Kommentare

Wenn Du auf meinem Berg betest...

...dann ramm ich Dir ein Messer rein. Was soll man von der Ideologie, die hinter so einem kranken Verhalten steht, halten?
"An ihren Taten sollt ihr sie erkennen"

Verständnis (Beinahe)

Normalerweise gibt es für mich nichts, das Gewalt gegen andere Menschen rechtfertigt. Ich sage darum NICHT, dass das, was diese jungen Menschen tun, richtig ist. Aber irgendwie kann ich verstehen, warum sie in der Gewalt den einzigen Ausweg aus ihrer Situation sehen.

Nach dem Olympia-Attentat in München 1972 sagte ein West-Deutscher Journalist (leider habe ich vergessen, wer) sinngemäß: "Was für ein Denkschema sollen wir denn von jemandem erwarten, der nur Ghettos oder Flüchtlingslager kennt und für den schon der tägliche Weg zum Brunnen oft genug zu einem Kampf ums Überleben wird?"

Leider hat sich an dieser Situation seit über 40 Jahren nichts geändert.

Noch mal: Ich befürworte den Terror in keiner Weise, aber für das Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter der jungen palästinensischen Generation habe ich fast schon Verständnis.

Man darf sich durch Gewalt nicht "terrorisieren"lassen

Ich würde meine Lebensgewohnheiten nicht ändern, wäre, wenn die Gefahrensituation es erfordert, mit einer geladenen Pistole unterwegs und auch gewillt sie zu Verteidigungszwecken und nur dafür, einzusetzen, egal welches Alter der Angreifer hat.

was lernen wir?

ein name darf nicht vergessen werden. benajmin netanjahu erntet nun das, was er seit jahren gesaet hat: hass.

er ist einer der hauptverantwortlichen fuer die ermordung von yitzak rabin. seine hetze gegen den ehemaligen israelischen premier, der mit yassir arafat ein friedensabkommen aushandelte, sind in jedem zeitungs- und fernseharchiv abrufbar. nur leider tun das hiesige medien nicht.

wer nachvollziehen will, mit welchem hass netanjahu den friedensprozess und rabin bekaempft hat, wie er aufrufe zu gewalt und mord an rabin in den eigenen reihen ganz bewusst nicht unterbunden hat, der sehe sich den dokumentarfilm "rabin, the last day" von amos gitais an.

benjamin netanjahu will keinen frieden mit den palaestinensern. vor allem will er keinen lebensfaehigen palaestinenserstaat. das hat er schon sehr frueh, sehr offen bekundet, schon als stellvertretender israelischer botschafter in den usa, schon als staendiger vertreter israels bei der uno. zuletzt wieder im wahlkampf im maerz d.j.

Ein mörderischer Hass treibt sie an

Die brutalen Messerattacken haben nichts mit Verzweiflung zu tun. Es ist der blanke Hass gegen Israel und die Juden, es ist islamischer Antisemitismus in Reinkultur.
Die meisten islamischen Länder haben Israel nie anerkannt und werden es auch nie tun. Da kann Israel noch so viele Zugeständnisse machen, das Ziel bleibt die Vernichtung des Judenstaates. Dies beweisen die Wappen von Hamas und Fatah, die Schul- und Geschichtsbücher der islamischen Welt, die innenpolitischen Verlautbarungen (die im Westen nie offen gelegt wird) usw.
Nehmen wir den Gazastreifen: Israel hat ein Zeichen gesetzt und diesen geräumt, hat den Palästinenser blühende Siedlungen überlassen. Doch die haben alles zerstört, das Land liegt seither brach. Wenn wunderst, die Hamas kann sich auf die westliche Finanzhilfe verlassen und je mehr Chaos im Gaza herrscht, desto mehr kann man gegen Israel hetzen. Dafür werden Waffen geschmuggelt und Tunnels gebaut. Und von Beginn an wurde Israel mit Raketen beschossen, andauernd.

Verständnis und -losigkeit

Jeder junge Israeli hat seinen Staat, seine Behörden, die im helfen können, Vertretungen in aller Welt, er hat sein Rechtssystem und seine Freiheiten.
Wenn ich dagegen die Jugendlichen der Palästinenser ansehe, wie sie rebellieren gegen ihre eigene Hoffnungslosigkeit, die all das nicht haben, was ein israelischer junger Mensch auf seinem Weg mitbekommt - dann kann ich die Gewaltausbrüche verstehen. Man muss sie nicht gutheißen, aber verstehen muss man dürfen können. Wie ich umgekehrt die israelische Regierung nicht verstehe, dass sie nicht alles versucht, die Missstände in den von ihr beherrschten Territorien aufzuheben.

Perspektivlosigkeit der palästinensischen Jugend

In welcher Form? Sie leben, können studieren nur Arbeiten in Israel geht nur bedingt.
Warum? Der Grund ist die erste und zweite Intifada der Palästinenser mit hunderten toten Israelis und die fortwährenden Terrorattacken der Palästinenser gegen die israelische Menschen.
(Männer, Frauen, Kinder). Jeder tote Israeli wurde in den plästinensischen Gebieten, auch von der dortigen Jugend gefeiert- mit Autokorsos und Süssigkeiten.
Diese Bilder sind in der israelischen Gesellschaft allgegenwärtig. Es liegt in der Natur der Sache, das das Ergebnis jetzt so ist.

religion

"Immer wenn Juden auf dem Tempelberg beten wollen, gibt es auf der palästinensischen Seite massiven Widerstand"

religion ist halt einfach opium fürs volk, nimmt man ihnen den stoff weg, durch eine eingeforderte toleranz und aufklärung, nimmt das unheil seinen lauf.

das gleiche gilt für ultraorthodoxe juden mit ihrer religionsfixiertheit, die durch den von israel gedeckten siedlungsbau jenseits der sogenannten Grünen Linie provokativ, wenn nicht gar aggressiv, vorantreiben.

