auch zukünftig nicht mit dem Auto nach Griechenland fahren.

Und die Griechen haben das bis heute wohl eher nicht geschafft, oder?

Monopole, Monopole, Monopoli ...

Wem soll das gut tun - nun gut, der Eleftherios Venizelos funktioniert sein Beginn bisher besser als das Berliner Pendant, aber man weiß ja nie. Vermutlich hat es sein gutes, wenn möglichst viel griechisches Kapital in Europäischer Hand bleibt - hat wieder was von Wagenburg, klingt aber gut. Russische oder Chinesische Kapitalien wären wohl wieder ein rotes Tuch gewesen ... Griechenlands Ökonomie kann nur über Investitionen aus Kapitalrückflüssen und ausländische Investitionen wieder auf die Beine kommen, da darf man für jeden Dollar, für jeden Euro oder Rubel dankbar sein.

Tolle Hilfe

Dazu muss man aber auch wissen, dass diese Massnahme der "Privatisierung" eine Auflage der Troika war (ob diese nun so heissen soll oder nicht). Die unrentablen Flughäfen dürfen die Griechen dabei natürlich gerne behalten. Im Bieterverfahren hat ausgerechnet die deutsche Fraport gewonnen.
Aber immerhin bekommen die Griechen für die 14 Filetstücke 1,234 Milliarden, mag jetzt so mancher denken. Nur mal zum Vergleich: Die Kosten für den Berliner Flughafen liegen mittlerweile bei über 4,5 Milliarden. So sehen die Griechenland aufdiktierten "alternativlosen Wirtschaftsförderungen" also aus.

Juhu, Privatisierung...

... denn alles kann nur besser werden, wenn Dritte davon profitieren.

Der westliche Grundwert der Profitmaximierung wird der Welt das Heil bringen.

Europastrategien des deutschen Kapitals

Lest Reinhard Opitz:
Europastrategien des deutschen Kapitals 1900 -1945 , Pahl-Rugenstein Verlag, insbesondere die Konzepte zur Neugestaltung Europas nach dem Siegfrieden. Stellvertretend im Folgenden die Rangstufen nach Werber Best:

" -Bündnisverwaltung: Formelle Selbständigkeit, das Volk muss aber den Richtlinien des „Führungsvolkes“ (gemeint ist Deutschland) folgen.

- Aufsichtsverwaltung: Eigene Regierungsorgane, aber Statthalter des „Führungsvolkes“.

- Regierungsverwaltung: Gesamte zentrale Verwaltung wird von Vertretern des „Führungsvolkes“ ausgeübt.

- Kolonialverwaltung: Keinerlei Mitwirkung des unterworfenen Volkes an der Verwaltung."

Daß die Parallelen keinem auffallen - erstaunlich ...

Reflexartig wird angenommen

dass Staatsbetriebe rentabel arbeiten, Geld an die Staatskasse abführen und auch noch investieren können.

Privatisiert bringt es dem Staat jährlich garantierte 22,9 Millionen und investieren müssen die privaten Eigner. Abgesehen von der Einmaleinnahme von gut einer Milliarde.

Bevor laut gemeckert wird bitte mal eine betriebswirtschaftliche Gegenrechnung vorlegen, warum der Staat bei der Nicht-Privatisierung besser wegkommen würde.

@Rumpelstielz

"Griechenlands Ökonomie kann nur über Investitionen aus Kapitalrückflüssen und ausländische Investitionen wieder auf die Beine kommen, da darf man für jeden Dollar, für jeden Euro oder Rubel dankbar sein"

Dankbar sein dafür, das man für Realwerte Papiergeld erhalten hat?
Ausländische Investitionen in Griechenland sollen Griechenland auf die Beine helfen?
Wenn Sie wüssten, was Investitionen sind, könnten Sie solch absurde Behauptungen nicht aufstellen, denn Investitionen bringen dem Investor etwas, das worein investiert wird soll Gewinne für den Investor abwerfen, nicht für sich selbst.

@Staatssicherheit

"Wie soll der Grieche seine Schulden jemals zurück bezahlen, wenn wir Ihnen alle lugrative Geschäfte abnehmen."

Wieso sollte der Grieche denn seine Schulden jemals zurück bezahlen, das würde doch bloß dem Griechen nützen.

