Kommentare

Auf verlorenem Posten,

nach einem Bericht der deutschen Botschaft in Kabul ist das von den Taliban beherrschte Gebiet heute größer als zu Beginn des militärischen Eingreifens der Nato im Jahr 2001.Was wollen wir erreichen?Es ist an der Zeit den Rückzug anzutreten und die Niederlage einzugestehen.Auch Russland musste dies erkennen.

Das war doch ...

von vornherein absehbar, das ein Eingreifen in Afghanistan entweder zurück in die Barbarei führt oder zu einem dauerhaften "Korsett" das den desolaten Staat dort stabilisiert. Beides sind und waren keine erstrebenswerten Alternativen.
Solange aber der panarabische Nationalismus sich in Form eines Rückgriffs auf mittelalterliche Religiosität reproduziert, bleibt die Gefahr eins großmaßstäblichen Konflikts bestehen, sofern keine Spaltung zwischen Religiöser Bewegung und politischer institutioneller Praxis zu bewirken ist.

Sie haben gesehen, daß ihr Engagement vergeblich war

Tatsächlich haben gerade die deutschen 'Einsätze' vor allem die Drogenbarone im Norden Afghanistans gestärkt und den Mohnanbau gesichert.

Allmählih begreifen die v.d. Leyens und ihre ebenso nutzlosen Mitspieler, daß sie gegen eine Guerillaarmee nicht viel ausrichten können.

Dämlich aber erwartbar ist die Trotzreaktion: Wir haben nichts erreicht und stehen auf verlorenem Posten - darum machen wir weiter.

Wir haben nichts erreicht ?

Was wäre Afganistan jetzt, ohne den Einsatz der 22 dort tätigen Nationen ? Ein Taliban Staat, dem IS angegliedert. ?
Ein Staat der Gewalt wie die IS in Syrien ?
In Afganistan können jetzt Mädchen in die Schule gehen, usw..
Das wir gegen die Taliban alleine nicht gewinnen können ist klar, aber nur mit uns kann Afganistan ein freier und demokratischer Staat werden. Nur mit uns kann Afganistan gegen die Taliban bestehen. Gemeinsam sind wir stärker als alle Taliban der Welt

Volksabstimmung

gäbe es eine volksabstimmung zu diesem thema, wären unsere truppen morgen zuhause.
und die in anderen missionen warscheinlich auch.
ich träume weiter von frieden und direkter demokratie.

Die Fehler wiederholen sich...

Ob ein paar hundert Soldaten mehr oder weniger, militärisch können die Probleme der Afghanen nicht gelöst werden, dass ist die einzig sichere Erkenntnis, die man in den 14 Jahren Kriegsbeteiligung gewinnen durfte.

Und eine stabile Sicherheitslage am Hindukusch, die dauerhaft von afghanischen Kräften generiert wird, ist ein Wunschdenken der Politik, die an den Realitäten der Region, und der Struktur der Gesellschaft(en) meilenweit vorbei geht.

Konsequent wäre der Abzug aller fremden Kräfte, weil nur die regionalen Kräfte in der Lage sind eine akzeptable und nachhaltige "Sicherheitslage", die alle beteiligten Kräfte (einschl. der Taliban) umfasst, zu schaffen.

Der Politik seien Fehler zugestanden- aber bestimmte Fehler dürfen sich nicht wiederholen...

@ 19:01 von fprinz

Hervorragender Kommentar. Jeder Satz trifft dan Nagel auf den Kopf.

Eine Farce!

Dieser Einsatz ist doch nur eine Farce! Die Taliban lachen über die BW, als Schwächlinge werden die dort gehandelt.
Entweder man macht einen Kriegseinsatz oder man lässt die Bundeswehr zu hause! Das was die BW dort veranstalten muss kostet nur Geld und Leben. Nutzen = 0. Wie soll man das jemals vor den Familien der gefallenen Soldaten rechtfertigen? Ich könnte denen nicht so dreckig ins Gesicht lügen wie es das Verteidigungsministerium macht.

Krieg ist immer gleich! Wer nicht die hässliche Fratze des Krieges sehen möchte muss seine Soldaten zu hause lassen. Es gibt keinen "humanen" Krieg. Krieg ist wenn die Humanität gescheitert ist.

Es wird auch niemals einen Erfolg in Afganistan geben. Das haben die Russen mit sehr viel mehr Manpower, sehr viel weniger "Freundlichkeit", und viel mehr Zeit schon nicht geschafft. Also sollte man sich die Arroganz klemmen und einsehen das es sinnlos ist, Afghanistan ist ein gescheiterter Staat.

