Kommentare

Manipulationen

Ja - wunderbar ! (*ironisch)
Wir sollen noch Vertrauen haben ?
In wen oder was denn ?
Politiker versprechen uns "den Himmel auf Erden", wenn sie unsere Wahlstimme haben wollen ...
Wirtschaft manipuliert jegliche Produkte, s. Autos, Lebensmittel, Arzneien ... und bezahlt die Bosse so herrschaftlich, dass sie auch nach ihrem Erwischtwerden weiterhin ein Leben in Saus und Braus leben können ... !
Und nicht zuletzt die Mediziner ...
manipulieren jegliche Organspenden, um ihre eigenen Patienten mit "neuen" Organen versorgen zu können, bzw. ihren Ruhm fördern zu können !
Bin mal gespannt, was aus irgendeiner Branche noch für (fein ausgedrückt) Manipulationen zu Tage gefördert werden !
Mit dem Vertrauen ist das ja heutzutage so eine Sache geworden ... :-(

Organ-Spenden für Reiche

Ich schlage vor, Spender sollten schriftlich festlegen können dass ihre Organe nur Menschen unter einem bestimmten Höchsteinkommen zur Verfügung gestellt werden dürfen. Ich bin sicher, sehr viele neue Spender werden sich melden.

Ach so!

Die Vorsitzende der Prüfkommission, Anne-Gret Rinder, betonte, in der großen Mehrheit der Fälle seien die geltenden Regeln befolgt worden.
Wie der Fuchs betonte, hat er aus der 30-köpfigen Gänseschar 29 Tiere nicht gestohlen. Damit ist erwiesen, dass er ein ehrbarer und vertrauenswürdiger Zeitgenosse ist. Sein Vertrag als Gänsehüter wird deshalb auf unbestimmte Zeit verlängert und sein Gehalt erhöht.

wer bezahlen kann

So arg und auch verwerflich das ist, ohne Moral, so wird sich nicht viel daran ändern.
Wer das Geld hat, kann bezahlen. Und immer wird es Menschen geben, die sich dafür auch bezahlen lassen.
War schon immer so, wir sind halt Menschen, die sich auch verkaufen können, jeder hat seinen Preis.
Und mal ehrlich: Wer wirklich im Glauben ist, dass unser Gesundheitswesen nur den Menschen dient, erliegt hier nur einer Wunschvorstellung.
Es geht auch hier um Wirtschaftlichkeit, und diese geht immer zu Lasten der Kranken und dem Personal.

Organmangel

Diese ganze Betrugs- und Manipulationsgeschichte folgt doch in erster Linie aus dem Organmangel in Deutschland - und der wiederum aus der freiwilligen Organspende. In Österreich ist Organspende der Standard und wer damit Probleme hat muss widersprechen. Dort gibt's genug Organe und folglich auch keinen Beschiss bei den Wartelisten.

Besonders fies ist der Betrug natürlich, weil das Organ, das der eine bekommt, jemand anderem fehlt, der deswegen mit hoher Wahrscheinlichkeit stirbt.

Falschen Patienten zuerst geholfen

Liebe Liane,

ich verstehe deine Aufregung darüber, dass einem "falschen" Patienten früher geholfen wird als einem anderen Patienten, der akut dringender Hilfe benötigt, das ist nicht in Ordnung.

Allerdings finde ich es schade so schnell das Vertrauen in die ganze Medizinerschaft zu verlieren. Einzelne Personen haben in Deutschland mutwillig einen bürokratischen Fehler begangen, ganz klar.

Der Geschädigte beim gesamten "Skandal" sind aber nicht Sie oder ich sondern die Patienten, die im Moment auf ein Organ warten. Denn durch solche Publikationen und Kommentare nimmt die Spendenbereitschaft weiter ab.

Desweiteren möchte ich betonen, dass die genannten Kliniken auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin hervorragende Arbeit leisten. Ein Herz an die Gefäße eines neuen Menschen anzuschließen und zu verhindern, dass es nicht als körperfremd abgestempelt wird ist nicht so trivial wie es sich anhört.