Traurig - das war vorhersehbar

Wenn Netanjahu ein großer Politiker wäre, dann hätte er das voraussehen können, dass dieses unverhältnismäßige Bombardement, diese Vertragsbrüche, diese Siedlungspolitik (sogar kurz nach seinem Abbruch der Friedensverhandlungen) genau dazu führen würden.
Leider versteht sich Netanjahu offenbar bestens im Hetzen als im Frieden schaffen. Welch ein großer Präsident (auch mit Fehlern, klar) war dagegen Rabin, der den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Liest man den Eintrag über ihn bei Wikipedia, wie er zunehmend an Basis verlor, kommt man über diese Nation ins Grübeln.
Ich heiße die Gewalt dieser Jugendlichen für kontraproduktiv, kann sie aber, und das ist das frappierende, nachvollziehen.
Netanjahu ist einfach der falsche Mann für Israel. Dass man ihn wiedergewählt hat, wirft wieder kein gutes Bild auf diese Nation.
Existenzrecht Israels - ja.
Existenzrecht der Palästinenser - auch ja.
Ohne Wenn und Aber.
Nur Israel kann als der Stärkere in dieser Auseinandersetzung Frieden schaffen.

Sündenbock

In den anderen arabischen Staaten\Gebieten ist die Situation auch nicht besser, meisten sogar schlimmer.
Diese haben aber keinen Sündenbock, auf den sie alles schieben können.
.
Daher wäre anzuraten, erst einmal die eigene Ideologie-Infrastruktur-Strategie etc zu über prüfen, anstatt den Sündenbock mit Messern,Raketen,Steinen etc zu attackieren und zu provozieren.

Arbeits- und Perspektivlosigkeit

Die Arbeitslosigkeit in den palästinensischen Gebieten hat die palästinensische Seite sich selbst zuzuschreiben. Die Hauptursache ist die permanente Hetze gegen Israel und der grundsätzliche Unwille Israel anzuerkennen. Dafür steht Abbas und die Hamas. Ebenso raubt der von der EU angedrohte Boykott israelischer Waren, die im Westjordanland hergestellt werden, den Palästinensern immer mehr Arbeitsplätze. Die Osloer Verträge wurden übrigens von Abbas unter fadenscheinigen Begründungen einseitig aufgekündigt. Wer will, kann das z.B. in deutschlanfunk.de unter „Abbas kündigt Oslo-Verträge auf“ nachlesen. Er damit auch den Autonomiestatus der Palästinensergebiete aufgegeben. Abbas Ziel war eine weltweite staatliche Anerkennung, ohne dabei Israel anerkennen zu müssen. Siehe auch welt.de.

@Sasquatch

"Am 15. Oktober 2015 um 20:10 von Sasquatch

Verständnis (Beinahe)"

.

Ich bin mit Dier hier wieder ein Mal einer Meinung. Danke.

Immer wieder dieses Wort "Verzweiflung"

Ich kann das Wort "Verzweiflung" in Verbindung mit religiös motivierten Straftaten nicht mehr hören. Es dient einzig und allein zum Vertauschen von Täter- und Opferrolle.
Vielleicht verüben 13-jährige Palästinenser auch deshalb diese Attentate unter Akzeptanz des eigenen Todes, weil die Hamas sie öffentlich als Märtyrer feiert und ihnen das Paradies verspricht.

@americafl

Am 15. Oktober 2015 um 21:20 von laurisch._karsten
@americafl
Neu
Am 15. Oktober 2015 um 21:19 von laurisch._karsten
@americafl
“Neu
Am 15. Oktober 2015 um 20:52 von americafl
Warum
sind es immer die Palaestiner welche zuerst angreifen ? Gebt den Israelis keinen Grund zu zurueck schlagen.”
.
Es sind in den wenigsten Fällen die Palästinenser die angreifen. Es wird nur darüber berichtet. Wenn es übergriffe und Morde von Seiten der israelischen Extremisten gibt wird darüber bei uns nur nicht berichtet. Deshalb erfährt das auch niemand. “Ist ja auch halb so wichtig. Ironie aus.” „

@MaKiLu - Provokation statt Gebet

19:44 von MaKiLu:
"Wenn Du auf meinem Berg betest dann ramm ich Dir ein Messer rein. Was soll man von der Ideologie, die hinter so einem kranken Verhalten steht, halten?"

Die Religionsgesetze verbieten den Juden den Zutritt zum Tempelberg, da sie sonst versehentlich heiligen Boden betreten könnten. Gegen diese Regel verstoßen keine "normalen" Juden, sondern Menschen, die provozieren wollen. Einige Stimmen fordern sogar den Wiederaufbau des jüdischen Tempels an der Stelle, wo derzeit die Al-Aksa-Moschee steht.

