Kommentare

So wie

es derzeit ist, finde ich es am Besten. Eigenverantwortung stärken- sowohl beim Patienten, als auch bei Arzt, Schwestern und Angehörigen. Die deutsche Lust an Stümpergesetzen, die letzendlich doch wieder nur der (Euthanasie) Wirtschaft dienen werden, macht mir Ansgt. Ich will nicht, daß am Ende wieder Hühner aufgescheucht werden, und jeder der Beteiligten die Entscheidung einem Anderen zuschieben muß statt wie bisher einvernehmlich eine gute Lösung zu finden., Man kann Leben nicht in Gesetze und Verträge pressen. JEDER Fall ist anders, und Sterben ist die letzte individuelle Tat die jemand vollbringen kann. Jedes Gesetz weckt Begehrlichkeiten und setzt Trends bei der Infotainmentgesellschaft. "also Silke hat Ihren Vater ja ins blabla Hospiz gebracht- das hat IHR Leben sehr erleichtert" . Die Kranken werden unter Druck gesetzt "Was? DU willst noch ganz normal sterben??" Nein- ich will daß es KEINE Gesetzesänderung gibt.

Ich bin mir sicher, dass

Ich bin mir sicher, dass Jeder, der einmal in eine Situation gerät, Inder man nur noch voller Schmerzen ist und es keinerlei Hoffnung mehr gibt und vielleicht sogar noch mitbekommt, wie seine Lieben mitleiden froh wäre, dem Leid endlich ein Ende setzten zu können. Egal ob man vorher dafür oder dagegen gewesen ist. Man sollte einmal in sich gehen und so ein Szenario für sich durchspielen, vielleicht erübrigt sich dann die ganze Debatte.

Entscheidung Über Leben oder Tod.........

Jeder einzelner Bundestagsabgeordneter hat für sich zu entscheiden. Niemand nimmt ihm diese Verantwortung ab. Und er muss davon ausgehen, das ihm später in einem konkreten Fall gefragt wird - "Wie hast Du damals entschieden"-.

Im Grunde wird doch heute

Im Grunde wird doch heute schon Sterbehile fabriziert. Leute, die zB eine Darmembolie haben oder ähnliche letale Erkrankungen, werden notoperiert, man erkennt, dann das Problem und sie werden im Koma gelassen. DIe Sterbezeit beträgt da allerdings nur 1-2 Wochen, aber im Pnrzip ist es dasselbe! Man kann auch 1-2 Jahre daraus machen.

Warum nicht

Warum sollte assistierter Suizid keine gleichberechtigte Alternative bleiben dürfen? Nur mit dieser Alternative hat ein Mensch echte Wahlfreiheit. Religiöse Gründe müssen bei dieser Entscheidung unbedingt außen vor bleiben, denn niemand hat das Recht einem anderen seinen Glauben aufzuzwingen.

Zum Argument, dass todkranke Menschen möglicherweise von Außenstehenden zum assistierten Suizid überredet werden könnten, bleibt nur zu sagen, dass die Lösung in dieser Frage nicht sein kann, dass man den Menschen das Recht auf die eigene Entscheidung deshalb von vornherein verwehrt.

Bleibt die Frage, wer die Beihilfe denn leisten dürfen sollte. Am allerbesten doch jemand, der dazu fachliche Kompetenz besitzt.

Die Frage lautet doch eher ...

wie viel Geld wollen wir in den "Gesundheitssektor" pumpen, wenn diese Antwort ausreichend großzügig ausfällt, dann braucht es solche Fragestellungen vielleicht gar nicht.
Wenn genug Geld da ist und häusliche Palliativbehandlung keine finanzielles oder moralisches Problem darstellt, müssen wir uns vielleicht weniger Gedanken um ethische Erwägungen machen.

Rechtssicherheit ...

... ist das eine wichtige Kriterium in dieser schwierigen Frage. Das andere Kriterium: Sterbehilfe auf humane Art ist in erster Linie ganzheitliche Sterbebegleitung - medizinisch, pflegerisch, sozial und spirituell, mit Blick auf die Kranken und ihre Angehörigen und Freunde. Das Fachwissen haben alle Haupt- und Ehrenamtliche, die im Hospiz- und Palliativbereich stationär wie ambulant arbeiten. Diese Dienste gilt es zu stärken und auszubauen.

Wie bitte?

Gesetzentwurf der Gruppe um Patrick Sensburg (CDU):
Der Grundsatz der Unantastbarkeit der Würde des Menschen soll gewahrt werden.
Und das sagen ausgerechnet die, die Sterbehilfe ausnahmslos verbieten wollen? Lieber Herr Sensburg, ich verbitte mir, dass man mich dereinst dahinsiechen und Qualen erdulden lässt, und das noch mit der zynischen Begründung, meine Würde zu bewahren.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm:
Ansonsten würde Suizid ein normaler Weg, der unter mehreren Optionen am Lebensende gewählt werden könne.
Abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, warum hier religiöse Überzeugungen irgendeine Relevanz haben sollen, freue ich mich über die gelungene Formulierung. "Ein normaler Weg unter mehreren Optionen". Exakt, genau das sollte der Suizid nämlich sein.
Immer wieder erstaunlich, was für unterschiedliche Auslegungen der Begriff WÜRDE zulässt.