Beste Grüße,

eine Medizinstudentin

für wen wird denn manipuliert ??

es ergeben sich aus den Zahlen ca 1 % Manipulationen, aber was waren das denn für Personen?
Harz 4 Empfänger werden es wohl nicht sein, eher schon Personengruppen die den Ärzten nahestehen, dafür kann ich auch ein wenig Verständnis aufbringen.
Leider ist zu vermuten, dass die Organe eher von arm zu reich und von jung zu alt "wandern" und oft Personen ein Organ bekommen, die niemals eines gespendet hätten.
Daher sollten Organe nur an langjährig registrierte Spender gehen.... und Personen die nicht spenden wollen auch keine Organe bekommen, wäre hart aber fair....
oh wir sind ja in Deutschland da gibts sowas nicht....

Immerhin wurden Organe transplantiert.

Und Leben gerettet. Und Herz und Lunge wurden auch nicht verwechselt.

Und Menschen mit viel Geld sind in der Regel kränker als Menschen ohne viel Geld. Die Bevorzugung von Privatpatienten bei der Terminvergabe ist ein weiteres sehr schönes Beispiel dafür.

Deutschland

Es scheint mir das in Deutschland fast überall manipuliert und betrogen wird. Nicht nur VW, Audi, Porsche, etc., auch der ADAC, der BND, und nun die Ärtzte auch noch. Was ist nur aus dem Deutschland geworden das ich mal kannte? Gruß aus Florida

Eher ein Grund für Organspende

Dies ist eher ein Argument für Organspende - denn umso mehr gespendet wird, desto weniger muss man sich um die wenigen, verfügbaren Organe mit allen Mitteln streiten.

Und, auch wenn es natürlich einen großen Vertrauensbruch darstellt: Auch eine manipulierte Organspende hilft einem Menschen.

Rechtfertigen möchte ich das nicht, ich bin noch nicht mal selbst Abgeschlossen mit meinen Überlegungen, ob ich für mich persönlich pro oder kontra sein soll - aber Berichte wie diese sprechen eindeutig für die Organspende.

Den genannten Kulturwandel kaufe ich...

den Krankenhaeusern nicht ab.

Die Mentalitaet derer, die dort das sagen haben ist nicht besser als bei Top-Managern der Industrie, Bankmanagern oder anderen, deren Prioritaet auf dem Stillen der eigenen Habgier - notfalls auch auf Kosten anderer - liegt.

Es sind Unternehmer, die die kaufkraeftigste Nachfrage zuerst bedienen.

Ohne eine wirklich glaubhafte Veraenderung der Verhaeltnisse im Organspendebereich fuelle ich meinen Organspendeausweis wohl auch weiterhin NICHT aus.

@m.s.

Das Prinzip der FREIWILLIGEN und SELBSTLOSEN Organspende haben Sie wohl nicht ganz verstanden.Es ging bei den Regeln genau dadrum das eben nicht gemauschelt wurde oder mit Geld nachgeholfen wird. Hoffentlich haben diejenigen die wahrscheinlich auf Kosten der anderen (vielleicht sogar Verstorbenen die kein Organ bekommen haben obwohl Sie an der Reihe gewesen wären),ein schlechtes Gewissen bis an Ihr Lebensende, den sobald ich sterbe und meine Organe entnommen werden möchte ich nicht Teil einer solchen Mauschelei werden.

Ärzte sind unanständig.

Sicher trifft diese Verallgemeinerung viele Ärzte zu unrecht. Aber: die Gesellschaft kann darauf nicht länger Rücksicht nehmen. Das euphemistische Abrechnen von Behandlungen, das Ausbeuten ratloser und tief verunsicherter Menschen, die skrupellose Ungleichbehandlung von Kassen- und Privatpatienten - das alles sind keine Einzelphänomene mehr sondern mittlerweile näher an einem Massenphänomen. Dazu kommen schlampige Behandlungsfehler, ein Praxis-Verteilungssystem wie bei den griechischen Taxi-Fahrern und eben die menschenunwürdige Manipulation bei Organvergabe.

Liebe Ärzte, es ist Zeit, dass ihr in eurem Saustall mal aufräumt. Erst danach habt ihr einen differenzierten Blick wieder verdient. Bis dahin bleibe ich dabei - Ärzte sind unanständig.

Motiv?