Das scheinbar harmlose Gebet ist daher als Zeichen von Besitzanspruch zu werten. Und dass solche Provokationen zu gewaltsamen Protesten führen, war zu erwarten. Und auf die ersten Opfern unter den Demonstranten folgten die Anschläge.

Sinnloser Mord

Warum greift ein dreizehnjähriger Junge ihm völlig fremde Menschen mit einem Messer an, um sie zu töten?

@Melanda

20:16 von Melanda:
"Ich würde meine Lebensgewohnheiten nicht ändern, wäre, wenn die Gefahrensituation es erfordert, mit einer geladenen Pistole unterwegs und auch gewillt sie zu Verteidigungszwecken und nur dafür, einzusetzen"

Das ist ein Irrtum. Denn Ihre Lebensgewohnheit ändert sich spätestens in dem Augenblick, an dem Sie über eine Pistole nur nachdenken. Genau das müssen die Israelis derzeit durchmachen - Sie müssen (wieder) mit der ständigen Angst leben, Opfer eines Anschlags zu werden.

Letztendlich sind beide Völker gemeinsames Opfer einer verfehlten Politik. Nur erkennen das die wenigsten.

Wenn sich die Lage ändern

Wenn sich die Lage ändern soll müssen die Palästinenser sich eine neue Führung zulegen. Nur mit Gesprächen und Kompromissen kommt man weiter. Grosse Teile der arabischen Welt müssen noch eine Menge lernen, wie man Konflikte löst und Wohlstand in Frieden für alle erreicht.

Falsche Fragen gestellt ...

"tagesschau.de: Sehen Sie überhaupt eine Figur, die Abbas ersetzen könnte?"

Die Frage hätte lauten müssen, welche (gewaltigen) Veränderungen in den Strukturen in der israelischen Gesellschaft geschen müssen, damit Menschen wie Netanjahu und sein orthodoxes Haßklientel nie wieder eine Chance bekommen, den Unfrieden in Palästina täglich neu zu schüren.

Verzweifelt? Verblendet!

Schon im palästinensischen Kinderfernsehen werden Juden dämonisiert und es wird offen zur Gewalt gegen Juden aufgerufen.
Die palästinensischen Terroristen handeln so wie sie handeln, weil sie dazu erzogen wurden, als Kinder und auch als Erwachsene.
-
Das Wort "Verzweiflung" ist da so fehl am Platze, wie die Beschreibung "perspektivlos" für IS Terroristen Unfug ist. Es sind verrohte, verblendete Terroristen.

geschlossen 21:00 von Resistance1405

Zu diesem Punkt mit der angeblichen falschen Information durch Abbas:

hier könnte es in der Tat sein, dass man Abbas was falsches erzählt hat von israelischer Seite aus und dass mit Vorsatz um Abbas zu diskreditieren!! So schaut die Wahrheit v.. aus.

Aber es ist natürlich auch richtig, dass man keine Kinder erschießt, auch wenn die mit Messern herumhantieren. - in diesem Fall Jugendliche - können die Folgen solcher Taten zum Teil noch nicht richtig einordnen u...!! Sowas ist völlig überzogen!!

Solche Jugendlichen sind festzunehmen und vor einen Jugendrichter zu bringen der sie nach Jugendstrafrecht beurteilen muss. Ich hoffe so etwas wie Jugendstrafrecht gibt es in Israel. Wenn nicht, dann ist es allerhöchste Zeit, in Israel ein Jugendstrafrecht einzuführen. Bei i uns steht der Erziehungseffekt im Vordergrund und nicht die Strafe.
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Das könnte in dem Konflikt die Angehörigen zukünftiger Opfer von märtyrergefeirten Wiederholungstätern sicherlich zufriedenstellen?

Gewalt

Außer Aufmerksamkeit wird Gewalt den Palästinensern nichts bringen, jedenfalls die Gewalt mit Messern und Steinen.

Dieser Konflikt würde nicht existieren, wären die Palästinenser zu der gleichen Gewalt fähig, mit der sie von Israel konfrontiert werden, d.h. könnten sie die "Siedlungen" mit Bulldozern einfach wieder abreißen den Vorgang mit Militär sichern.

@marfel

"Ich kann das Wort "Verzweiflung" in Verbindung mit religiös motivierten Straftaten nicht mehr hören."

Aber die religiös motivierte Straftat Landraub führt zu Verweiflung seitens der ihrer Heimat Beraubten.

@Reto Rieder

20:39 von Reto Rieder:
"Nehmen wir den Gazastreifen: Israel hat ein Zeichen gesetzt und diesen geräumt, hat den Palästinenser blühende Siedlungen überlassen."

Ich frage mich, warum dieses eine Beispiel immer wieder ausgegraben wird. Es gibt wohl kein anderes?

Diese "blühenden Siedlungen" würde ich aber gern einmal sehen. Haben Sie Fotos oder Videos davon? Ich kenne leider nur Olivenhaine, die irgendwelchen Grenzanlagen weichen mussten.

PS: Eine einseitige Sichtweise führt nur zu noch mehr Hass. Und diesen gibt es auf beiden(!) Seiten mehr als genug.

Verzweifelte gewaltbereite Jugend

Ich habe in den letzten Minuten Videos von Messer- und anderen Attacken gegen Israelis angeschaut, die in den letzten Tagen von der palästinensischen Jugend verübt wurden. Die Situation ist immer die gleiche- zuerst unscheinbar, dann die plötzliche Attacke die mit voller Tötungsabsicht durchgeführt wird. Auch gegen besser bewaffnete Israelis ohne Rücksicht auf das eigene Leben.

re werner40

"Nur mit Gesprächen und Kompromissen kommt man weiter."