Gegen das Geschäft mit dem Tod?

So ein Unsinn. Dann dürfte es auch keine gewerblichen Bestattungsunternehmer, Friedhofspfleger, etc. geben.
Was für eine Heuchelei.

Und warum sollte jemand, dessen professionelle Hilfe ich auf eigenen Wunsch annehme, dafür nicht angemessen vergütet werden?

Und noch eine Frage: dürfte ein Arzt überhaupt eine Leistung erbringen, die nicht im Leistungskatalog der Ärzte enthalten ist?Laut Montgomery, Bundesärztekammer lautet die Antwort auf diese Frage "nein". Faktisch bedeutet genau dies eben doch eine Kriminalisierung der Ärzte.

Selbstbestimmung

Meine Selbstbestimmung über mein Leben darf nicht durch Dritte in dieser Frage bestimmt werden. Hier ist meiner. Viel zu oft werden hier auch, wenn auch nicht immer ausgesprochen, religiöse Meinungen vertreten, dass Sterbehilfe verboten werden sollte.
Für mich ist ganz klar, dass es einem Palliativmediziner erlaubt sein muss einem Patienten der nicht mehr Leben möchte, einen Medikamenten Cocktail zur Verfügung zu stellen. Notfalls auch zu verabreichen, wenn der Patient dies nicht mehr selbst ausführen kann. Natürlich muss dann zu Lebzeiten der betroffene Patient dies so gewollt haben (ausführliche Beratung; Gespräche setze ich da voraus).
Falls ich jemals in diese Situation kommen sollte möchte ich über mein Lebensende selber entscheiden dürfen. Und wenn möglich auf eine humane Art aus dieser Welt abtreten zu dürfen. Ohne Angst, Schmerzen etc. KEIN MENSCH kann und darf mir das verbieten.

Würde

Ist es würdevoll, wenn Menschen sabbernd, teilnahmslos, vollgepumpt mit Schmerzmittel, nicht in der Lage sich mit zu teilen, ... "aufbewahrt" werden? Nur weil man ihnen das Sterben nicht zugesteht.
Muss wirklich jeder der kein Ausweg mehr hat sich vor ein Zug, oder von eine Brücke schmeißen?
Ich bin Belgier, und finde die belgische Lösung akzeptabel. 2 Ärzte und ein Psychologe entscheiden mit, um sicher zu sein das der Suizid wirklich erwünscht ist, und nicht von anderen eingegeben.
Wenn es verboten wird, wie geht es dann mit Patientenverfügungen? Kann dann jeder Arzt Experimente anfangen "nur damit der Betroffene nicht stirbt", oder muss jeder Arzt damit rechnen das sterbende Patienten ein Mordfall gleichgestellt werden?
Ich habe vielerlei Sterben gesehen, und weiß dass ich, wenn möglich, selber der Zeitpunkt bestimmen möchte.

Sterbehilfe

Meiner Meinung gehört aktive Sterbehilfe,wie sie auch aussehen mag, generell Verboten. Kein Mensch hat sich das Leben selbst gegeben, also hat auch kein Mensch das recht sich das Leben selbst zu nehmen.

Kann ein Staat verbieten, das man sterben will?

Nein, das kann er nicht.

Deshalb ist unter all den heutigen Vorschlägen die beste Lösung, alles so zu lassen wie es ist.

Atatürk

Im Prinzip haben sie recht, denn kein Mensch möchte mit vollen Schmerzen und ohne Hoffnung auf Heilung leben. Das muß auch niemand, denn es gibt die Paleativmedizin die genau das Verhindert das Menschen Quallvolleschmerzen aushalten müssen. Ich weiss wo von ich Rede.

Laut Montgomery machen sich

Laut Montgomery machen sich also Ärzte, die obdachlose gratis behandeln strafbar, weil sie ihre Leistungen nicht im Gebührenkatalog abrechnen? Mann, mann mann, was für eine Logik. Ich kann verstehen, daß man gewinnorientierte Vereine oder unternehmen bei dem Thema außen vor lassen will aber sorry, geschäftsmässig beinhaltet auch ehrenamtliche Helfer, die aus rein ideeller Überzeugung sterbenskranken Menschen zu einem würdevollen lebensende verhelfen wollen. Der Tod ist ein Teil des Lebens und auch für ihn gilt die verfassungsgemäße unverletzlichkeit der würde.