Von einer Beeinflussung durch Geld habe ich in dem Artikel gar nichts gelesen. Geht es nicht eher darum, dass Aerzte eigene Patienten als kraenker beschrieben haben weil sie vielleicht menschlich beruehrt waren durch deren individuelle Situation und sich baldigste Hilfe fuer IHREN Patienten gewuenscht haben? Ist denn der Arzt der die "Beschreibung" der Kranklheitssituation abgibt ueberhaupt derselbe der eine eventuelle Transplantation vornehmen wuerde? Und wuerde er dann (ausser "Ruhm" fuer den Lebenslauf) ueberhaupt direkt daran verdienen?
Das wuerde es nicht "richtig" aber verstaendlicher machen.

@tirilei

Die Bevorzugung von Privatpatienten und solventen Selbtzahlern gegenueber Kassenpatienten ist wohl Fakt.

Es ist nur konsequent anzunehmen, das dies in allen Bereichen so ist, wo Kassenpatienten und betuchtere miteinander konkurrieren.

Strengenommen haette man die Entwicklung privater Krankenkassen unterbinden und die gesetzlichen zeitig reformieren muessen.

Damit haetten sich solche Auswuechse teilweise verhindern lassen.

Ich spende nicht. Und man

Ich spende nicht. Und man muss mir auch nicht spenden.

Mit mir wird kein Handel getrieben und ich möchte auch nicht, dass zu meinen Gunsten ein Organhandel betrieben wird.

Was heißt denn, es "sind nicht genügend Organe auf dem Markt"? Was ist das denn für eine Sprache? Leute, die so reden, sagen damit aus, dass nicht genügend Leute sterben. Sterben, damit andere leben? Das ist völlig irre.

Niemals wollte ich auf den Tod eines anderen warten, damit ich leben kann. Das ist in meinen Augen eine völlig unmoralische Haltung.

re subito2

"Was heißt denn, es "sind nicht genügend Organe auf dem Markt"? Was ist das denn für eine Sprache? Leute, die so reden, sagen damit aus, dass nicht genügend Leute sterben."

Falsch. Damit wird ausgesagt, dass nicht genügend gespendet wird.

Der Mangel liegt nicht an zuwenig Sterben sondern an zuwenig Spenden. Eins davon ist eine Konstante, eins eine Variable. Nur die Variable kann man ändern.

Tatsache

Der Kassenpatient muss beim Facharzt monatelang waten, der Selbstzahler und/oder Privat Versicherte bekommt sofort einen Termin.
Das Gleiche bei der Wartezeit im Wartezimmer.
Logische Schlussfolgerung, natürlich wird bei der Organvergabe ähnlich verfahren. Mittel und Wege gibt es offensichtlich wie immer wieder berichtet wird.

Ein Mär dass es in Österreich keinen "Organmangel" gibt, Fakt ist, um so mehr Spender um so mehr wird auch verbaut. Ergo, es wird nie genug Organspender geben können.

Es dürfte bekannt sein, ich bin weder bereit zu spenden, noch möchte ich ein Organ Empfänger sein. (Und ja, ich bin chronisch Herz- und Lungenkrank, tut zwar hier nichts zur Sache)

@TopDoc

"Einzelne Personen haben in Deutschland mutwillig einen bürokratischen Fehler begangen, ganz klar. "

"Bürokratischer Fehler?, "mutwillig"?

Ich bitte Sie!
Wenn ein Richter wissentlich einen Unschuldigen ins Gefängnis steckt, ist das dann ein bürokratischer Fehler?

Wenn ein Polizist Sie anzeigt, für ein Vergehen, von dem er weiß, daß jemand anders es beging, ist das dann ein bürokratischer Fehler?

Schönfärberei extrem nenne ich das.
Insbesondere, wenn wie auch immer geartete materielle Vorteile im Spiel sind.
Warum wurden denn nicht durch bürokratische Fehler besonders mittellose mit einem Spenderorgan versorgt?
Obdachlose z.B.
Stalin würde es wohl als bürokratischen Fehler bezeichnen, daß auch Unschuldige im Gulag landeten.

Menschen sind früher gestorben, als sie hätten müssen, weil die Götter in Weiß anderen beim Vordrängeln in der Schlange halfen, durch handfeste Manipulation.

Der bürokratische Fehler ist, daß man diesen Ärzten überhaupt den Freiraum dafür gab.