Welche Kompromisse sehen Sie denn die israelische Regierung bereit einzugehen?

Nennen Sie mal nur 2-3 Beispiele.

@christerix

21:13 von christerix:
"Wenn Netanjahu ein großer Politiker wäre, dann hätte er das voraussehen können, dass dieses unverhältnismäßige Bombardement, diese Vertragsbrüche, diese Siedlungspolitik (sogar kurz nach seinem Abbruch der Friedensverhandlungen) genau dazu führen würden."

Das alles wusste Netanjahu. Die größte Gefahr für Netanjahus Karriere wäre ein Frieden mit den Palästinensern. Extremisten überleben nur in einer extremen Umgebung - und wer kann, schafft sie sich selbst.

re reto rieder

"Nehmen wir den Gazastreifen: Israel hat ein Zeichen gesetzt und diesen geräumt, hat den Palästinenser blühende Siedlungen überlassen."

Was für ein Zeichen hat Israel gesetzt? Ein General, Ariel Sharon, hat eisern militärische Logik in Politik übersetzt: Räume Stellungen, die du sowieso nicht halten kannst, und konzentriere deine Kräfte auf definierte, erreichbare Ziele. Besiedle die Westbank mit Juden, verhindere ein zusammenhängendes arabisches Gebiet, sperre die Araber in verteilte Parzellen ein und vertraue darauf, dass irgendwann die Welt aufgibt, daran was ändern zu wollen.

Das war Israels "Geschenk" beim Abzug aus Gaza, und in den jüdischen Siedlungen blieb dabei kein Haus stehen, in das womöglich Araber einziehen könnten.

@22:06 von Werner40: Nur mit Gesprächen und Kompromissen

"Nur mit Gesprächen und Kompromissen kommt man weiter. Grosse Teile der arabischen Welt müssen noch eine Menge lernen, wie man Konflikte löst und Wohlstand in Frieden für alle erreicht."

Der Kompromiss sieht dann so aus, das Israel das Land und das Wasser bekommt und die Palästinenser nach Jordanien auswandern "dürfen".

Wie Netanjahu kürzlich sagte, nachdem er den Palästinensern Gespräche ohne Vorbedingungen anbot, müssen die israelischen Siedlungen im Westjordandland jetzt mit ihrem natürlichen Wachstum beginnen, denn die Siedler brauchen zusätzliche Wohnungen, Schulen, Arbeitsplätze und Infrastruktur.

re wasserträger

"Ebenso raubt der von der EU angedrohte Boykott israelischer Waren, die im Westjordanland hergestellt werden, den Palästinensern immer mehr Arbeitsplätze."

Déjà vu.

Als die Welt Sanktionen gegen das Apartheidsregime Südafrika verhängte, haben viele, von denen man das gar nicht erwartet hatte, plötzlich ihr Herz für die schwarzen Arbeiter entdeckt, die darunter zu leiden hatten.

Auch damals konnte man denen das nicht so recht glauben ...

@sasquatch und laurisch_karsten - verständnis?

Bitte entschuldigen Sie, aber ich finde ihre (fast) Relativierung der Angriffe schwer zu ertragen. Man kann für vieles Verständnis haben: für den Frust der Palästinenser über die ungerechte Politik von Netanjahu, für das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber seiner Willkürherrschaft, meinetwegen auch für das Gefühl, sich dagegen wehren zu wollen.
Aber nicht für Anschläge gegen wehrlose Bürger, deren einziges Vergehen es ist, jüdisch und gerade da zu sein. Nicht für Terror, der dumpf und unspezifisch gegen "die Anderen" gerichtet ist. Da gibt es dann nämlich einfach nichts mehr zu relativieren.

Ein Mann wie Rabin fehlt heute

Mit Netanjahu wird es sicherlich keinen Frieden geben, denn das er an diesem nicht interessiert ist, zeigt ja auch sein neues Massnahmenpaket. Araber kurzzeitig in ihren Vierteln einzusperren, ist schon gewagt, allerdings als "Ausgangssperre", um weitere Eskalationen zu verhindern, mag das möglich sein. Mir geht aber auch das schon zu weit.
Die Wohnungen/ Häuser von palästinensischen Attentätern werden abgerissen, auch wenn Verwandten diese Immobilie gehört. Man bestraft also die gesamte Familie (-> Sippenhaft).
Gestern wurde in den Nachrichten der Nachbarn (heute) berichtet, dass die Familien die Leichen von erschossenen Palästinensern nicht mehr beerdigen dürfen.

@Sasquatch: Wunderbarer Kommentar. Verständnis fällt mir auch schwer, aber verstehen kann ich es.

@20:39 von Reto Rieder: Nehmen wir den Gazastreifen

"Nehmen wir den Gazastreifen: Israel hat ein Zeichen gesetzt und diesen geräumt, hat den Palästinenser blühende Siedlungen überlassen."

Ein Gefängnis bleibt ein Gefängnis auch dann wenn die Wärter nicht mehr im Gefängnis stationiert sind, sondern die Gefangenen von außen bewachen und so weiterhin dafür sorgen, dass nichts und niemand ohne ihre Zustimmung hinein oder hinaus kann.