Die Banken, denen denen der Grieche Geld schuldet, erhalten dann doch keine Zinszahlungen mehr und nur darum geht es ihnen.
Griechenland soll seine Schulden niemals zurück bezahlen und das gilt nicht nur für Griechenland, sondern für jeden Staat der Welt.

Am 14. Dezember 2015 um 13:19 von klaus s

Wenn Sie sich richtig informiert hätten...es waren auch unter den Griechen rentable Flughäfen. DE und Fraport denken nur an das Geld...an IHRE Profite, nicht daran, dass die Griechen wieder auf die Beine kommen. Ihr Satz "...Irgendeiner muss das ja machen,..." ist hier sowas von fehl am Platz und zeugt von Unwissenheit. Ok, sollen die Griechen FRAPORT besonders hoch besteuern, "alternativloser Alternativ-Vorschlag?"

Ich sehe das auch eher

positiv, die Griechen bekommen eine ganze Summe und dann Jährlich eine kleine.
Müssen sich um nichts kümmern und auch nicht investieren.
Kleiner Nachteil, es werden nur noch ein Drittel Leute gebraucht wie es beim Hafen den die Chinesen haben auch ist.

Und wenn die Ihn nicht gekauft hätten, dann vielleicht China, und dem Feind dürfen wir nix überlassen.

Gruß

@karwandler

"Reflexartig wird angenommen dass Staatsbetriebe rentabel arbeiten, Geld an die Staatskasse abführen und auch noch investieren können."

Netter Versuch, Privatisierungen zu verharmlosen.
Doch es ändert nichts an der wesentlichen Tatsache, dass Staatsbetriebe nicht dem Zwang der Privatwirtschaft unterliegen, Gewinne zu erwirtschaften.

Ach und wo haben Sie die Annahme gelesen, Staatsbetriebe würden rentabel arbeiten?

Glanzleistung der Solidarität!

Ja, wir meinen es gut mit den Griechen. Deutschland sicherte einem einheimischen Unternehmen 14 Flughäfen, die profitabel arbeiten (die, die es nicht tun, die dürfen die Griechen ja behalten) und das zu einem Paket- Preis, der unter dem Betrag liegt, den man bis jetzt für BER rausgeworfen hat.

Als wäre diese Leichenfledderei nicht schon schlimm genug, man tut das auch noch unter dem Deckmäntelchen von Anstand (Stichwort Wertegemeinschaft).

@karwandler

Herr karwandler...

die 22,9 Millionen sind anfänglich garantiert. Hier mal überprüfen, wie sich der Betrag die 40 Jahre entwickelt.

Die Investition von 330 Millionen in 40 Jahren ist lächerlich und garantiert, dass der Staat nach 40 Jahren etwas erhält, mit dem er nichts anfangen kann.

Der Deal ist schon sehr clever durchgeboxt worden. Und zwar nicht für den Benefit der Griechen.

@wenigfahrer

"Und wenn die Ihn nicht gekauft hätten, dann vielleicht China, und dem Feind dürfen wir nix überlassen."

Sicher, dem Feind dürfen wir nichts überlassen, aber ist China der Feind?

Oder haben wir dem Feind oder zumindest dessen Freunden bereits die griechischen Flughäfen überlassen?

Garnicht

@12:41 von BonnBeuel
"Wie soll so das Land wieder auf die Beine kommen???"
Das ist auch nicht die Absicht. Moderne Kolonialherrschaft des Kapitals aus D.

re grom

"die 22,9 Millionen sind anfänglich garantiert. Hier mal überprüfen, wie sich der Betrag die 40 Jahre entwickelt."

Wenn Sie mir verraten, wo "hier" zu finden ist, werde ich's mir ansehen.

re shuusui

"Doch es ändert nichts an der wesentlichen Tatsache, dass Staatsbetriebe nicht dem Zwang der Privatwirtschaft unterliegen, Gewinne zu erwirtschaften."

Natürlich müssen auch Staatsbetriebe Gewinn machen, wovon sollen sonst Investitionen bezahlt werden oder die Sicherheit für Kredite herkommen?

Staatsbetriebe à la DDR, wo von der Substanz auf Verschleiß gefahren wird, funktionieren nicht.

"Ach und wo haben Sie die Annahme gelesen, Staatsbetriebe würden rentabel arbeiten?"