18:42 von tick tack tick tack

"Menschen sind früher gestorben, als sie hätten müssen, weil die Götter in Weiß anderen beim Vordrängeln in der Schlange halfen, durch handfeste Manipulation."

Wie bitte? Menschen sind gestorben weil ihre Zeit abgelaufen war. Menschen sterben nun mal. Ob eine etwaige Transplantation erfolgreich gewesen wäre können wir nicht wissen. Deshalb kann und widerspreche ich Ihre Behauptung vehement. Es gibt weder ein Grundrecht auf ein bestimmtes Mindestalter noch auf die Garantie der Bereitstellung von "Ersatzorganen".

re tick tack

"Der bürokratische Fehler ist, daß man diesen Ärzten überhaupt den Freiraum dafür gab."

Was für ein Freiraum?

Wenn es um den Zustand eines Patienten geht führt ja wohl kein Weg am behandelnden Arzt vorbei.

Wollen Sie noch einen zusätzlichen Gutachter? Ich kann Ihnen sagen, was dann passiert: Die kungeln sowieso miteinander, wird es heißen.

Organtransplanation sollte generell verboten werden

wenn es sich bei den Spendern um sterbende Menschen handelt.
Die Organtransplanation sollte nur noch bei den Fällen erlaubt sein, bei denen die Organspender hinterher noch weiterleben.

Der Grund dafür ist folgender:
Der Hirntod ist eine juristische Erfindung bzw. Definition, die man eingeführt hat, damit man lebendem Gewebe Organe straffrei entnehmen darf.
Totes Gewebe ist für die Organentnahme nämlich unbrauchbar, die Spender leben also noch während der Entnahme ihrer Organe, sie sind noch nicht tot, sie werden durch die Entnahme der Organe letzten Endes aber auf jeden Fall umgebracht, wenn es nicht ihre sonstige Verletzung ist, die sie in diese Lage gebracht hat.

Die Menschen sollten lernen zu akzeptieren, dass man nicht die Organe anderer nehmen kann um weiter zu leben.
"Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren." NT

re wasserkocher

"Die Menschen sollten lernen zu akzeptieren, dass man nicht die Organe anderer nehmen kann um weiter zu leben."

Und Sie sollten lernen zu akzeptieren, dass Ihre Position weder gesellschaftlich mehrheitsfähig noch juristisch haltbar ist.

@karwandler

Ich bin in der gleichen Zwickmühle wie viele andere hier auch. Ich befürworte die Möglichkeit der Organspende und sehe mich auch selbst als potentiellen Spender. Das ist ein Problem, weil sich aus medizinischen Gründen Spendebereitschaft und Patientenverfügung mit der Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen (was ich eigentlich auch möchte) gegenseitig ausschließen. Für diesen persönlichen Konflikt habe ich bisher noch keine Lösung.
Aktuell bin ich noch Organspender, d.h., ich trage den Ausweis bei mir. Ich möchte mir aber wirklich nicht vorstellen, dass meine Organe an den jeweils Höchstbietenden verhökert werden. Ein gerechtes Vergabeverfahren ist für mich Vorbedingung für die Spendebereitschaft.
Also, Pragmatismus mal vergessen, und stellen Sie sich der ethischen Perspektive! Was raten Sie Spendern und Empfängern angesichts der korrupten Umgebungsbedingungen?

re frosthorn

"Was raten Sie Spendern und Empfängern angesichts der korrupten Umgebungsbedingungen?"

Ich kann mich der Vermutung "Korruption" nicht anschließen. Jedenfalls sehe ich nirgends einen belastbaren Zusammenhang zwischen den "bevorzugten" Organempfängern und ihren finanziellen Mitteln.

Einfach auf Verdacht davon ausgehen, das kann gar nicht anders sein, ist mir zu simpel.

@karwandler

Mord ist niemals gesellschaftsfähig.

@karwandler

Korruption ist ganz allgemein die Gewährung oder Annahme eines nicht gerechtfertigten Vorteils zum Nachteil Dritter, um ein bestimmtes Verhalten zu befördern oder zu verhindern. Das wäre meine Definition. Ist das hier etwa nicht erfüllt? Den Tod eines Patienten zugunsten des Lebens eines andern kann man ja wohl durchaus als Nachteil werten.

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