Wenn ein Dreizehnjähriger

im Verhör mit Überzeugung sagt: "Wir sind gekommen, um Juden abzustechen," (aktuell nachzulesen auf dem Liveticker von ynetnews.com), so spricht seine Aussage nicht von "Perspektivlosigkeit".

Mit *welchen* Zielen aber werden palästinensische Kinder und Jugendliche erzogen? Diese Frage sollten wir uns und sollte die Weltöffentlichkeit sich stellen.

Ich kann mir keine verzweifelte Lage vorstellen, in der ich meine Kinder ermuntern würde, andere Menschen anzugreifen und zu er-mor-den, und normalerweise schlucken Kinder eine solche Botschaft nicht, es sei denn Menschen (hier: Juden) werden "entmenschlicht" dargestellt. Solches ist aus der Geschichte bekannt.

Aber Respekt für Herrn

Aber Respekt für Herrn Netanjahu, dass er sich für ein Gespräch mit Herrn Abbas bereit erklärt nun.

Gerade im Umgang mit der Fatah sollte Israel zeigen, dass Kooperation sich lohnt. Und da ist die Bilanz/Ergebnis fatal für Abbas, Fatah und dem Westjordan-Land (u. Ostjerusalem).
Präsident Netanjahu könnte es schaffen, gerade weil er die Rechtskonservativen und Ultra-Nationalisten/-religiösen in Israel vertritt.
Wohl leider nicht ohne Risiko für seine eigene politische Zukunft. Aber weitere Eskalation wäre fatal...für die Palästinenser. Und Israels Ansehen und Reputation, auch im (rest)arabischen Raum.

Verrückte Welt hier im Forum

Wäre es nicht so traurig , könnte man darüber lachen. Wie manche der Kommentatoren hier die Tatsachen verzerren und verdrehen, damit es weiter in ihr glühend-speiendes anti-israelisches Weltbild passt.

Niedlich, wie hier die vorgeblichen Rechte der armen Terroristen verteidigt werden und dabei die Rechte ihres Opfers, ein 13 jähriger jüdischer Junge, der immer noch zu dieser Stunde um sein Leben kämpft, völlig unerwähnt bleiben.
Sein Leben, er wollte einfach nur Süßigkeiten kaufen, scheint hier wertlos.

Junge perspektivlose Muslime

Wenn es zwangsläufig dazu führt dass Gewalt ausbricht wenn junge Muslime keine Perspektive sehen, dann können wir uns ja schon mal freuen...

Die Legende von der Perspektivlosigkeit

Der Hinweis auf die Perspektivlosigkeit der Palästinenser mag hinsichtlich der Steinewerfer sicher noch eine gewisse Berechtigung haben. Im Fall der Messerangreifer aber keinesfalls. Wer sich das soziale Profil dieser jungen Menschen ansieht, dem sollte auffallen, dass sie oft aus privilegierten Verhältnissen stammten, einen israelischen Pass hatten und an guten Universitäten studierten. Muhannad Halabi, Shuruq Dweyat und Fadi Alloun würde man eher als Kinder der "oberen Mittelschicht" bezeichnen.
Ich hätte mir vom Büroleiter einer deutschen Stiftung ein wenig mehr Tiefgang erhofft.

@maKilu

"
Am 15. Oktober 2015 um 22:35 von MaKiLu

@sasquatch und laurisch_karsten - verständnis?

Bitte entschuldigen Sie, aber ich finde ihre (fast) Relativierung der Angriffe schwer zu ertragen. Man kann für vieles Verständnis haben: für den Frust der Palästinenser über die ungerechte Politik von Netanjahu, für das Gefühl der Hilflosigkeit gegenüber seiner Willkürherrschaft, meinetwegen auch für das Gefühl, sich dagegen wehren zu wollen.
Aber nicht für Anschläge gegen wehrlose Bürger, deren einziges Vergehen es ist, jüdisch und gerade da zu sein. Nicht für Terror, der dumpf und unspezifisch gegen "die Anderen" gerichtet ist. Da gibt es dann nämlich einfach nichts mehr zu relativieren."

.

Wir relativieren nichts. Wir verurteilen Gewalt aber auch die Ursachen dafür. Die Ursachen für die Gewalt in Israel kommt bei unseren Medien zu kurz.

Danke für dieses Interview mit Herrn Klitz

Zuerst mal Danke für dieses gute Interview mit Herrn Klitz, der in einigen Punkten recht hat.

Aber zu diesem Punkt:

tagesschau.de: Welche Erwartungen meinen Sie?

Klitz: Aus Sicht der Palästinenser hat er nicht Tacheles geredet. Anders als allgemein spekuliert kündigte Abbas vor den Vereinten Nationen weder die Sicherheitszusammenarbeit mit Israel noch die Osloer Friedensverträge mit Oslo auf. Er formulierte zwar, dass er sich nicht an die Osloer Verträge gebunden fühle, solange Israel seine Verpflichtungen nicht erfülle - doch das ist nichts Neues. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt: Auch von einem Rücktritt will Abbas weiter nichts wissen. Und das lähmt die palästinensische Politik und gibt der Frustration unter den jungen Menschen Auftrieb.

Hier haben BEIDE Seiten - also sowohl Israel wie auch die Palästinenser überzogene Erwartungen. Diese Aufkündigung wäre falsch gewesen.

Abbas hatte recht den Vertrag nicht zu kündigen - neue Basis!!