Der Tenor der meisten Kommentare läuft darauf hinaus, dass Griechenland lukrative Staatsbetriebe privatisieren muss.

re grom

"Die Investition von 330 Millionen in 40 Jahren ist lächerlich"

Lt. Artikel wird die Investition von 330 Millionen bis 2020 garantiert.

Wenn man die Flughäfen ab dann ohne Investitionen betreiben würde ist es mit dem Gewinn daraus lange vorher schon aus.

Wie stellen Sie sich einen Flughafenbetrieb vor? Einmal bauen und dann jahrzehntelang nur Gewinn abschöpfen?

@14:11 von Shuusui

"Doch es ändert nichts an der wesentlichen Tatsache, dass Staatsbetriebe nicht dem Zwang der Privatwirtschaft unterliegen, Gewinne zu erwirtschaften" - eine erstaunliche Behauptung. Und weshalb gehen dann von sozialistischen Träumern verwaltete - anders kann man das nicht nennen - Länder wie z.B. Venezuela reihenweise pleite, nachdem sie vor ihrer Zeit Erwirtschaftetes verbraten haben ? Auch Kommunen, Länder und der Bund können nicht nur Steuern erhöhen um zu investieren.

Eines ist sicher:

Flugreisen zu den 14 privatisierten Flughäfen werden nun teurer, da durch Personalentlassungen die Betriebskosten gesenkt werden. Ein Staatsbetrieb kann da "flexibel" agieren, aber eine Aktien Gesellschaft muss Gewinne erwirtschaften...

Ergo, werden Landegebühren erhöht. Sie beinhalten:
- Fixe Grundgebühr (richtet sich nach MTOW - Maximum Take Off Weight)
- Variable Komponente pro Fluggast
- evtl. Zu- und Abschläge der fixen Gebühr für besonders laute bzw. leise Flugzeugtypen

Abfertigung und Handling, Abstellgebühren und Startgebühr werden erhöht.

Deutsche Banken und Firmen

Deutsche Banken und Firmen machen beste Geschäfte und die (neu)Kolonialisierung Griechenlands geht voran...

@tisiphone

"14 Flughäfen, die profitabel arbeiten"
Auf der Fraport Seite ist zu lesen:
"Das Passagiervolumen an den 14 griechischen Regionalflughäfen belief sich im Jahr 2014 auf zusammen rund 22 Millionen Fluggäste und könnte im laufenden Jahr die Marke von 23 Millionen Passagieren übersteigen."

Das sind im Schnitt knapp 1,5 Mio Pax pro Flughafen. Zeigen Sie mir nur EINEN EINZIGEN deutschen Flughafen, der bei diesen Passagierzahlen profitabel ist. Ich wage sogar die Behauptung, dass Sie keinen unter 5 Mio Pax finden werden, der profitabel ist. Bitte zeigen Sie mir ebenso die Quelle, der Sie entnommen haben, dass diese Flughäfen profitabel sind.

@BonnBeuel

"Die gewinnbringenden Flughäfen werden jetzt verscherbelt, während der griechische Staat die unrentablen behalten darf. "
Gewinnbringend? Bitte zeigen Sie mir die Quelle, der Sie dies entnommen haben.

@Rumpelstielz

"Wem soll das gut tun - nun gut, der Eleftherios Venizelos funktioniert sein Beginn bisher besser als das Berliner Pendant, aber man weiß ja nie."
Wollen Sie damit suggerieren, dass der Athener Flughafen ebenso an die Fraport verkauft wurde? Der unwissende Leser hier könnte das Ihrem Kommentar entnehmen. Dem ist aber nicht so.

@ 13:49 von karwandler

Bevor laut gemeckert wird bitte mal eine betriebswirtschaftliche Gegenrechnung vorlegen, warum der Staat bei der Nicht-Privatisierung besser wegkommen würde.

Gegenargument: Bevor hier eine Firma zum "Heilsbringer" einer Nation hochstilisiert wird, mal im Gedächtnis kramen, welche Vorteile Staaten und Beschäftigte von Privatisierungen und Fusionen hatten.

Tolle Nachricht. Wenn die

Tolle Nachricht. Wenn die Steuergesetze jetzt auf europäischen Stand gebracht werden und durchgesetzt werden kann Tsipras die Schulden sicherlich in den Griff bekommen. Diese Zwischenettappe ist ein deutlicher Achtungserfolg.