Das mögen Sie wohl aus einer

Das mögen Sie wohl aus einer religiösen Überzeugung so sehen, aber mit welchem Recht glauben Sie dies anderen Menschen aufzwingen zu dürfen, die das anders sehen? Zum Menschsein gehört es gerade, eigene Entscheidungen treffen zu können.

@ 7:37 Atatürk

Ich stimme Ihnen ausdrücklich nicht zu, und zwar aus jahrelanger Erfahrung in Hospiz- u. Palliativarbeit: die Situation einer unheilbaren Krankheit gemeinsam zu meistern, unter Schmerzkontrolle und pflegerischer Behandlung der Symptome hat sehr wohl etwas mit einem würdevollen Lebensende und Sterben zu tun - für alle Beteiligten. Das können Ihnen nicht nur Fachkräfte sondern auch Angehörige aus Erfahrung (!) bestätigen.

@lot, 11:22

Kein Mensch hat sich das Leben selbst gegeben, also hat auch kein Mensch das recht sich das Leben selbst zu nehmen.
Dieser Logik kann ich nicht folgen. Auch Zahnschmerzen gebe ich mir nicht selbst. Darf ich mich deshalb nicht davon befreien, muss ich warten, bis der, der mir die Schmerzen geschenkt hat, sie mir wieder nimmt?
Verbot von Sterbehilfe ist die Forderung, dass Menschen nicht nur im Leben, sondern auch im Sterben sich dem Willen anderer unterwerfen, und genau deshalb ist es abzulehnen. Wer glaubt, dass er über sein Leben nicht verfügen darf, weil ihm das nicht zusteht, dem sei das unbenommen. Daraus abzuleiten, dass das für jeden zu gelten hat, ist absurd.

@ 11:21 von Biocreature

Niemand nimmt Ihnen Ihre Selbstbestimmung. Es geht in dieser Debatte um die differenzierte Beurteilung der Beteiligung anderer bei der Selbsttötung. Und das ist auch eine ethische Frage, die eine Gesellschaft nicht außen vor lassen kann. Und zu dieser ethischen Bewertung gehört immer auch das Aufzeigen von Alternativen. Genau da setzt eine gute Palliativ- u. Hospizarbeit an - Sie ist kein Gegner der Selbstbestimmung, aber ein Anwalt guter zugewandter Versorgung, die mehr Alternativen kennt als die Selbsttötung.

Wichtigtuer

Vor Jahren mussten die Frauen zur Abtreibung nach Holland fahren. Heute fahren wir zum sterben in die Schweiz. Ich hatte die Gelegenheit vor Kurzem ein Altersheim zu besuchen. Ich war entsetzt über die Zustände. Hier sollten sich unsere Politiker mit ihrem Wunsch zu gestalten mal verwirklichen.
Wenn ich es noch schaffe, werde ich mein Leben selbstbestimmt beenden und wenn möglich nicht in einem Altenheim.
Ganz ehrlich, mich interessiert es keinen Deut, was unsere Politiker in diesem Fall entscheiden.

Exemplarisches Scheitern der repräsentativen Demokratie

An diesem Beispiel sieht man es besonders.

Welche Macht hat der einzelne Bürger wirklich in einer repräsentativen Demokratie ?

Wie man sieht: Fast keine.

Der einzige Weg in der deutschen Demokratie wäre gewesen, dass Millionen Bürger die Abgeordnetenbüros bestürmen. Aber:
1. Wer hat Zeit dies zu tun im Arbeitsk(r)ampf dieser Tage ?
2. Im Zweifel hätte der Abgeordnete trotzdem anders entschieden. Die nächste Wahl ist lange hin. Zudem hört er mehr auf die Parteioberen, von denen er abhängig ist, als die Bürger.

Es gibt keine vernünftigen Gründe dafür, den einzelnen Bürgern das unumstössliche Recht vorzuenthalten, über die Dinge, die sein Leben betreffen SELBER mitzuentscheiden.

Interessanterweise ist das nie ein Thema in den Medien und der Politik. Warum wohl ?

@ von lot

Welch ein Zynismus. Wer hat mir denn das Leben gegeben? Gott etwa?
Falls Sie dieser Meinung sind dann beweisen Sie mir, dass es einen Gott gibt.
Ich glaube nicht daran.
Ich kann und darf über mein Leben natürlich selbst bestimmen und Sie halten mich davon garantiert nicht ab!!!

@lot Weg des totalitären Staates...

"Meiner Meinung gehört aktive Sterbehilfe,wie sie auch aussehen mag, generell Verboten. Kein Mensch hat sich das Leben selbst gegeben, also hat auch kein Mensch das recht sich das Leben selbst zu nehmen."

Sagt wer ?

Wieso sollen SIE entscheiden dürfen was ICH mit meinem Leben mache ???

Wenn wir so anfangen verbiete ich Ihnen zu rauchen, Auto zu fahren, auf Reisen zu gehen, Wurst zu essen, usw.

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