Zu diesem Punkt mit dem Osloer Friedensvertrag und den beiderseitigen überzogenen Erwartungen möchte ich noch ergänzend sagen, dass es richtig war dass Abbas hier diese Verträge nicht aufgekündigt hat. Das hätte alles nur noch schlimmer gemacht. Von daher hat Abbas hier besonnen gehandelt. Das sollten die Palästinenser einsehen.

Allerdings sage ich zu diesem weiteren Punkt:

Klitz: Das Format der vergangenen Friedensverhandlungen 2013/2014 - bestehend aus Vereinten Nationen, EU, Russland und USA - halte ich nach wie vor für die beste Grundlage, um einen neuen Anlauf für Friedensverhandlungen zu starten. Denn damals war auch die Arabische Liga in den Friedensprozess indirekt eingebunden, was ein enormer Fortschritt war.

Dieser Osloer Vertrag braucht eine völlig neue Basis, eine Basis die die Palästinenser endlich aus ihrer Hoffnungslosigkeit und aus ihrer Perspektivlosigkeit befreit und die heißt: Palästinenserstaat.

Pazifismus

@ Sasquatch:
"Normalerweise gibt es für mich nichts, das Gewalt gegen andere Menschen rechtfertigt. Ich sage darum NICHT, dass das, was diese jungen Menschen tun, richtig ist. Aber irgendwie kann ich verstehen, warum sie in der Gewalt den einzigen Ausweg aus ihrer Situation sehen."

Tut mir leid, als Pazifist muss ich auch dieses Verständnis für Gewalt zurück weisen.

Dieser Punkt von Klitz stimmt - Vertrag nachverhandeln!!

Von daher stimmt auch dieser weitere Punkt von Klitz:

Auch wenn sich die Konfliktparteien an die Osloer Verträge aus den 1990er-Jahren kaum noch gebunden fühlen - das ist der zentrale Pfeiler und eine gute Basis, etwa weil sich Israel und PLO dort gegenseitig als Vertragspartner akzeptieren.

durchaus. Aber dieser Vertrag muss endlich nachverhandelt werden mit einer echten Perspektive auf einen eigenen Palästinenserstaat. Daran führt kein Weg mehr vorbei. Denn dieses Gebiet im Gaza-Streifen in das die Palästinenser eingesperrt sind, ist so heruntergekommen und von den Böden her so ausgelaugt und schlecht, dass man dort so gut wie keine Landwirtschaft betreiben kann. Außerdem ist das Gebiet dort für eine Staatsbildung von der Fläche her viel zu klein. Und daher braucht es hier eine andere Teilung wie ich es vor vielen Monaten schon einmal vorgeschlagen hatte.

Land für Frieden, welch Zeichen kann stärker sein

Man hat Land abgetreten, damit der Terror aufhört, einseitig, ohne irgendwelche Garantien.
Welch Zeichen kann denn stärker sein als das. Und dieses Vertrauen wurde von den Palästinenser schändlich missbraucht, wie jedesmal.
Übrigens, der Gaza gehörte vorher zu Aegypten, Israel hat ihn also für die Palästinenser erobert. Noch ein bisschen Geschichtsunterricht für Sie.
Und zu den Kibbutz, das ist falsch. Israel hat die Siedlungen intakt zurück gelassen. Google kann ihnen da weiterhelfen.

Wie ein Teilungsplan für den Palästinenserstaat aussehen könnte

Wie mein Plan aussieht:

wie wäre es, wenn man Israel in der Längsachse teilt und Jerusalem samt dem Tempelberg zu einem neutralen UNO-Territorium macht, sodass alle Menschen dieser Welt und ALLE Religionen dieser Welt den Tempelberg betreten und benutzen dürfen?? Denn Jerusalem und der Tempelberg ist Kernpunkt von allen weltweit vertretenen Relgionen wie es aussieht.

Damit hätten dann die Israelis die gesamte Küstenlinie und die Palästinenser den Binnenland-Teil.

Oder aber man könnte Israel auch in der Querachse durchteilen, sodass die Israelis den nördlichen Teil behalten und die Palästinenser den südlichen Teil bekommen.

Damit hätten beide Völker in etwa die gleiche Menge an Fläche und damit ließe sich dann auch ein echter Palästinenserstaat entwickeln mit deutlich besseren wirtschaftlichen Perspektiven.

@nachfragerin - Provokation

Natürlich ist das Beten auf dem Tempelberg eine Provokation. Auch Charlie Hebdo hat provoziert. Ebenso Westergaard und auch Rushdie. Nur: ein Angriff auf das Leben "der anderen" ist ein Zivilsationsbruch, der in keinem Verhältnis zur "Provokation" steht und durch diese nicht gerechtfertigt werden kann.

Sehen sie, vor dreißig Jahren gab es Bücher wie "Die Klerikalen" oder "Es ist ein A..., Maria!". Auch das war Provokation. Und kein zivilisierter Mensch wäre je auf die Idee gekommen, Walter Moers etwas anzutun. Selbst eingefleischte Christen haben sich schlapp gelacht. Ich frag mich, was passieren würde, wenn er ein solches Buch über den Protagonisten der anderen Religion schreiben würde...