@Kaiman

"Aber immerhin bekommen die Griechen für die 14 Filetstücke 1,234 Milliarden, mag jetzt so mancher denken."
Aha, Regionalflughäfen mit einem jährlichen Passagieraufkommen von 1,5 Mio Passagieren (im Durchschnitt) sind also Filetstücke. Hier mal ein Auszug aus den Nachrichten zu den Filetstücken deutscher Regionalflughäfen:
"Im Jahr 2012 haben von achtzehn deutschen Regionalflughäfen, an welchen Linienverbindungen angeboten werden und die sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, siebzehn einen Verlust erwirtschaftet."

"Nur mal zum Vergleich: Die Kosten für den Berliner Flughafen liegen mittlerweile bei über 4,5 Milliarden. So sehen die Griechenland aufdiktierten "alternativlosen Wirtschaftsförderungen" also aus."
Ein Milliardengrab der öffentlichen deutschen Hand mit den kleinen Regionalflughäfen zu vergleichen ist wohl der bekannte Äpfel-Birnen-Vergleich. Oder wollen Sie suggerieren, dass die Griechen bei der Erbauung ihrer Flughäfen genauso geschlampt haben?

Warum dann?

14:55 von birdycatdog
"Bitte zeigen Sie mir ebenso die Quelle, der Sie entnommen haben, dass diese Flughäfen profitabel sind."
Seltsame Geschäftsgebaren des Management. Man kauft Flughäfen die nicht profitabel sind?. Merkwürdige Betriebswirtschaft. Vielleicht ist es ein Kauf mit Verlust um den Griechen diese Last abzunehmen?

13:49 von karwandler ... wandelt fern der Realität

"Privatisiert bringt es dem Staat jährlich garantierte 22,9 Millionen und investieren müssen die privaten Eigner. Abgesehen von der Einmaleinnahme von gut einer Milliarde."

Die Milliardenschwere Einmal"einnahme" ist zur Sanierung der Banken zweckgebunden, damit die so genesenen Banken interessant für Investoren sind.
22,9 Mio. jährlich für Fraport,
- bei Wegfall der jetzigen Einnahmen
- bei Wegfall von wieviel Arbeitsplätzen?
- bei Rückgabe in welchem Zustand?

... oder wandeln Sie auf dem Pfad uns verklickern zu wollen, daß Land Hessen und Fraport seien ein gemeinnütziges Zuschußunternehmen, daß Griechenland mit der Übernahme entlasten will?

@karwandler

"Natürlich müssen auch Staatsbetriebe Gewinn machen, wovon sollen sonst Investitionen bezahlt werden oder die Sicherheit für Kredite herkommen?"

Soll das ein Scherz sein?
Staatsbetriebe haben kostendeckend zu wirtschaften, sie müssen keine Gewinne machen. Investitionen werden aus Steuern finanziert, weil sie bei Staatsbetrieben im öffentlichen Interesse sind.

@Shuusui

"Wenn Sie wüssten, was Investitionen sind, könnten Sie solch absurde Behauptungen nicht aufstellen, denn Investitionen bringen dem Investor etwas, das worein investiert wird soll Gewinne für den Investor abwerfen, nicht für sich selbst."
In diesem Fall sehr engstirnig betrachtet. Wer wird denn den Gewinn für die Investitionen bezahlen? Genau, der deutsche Reisende und die anderen, die überwiegend auf die Inseln fliegen und nicht der griechische Staat. Der bekommt nicht nur jährliche Zahlungen sondern darf sich auch noch auf Steuereinnahmen aus den Flughäfen freuen, ohne dass er etwas investieren oder sich mit streikendem Personal rumschlagen muss.

die gewinnbringenden Flughäfen werden übernommen,

und liefern ihre Gewinne in Frankfurt ab, die verlustbringenden dürfen die Griechen behalten. Womit manifestiert wird, dass das Defizit des Griechischen Staates nicht geringer wird.
Das ist Europäische Kleptokratie.