Die Taliban. Hier handelt es

Die Taliban. Hier handelt es sich nicht um eine Terrorgruppe, sondern um Stammeskämpfer. Auch wenn man deren Ideolgie ablehnt, gibt dass dem Westen nicht das Recht dort gegen sie Krieg zu führen mit zahlosen, schon lange vergessenen zivilen Opfern, über die überhaupt keiner spricht. Auch wenn es noch hundert Jahre dauern sollte bis dort Demokratie wächst, so ist Krieg kein Dünger, und sollte die Zeit für ein Wachstum aus sich heraus gegeben werden. Viele von uns würde es gar nicht geben, wenn irgendeine demokratische Kriegsmacht unsere Vorfahren im Mittelalter ausgelöscht hätte. Dass der Krieg gegdn die Taliban darüber hinaus zu keiner Befriedung führt sei nur am Rande erwähnt.

"Informationskampagne" des Auswärtigen Amtes:

Respekt an Christian Thiels dafür, dass er das Wort Informationskampagne in Anführungszeichen gesetzt hat. Denn um "Information" handelt es sich hierbei
"Glauben Sie nicht an Gerüchte und bewusst gestreute Falschinformationen über das angeblich so einfache Leben in Deutschland." mit absoluter Sicherheit nicht.

Dass man in Deutschland einfacher und sicherer lebt als in Afghanistan ist kein Gerücht sondern Fakt. Und Frau von der Leyen schwafelt was von "an der Seite der afghanischen Bevölkerung stehen". Mit solchen Lügen wie der "Informationskampagne" ???

re ossiwessi

"Es ist an der Zeit den Rückzug anzutreten und die Niederlage einzugestehen.Auch Russland musste dies erkennen."

Das ist nicht ganz richtig. Es waren keine russischen Truppen, es waren Truppen der Sowjetunion, die Afghanistan zehn Jahre lang okkupiert hatten. Die Besetzung endete 1989 und die Sowjetunion ist im Dezember 1991 zusammen gebrochen.

Etwas anderes ist auch nicht richtig. Die Sowjets haben das Land besetzt um es zu beherrschen. Die Bundeswehr hat keinerlei diesbezügliche Ansprüche, sie will helfen. Und daher ist es besser für das Land und seine Bewohner, den Einsatz fortzusetzen.

Warum länger bleiben?

Deutschland, die Nato verteidigt seit 2001 die
Freiheit am Hindukusch.
Hat es der Freiheit und wenn ja, für wen geholfen?
Zumindest für die Drogendealer und deren Helfer
eindeutig, ja.
Afghanistan ist wieder unangefochten Nr. 1.
Für die jungen Menschen, jein. Einerseits können
sie nun frei aus Afghanistan weglaufen, zu uns
und anderen; andererseits können sie sich
auch gegen geringes Entgelt tot schießen lassen.
Geschossen wird von früher weggelaufenen
Religionsschülern , sprich Taliban -, deren
militärische Fähigkeit von den US ausgebildeten
Freiheitskämpfern, heute Al Qaida genannt gestärkt
wurde.
Was auch immer. Am besten , WIR sind dann
mal weg.
Wenn dann irgendwann ein Psychopath in Afghanistan
mit anderen irren Typen mit fliegerischen Glanzleistungen
ungehindert in Deutschland Hochhäuser einstürzen
lässt, entgegen den physikalischen Gesetzen Nachbargebäude mit umfallen lässt und durch
Zahlungen pakistanischer Geheimdienstler finanziert,
können wir ja zurück kommen.

re kommtdaher

"Viele von uns würde es gar nicht geben, wenn irgendeine demokratische Kriegsmacht unsere Vorfahren im Mittelalter ausgelöscht hätte."

Da Sie sich im Mittelalter offensichtlich nicht sonderlich auskennen, wäre mir das Beispiel 2. Weltkrieg lieber. Wir können dankbar sein, dass die Alliierten (drei von vieren waren sogar demokratisch verfasst) es sich in den Kopf gesetzt hatten, eine nazionalsozialistische Diktatur in Zentraleuropa aus dem Amt zu jagen und uns die Demokratie zu bringen.

In Afghanistan können wir uns heute revanchieren und den Menschen Schutz und der Demokratie eine Chance bieten.

Eine

Eine Militärausbildungsmission ist auf sich alleine gestellt nutzlos. Wichtig wäre Familienplanungsmöglichkeit zu fördern und zu unterstützen und die Kindern zu bilden. Stattdessen versickern Milliardenhilfen in Korruptionskanälen, weil keine Verwendungsnachweise verlangt und kontrolliert werden.

re karawanke

"Die Sowjets haben das Land besetzt um es zu beherrschen. Die Bundeswehr hat keinerlei diesbezügliche Ansprüche, sie will helfen."

Ganz so uneigennützig wie Sie es darstellen verhält sich Deutschland aber auch nicht. Die Bundeswehr ist am Hindukusch um unsere Freiheit zu verteidigen. So "albern" man diese Begrüdung auch finden mag, sie wurde bisher von keinem Regierungspolitiker revidiert oder in Frage gestellt, ist also immer noch "geistiger Vater" des Einsatzes.

re karwandler

So groß ist der Widerspruch in meinen Augen gar nicht. In dem wir die Freiheit der einfachen Menschen in Afghanistan gegen ein Terror-Regime verteidigen, verteidigen wir offensichtlich auch unsere eigene Freiheit.

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