Gefängnislüge

Der Gaza hat eine Grenze zu Aegypten, also zu einem moslemischen Nachbarn. Diese Grenze kontrolliert Israel nicht.
Der Gaza liegt am Mittelmeer, Israel kontrolliert die Schiffe und Hilfsschiffe auf Waffen, immer wieder erfolgreich. Ansonsten ist der Zugang offen.
Versorgt wird der Gaza zu einem grossen Teil über Israel, zu Ihrer Information. Bitte sich zuerst schlau machen, dann muss man sich nachher nicht blamieren.
Die Gefängnislüge ist ein Propaganda, die dümmer nicht sein könnte. Und doch wird sie von vielen geglaubt.

@Reto Rieder

"Es ist der blanke Hass gegen Israel und die Juden, es ist islamischer Antisemitismus in Reinkultur."

Aber aber, werter Forist, so geht es aber nicht.
Perspektivlosigkeit ist das neue Zauberwort sobald es darum geht Gewalttaten zu relativieren und Verständnis aufzubringen. Da stören Fakten nur. Zum Glück wissen die Israelis, mit wem sie es zu tun haben.

Auch hiermit hat Klitz recht - es muss was getan werden

Und auch hiermit:

Klitz: Ich gehe zwar davon aus, dass die Gewalt weiter eskalieren wird. Wie schon angesprochen: Das Vertrauen in die politisch Handelnden ist gering, Abbas ohnehin nicht mehr in der Lage, die Situation zu kontrollieren. Die Gefahr einer dritten Intifada ist also da - zum jetzigen Zeitpunkt würde ich allerdings davon noch nicht sprechen wollen.

hat Klitz absolut recht. Aber es muss wirklich endlich was unternommen werden, damit

a) die Gewalt nicht weiter zunimmt
und
b) die Palästinenser endlich eine Perspektive auf einen echten Palästinenserstaat bekommen. Wie das gehen könnte habe ich gerade geschrieben.

Daher würde ich auch derzeit - noch - nicht von einer Intifada sprechen, sondern eher von Unruhen. Aber diese haben einen handfesten Grund:

Unterdrückung durch die israelische Seite (Seeblockade, kein eigenes Land, Städte werden vom israelischen Militär zerstört, Wasserversorgung ist so gut wie abgeschnitten, kaum eigene Rechte für Palästinenser...)

FEHLENDER RESPEKT UND MENSCHLICHKEIT

sind die Auslöser von Gegengewalt. Wenn man ein Land besetzt sollte man soviel Vernunft besitzen, die seit Jahrhunderten dort lebenden Menschen achten und nicht die Existenz vernichten. Leider sind in den politischen Führungsebenen Menschen tätig die von einer paranoiden DISSOZIALEN PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNG belastet sind. Bei solchen Menschen ist Mitgefühl und humanes Verhalten nicht vorhanden. Diese Menschen sind auch nicht einsichtlich und können nicht verstehen, dass sie anderen Menschen Leid, Verdruss und Qualen zufügen. Also wird sich diese Leid-Spirale und die gegenseitige Bekämpfung weiter fortsetzen außer es kommen einmal Führungskräfte an die Regierung die logisch, vernünftig denken können und anderen eine Lebensperspektive gönnen. Das Ergebnis wäre Frieden und mehr Zufriedenheit für alle.

@marfel

"vielleicht verüben 13-jährige Palästinenser auch deshalb diese Attentate unter Akzeptanz des eigenen Todes, weil die Hamas sie öffentlich als Märtyrer feiert und ihnen das Paradies verspricht."

Sie haben die finanziellen Anreize vergessen. Gut das die Israelische Gesellschaft darauf eine Antwort gefundend hat. Häuser von Attentätern stehen nicht lange.

Auch Saeb Erekat ist für eine Nachfolge zu alt

Außerdem hat Herr Klitz auch in diesem Punkt recht damit, das Abbas auf Grund seines Alters die Lage nicht mehr lange wird kontrollieren können. Es bräuchte eigentlich dringend jemand jüngeres an der Spitze der Palästinenser. Und damit komme ich zu diesem Punkt von Herrn Klitz:

Klitz: Im Gespräch ist zurzeit nur Saeb Erekat, der erst im Juli von Abbas zum neuen Generalsekretär der PLO ernannt wurde. Der 60-Jährige hat sich bei den Friedensverhandlungen mit Israel nach dem Gazakrieg im vergangenen Jahr einen Namen gemacht. Ob er aber eines Tages tatsächlich die Nachfolge von Abbas antreten wird - da gibt es noch viele Fragezeichen.

Hier sehe ich es so, dass auch Saeb Erekat keine echte Zukunft für die Palästinenser ist. Denn schaut mal: auch der ist schon 60 Jahre alt und hat wohl auch höchstens noch 30 oder 40 Jahre an Lebenserwartung. Denn wäre er 100 Jahre alt. Und kann jemand mit 90 oder gar 100 Jahren noch so eine Organisation führen?? Ich sehe es eher nicht so.

Die Palästinenser bräuchten eine junge Führung

Von daher hätte ich an Herrn Klitz zu diesem Punkt mit Erekat die ehrliche Frage:

1. gibt es nicht jemand deutlich jüngeres der oder die diese Organisation weiterführen könnte??
2. gibt es da jemand jüngeres, dem oder der die Palästinenser wirklich vertrauen??

Ich weiss es wirklich nicht. Deswegen frage ich ja.