@JanoschausLE

"Wenn Sie sich richtig informiert hätten...es waren auch unter den Griechen rentable Flughäfen."
Sie werden mir bestimmt eine Quelle für Ihre Informationen geben, damit ich Ihre Behauptung nachprüfen kann. Mit 480,000 Pax pro Jahr ist Kefalonia bestimmt sehr rentabel. Zum Vergleich: Frankfurt Hahn hat etwa 2,6 Mio Pax und steht dieses Jahr wieder einmal mit einem Minus um die 17 Mio EUR dar. Aber die werden wohl einfach nur schlecht gewirtschaftet haben [Ironie aus].

re gnom

"Eines ist sicher:

Flugreisen zu den 14 privatisierten Flughäfen werden nun teurer, da durch Personalentlassungen die Betriebskosten gesenkt werden."

Wegen geringerer Betriebskosten werden Preise erhöht?

Sie müssen sich wohl gefallen lassen, dass man Ihren betriebwirtschaftlichen Sachverstand nicht allzu hoch einschätzen kann.

@Gnom

"Flugreisen zu den 14 privatisierten Flughäfen werden nun teurer, da durch Personalentlassungen die Betriebskosten gesenkt werden. Ein Staatsbetrieb kann da "flexibel" agieren, aber eine Aktien Gesellschaft muss Gewinne erwirtschaften..."

Wo ist das Problem? Meinen Sie, Griechenland könnte es sich leisten, jährlich bis 2020 55Mio EUR in die Flughäfen zu investieren, OHNE Gebühren zu erhöhen? Der Flugreisende sollte die modernisierte Infrastruktur gerne mit einem höheren Preis bezahlen wollen. Ich würde es jedenfalls.

re gnom

"mal im Gedächtnis kramen, welche Vorteile Staaten und Beschäftigte von Privatisierungen und Fusionen hatten."

Der erste Vorteil liegt schon mal auf der Hand: Einmalzahlung über eine Milliarde, jährliche Zahlungen, garantierte Investitionen.

Für eine sachliche Diskussion müssen Sie sich erstmal mit diesen Fakten auseinandersetzen. Das Bauchgefühl "privatisieren ist schlecht" dagegenhalten ist kein Argument.

@Gnom

"Gegenargument: Bevor hier eine Firma zum "Heilsbringer" einer Nation hochstilisiert wird, mal im Gedächtnis kramen, welche Vorteile Staaten und Beschäftigte von Privatisierungen und Fusionen hatten."

Niemand hat Fraport zum Heilsbringer hochstilisiert. Ich nenne Ihnen mal ein Beispiel, wo der Kunde einen Vorteil von der Privatisierung hat: die Telekom. Können Sie sich noch erinnern, was Sie vor der Privatisierung des Telefonanbietermarktes für eine Minute Gespräch bezahlt haben? Vergleichen Sie das mal mit dem, was Sie heute zahlen.

Am 14. Dezember 2015 um 14:20 von Grom

Fraport hat sich verpflichtet insgesamt
1,4 Milliarden € zu investieren. Ausserdem
wurden die Flughäfen verpachtet und nicht verkauft. Sie sollten sich die Flughäfen mal ansehen, das es kein Toilettenpapier gibt ist ja noch das kleinste Problem. Die griechischen Direktoren haben über fehlende Ersatzteile für Radaranlegen, defekte Bodenüberwachung etc. geklagt.

um 14:56 von birdycatdog

"...Der griechische Infrastrukturminister Christos Spirtzis sagte gegenüber dem ARD-Magazin «Monitor»: «Bei dieser Privatisierung soll der griechische Staat 14 gewinnbringende Flughäfen verkaufen, und die anderen 30 Flughäfen, die keinen Gewinn machen und subventioniert werden müssen, bleiben beim griechischen Staat. Das ist ein Modell, das so noch nirgendwo in Europa angewandt wurde. Das passt eher zu einer Kolonie als zu einem EU-Mitgliedsland.»..."
Tagesanzeiger Schweiz vom 24.07.2015
tagesanzeiger.ch/ausland/europa/das-passt-eher-zu-einer-kolonie-als-zu-einem-eumitgliedsland/story/21167233

@Eichkatz

"Seltsame Geschäftsgebaren des Management. Man kauft Flughäfen die nicht profitabel sind?. Merkwürdige Betriebswirtschaft. Vielleicht ist es ein Kauf mit Verlust um den Griechen diese Last abzunehmen?"

Ich nehme an, dass Sie also Betriebswirtschaft nicht verstehen. Wenn ein Staat - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der Lage ist, in ein Unternehmen zu investieren, dann kann es Verluste schreiben. Ein Unternehmer kann mit genügend finanziellen Mitteln investieren, um das Unternehmen wieder so auf die Füße zu stellen, dass es Gewinne einbringen wird. Hier steht dann das langfristige Interesse im Vordergrund. Abgesehen davon haben Sie mir keine Quelle gezeigt, die die Profitabilität der Flughäfen belegt.

@proehi

"22,9 Mio. jährlich für Fraport,
- bei Wegfall der jetzigen Einnahmen
- bei Wegfall von wieviel Arbeitsplätzen?
- bei Rückgabe in welchem Zustand?"

Punkt 1
Bitte nennen Sie mir die Höhe der jetzigen Einnahmen (abzügl. der Kosten). Ansonsten machen Sie eine Annahme, die sich nicht belegen lässt.

Punkt 2
Stimme ich Ihnen zu. Ohne Wegfall von Arbeitsplätzen wird es wohl nicht gehen. Wie hoch dies aber sein wird, wird erst die Zukunft zeigen.

Punkt 3
Die Rückgabe ist erst einmal symbolisch zu sehen. 40 Jahre sind eine lange Zeit. Dazu muss man erwähnen, dass Fraport in den nächsten 5 Jahren 330 Mio EUR in die Flughäfen investieren wird. Wenn Sie eine Wohnung bei Einzug renovieren, müssen Sie es beim Auszug nicht noch einmal tun, oder?

Der deutsche Imperialismus

ist offensichtlich wieder da, darum ging es in Griechenland also wirklich. Die Aufforderung an alle Touristen sollte nun lauten. Anreise mit Bus (Discounterbusverbindungen nutzen),mit Auto und via Fähren z.B. aus Italien, dann können die Flughäfen nur noch für Güterbfeförderungen dienlich sein, das wird das Geschäft mächtig dämpfen. Dies ist eine Bodenlose Frechheit dem griechischen Volk gegenüber, wie hier griechisches Staatsvermögen verschenkt bis. gestohlen wird.

@Karwandler

haben sie ein Beispiel parat, welche Privatisierung wann und wo "geglückt" ist (aus Sicht des ehem. Besitzers)?
Eigentlich ist es doch immer so, dass Verluste beim Staat hängen bleiben, privatisiert werden meist nur die Filetstücke die Gewinn abwerfen.....

15:18 von birdycatdog ...hundsvogelwildverkatert

"Wer wird denn den Gewinn für die Investitionen bezahlen? Genau, der deutsche Reisende und die anderen, die überwiegend auf die Inseln fliegen und nicht der griechische Staat."

... und die Griechen können diese Einnahmen nicht wie bisher weiter selber generieren? Dazu bedarf es jetzt der Fraport, die das ganz selbstlos für die Einheimischen erledigt? Die brauchen dann nur noch die Hand aufhalten, so wie man es ihnen immer vorwirft?

... legt bei Ihnen auch der Osterhase die Eier?

re proehi

" oder wandeln Sie auf dem Pfad uns verklickern zu wollen, daß Land Hessen und Fraport seien ein gemeinnütziges Zuschußunternehmen, daß Griechenland mit der Übernahme entlasten will?"

Wandeln Sie auf dem Pfad der Illusion, Staatsbetriebe wären das Heil des Staates und der Arbeiterschaft?

Noch nichts gelernt aus der Pleite der DDR?

re shuusui

"Staatsbetriebe haben kostendeckend zu wirtschaften, sie müssen keine Gewinne machen. Investitionen werden aus Steuern finanziert, weil sie bei Staatsbetrieben im öffentlichen Interesse sind."

Interessante Theorie. Immerhin sind wir dann schon mal weg von den angeblich lukrativen Unternehmen, wenn sie aus Steuermitteln subventioniert werden. Und Staatseinnahmen sind da auch nicht.

Oder war das ein unbewußtes Eigentor?

@ 15:37 von karwandler

Wegen geringerer Betriebskosten werden Preise erhöht?

Das hat mit mangelndem betriebswirtschaftlichen Sachverstand nichts zu tun, sondern mit Erinnerung und Privatisierungslogik.

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