Denn ich sehe es so, dass die Palästinenser ein junges und schnell wachsendes Volk sind, das dringend eine junge und flexible Führung braucht. Jemand im Alter von 60 Jahren oder älter ist da nicht mehr geeignet. Ich würde mir eher jemanden vorstellen mit 30 oder 40 Jahren. Gibt es da jemanden??

@nachfragerin

"Das scheinbar harmlose Gebet ist daher als Zeichen von Besitzanspruch zu werten. Und dass solche Provokationen zu gewaltsamen Protesten führen, war zu erwarten"

Gilt das auch für die Rufe des Muazin in Deutschland? Das gute ist, die Israelis werden NIE wieder einfache Opfer von Fanatikern werden, auch wenn das nicht jedem passt.

re maria-jose blumen

"Wenn es zwangsläufig dazu führt dass Gewalt ausbricht wenn junge Muslime keine Perspektive sehen"

Es ist ziemlich zynisch, das Leben einer Generation unter Fremdherrschaft mal so locker-flockig auf junge Muslime schlechthin zu übertragen.

@ MaKiLu

Bitte nicht in falschen Hals kriegen. Ich habe nicht versucht etwas zu relatvieren. Im Gegenteil, ich habe geschrieben, dass es KEINE Entschuldigung für Terrorakte gibt.

Wenn Sie meine frühren Kommentare lesen, werden Sie sehen, dass meine Sympathien fast komplett auf der Seite Israels liegen. Ich habe gute Freunde in Israel, die unter der momentanen Situation mehr als genug leiden.

Ich habe nur für einen Moment versucht, mich in die Gedankenwelt eines Attentäters hineinzuversetzen, denn wenn wir solche Anschläge in Zukunft verhindern wollen, müssen wir uns wohl oder übel fragen, was diese Menschen zu solchen scheusslichen Taten treibt.

@22:51 von Fahrenheit

Wie manche der Kommentatoren hier die Tatsachen verzerren und verdrehen, damit es weiter in ihr glühend-speiendes anti-israelisches Weltbild passt.

Verzeihung bitte, aber ich bin kein Antisemit, habe kein anti- israelisches Weltbild, und unterstelle das auch keinem/ keiner anderen User/in, der/ die die Haltung Israels hier hinterfragt.
Würden Sie einige der Kommentare der User hier, z.B. zur Flüchtlingspolitik kennen, könnten Sie niemandem "belegt" ein anti- israelisches Weltbild vorwerfen. Ich kenne normale Juden und normale Muslime, Amerikaner und (Weiß-) Russen, habe sehr viele ungewöhnliche Orte der Welt bereist und bin politikerfahren, daher bin ich überwiegend objektiv. Kritische Stimmen gegen Israel sofort mit Hass gleichzusetzen und zu diffamieren, ist dagegen sehr subjektiv.

Perspektivlosigkeit ? Kennen wir das nicht auch?

Auch wenn ich als Deutscher 1984 in Israel das sehr große Verzeihen erleben durfte und lange zum Handeln Israels schwieg, so muss ich als Sympathisant Israels nun doch 4 Fragen an die Israelis stellen:
- Hat Perspektivlosigkeit in den 20er, 30er Jahren die Deutschen nicht in die Armel Hitlers getrieben?
- Hat Perspektivlosigkeit, die hauptsächlich Israel verursacht hat, Teile des palästinensischen Volkes nicht in die Arme von Hamas u. Co. getrieben?
- Wann stellt endlich stellt sich Israel seiner Verantwortung?
- Gestattet der Holocaust, dass sich Israel auf ewig hinter einer Opferrolle versteckt?

re reto rieder

"Übrigens, der Gaza gehörte vorher zu Aegypten, Israel hat ihn also für die Palästinenser erobert. Noch ein bisschen Geschichtsunterricht für Sie."

Gaza war nicht ägyptisches Staatsgebiet. Genau deshalb fiel Gaza auch nicht im Friedensvertrag mit Ägypten an Ägypten zurück.

Wer Geschichtsunterricht ankündigt sollte besser im Stoff stehen ...

@ junge Welt

Ich bin auch Pazifist. Darum kann ich solche Anschläge auch nicht gutheissen. Aber so, wie sich jeder Kriminalist fragen muss, was einen Mörder zum Mord treibt - eben um zukünftige Morde zu verhindern - müssen wir uns fragen, was junge Menschen in die Radikalität treibt.

Ich habe so wie Sie auch kein Verständnis für diese Taten. Das sind Verbrechen und sie müssen als solche behandelt werden. Ich versuche lediglich zu verstehen, warum sich jemand zu solchen Taten hinreissen lässt.

"Welche Menge, ja Masse von Sünden hat die millionenköpfige Hydra, welche wir Gesellschaft nennen, auf dem Gewissen! Und gerade diese Gesellschaft ist es, welche mit wahrer Wonne zu Gerichte sitzt, wenn der Krebs, an dem sie leidet, an einem einzelnen ihrer Glieder zum Ausbruche kommt!" (Karl May, "Old Surehand", 1894)

@23:24 von Resistance1405

...sodass alle Menschen dieser Welt und ALLE Religionen dieser Welt den Tempelberg betreten und benutzen dürfen?? Denn Jerusalem und der Tempelberg ist Kernpunkt von allen weltweit vertretenen Relgionen wie es aussieht.
Damit hätten dann die Israelis die gesamte Küstenlinie und die Palästinenser den Binnenland-Teil.

Jerusalem ist Kernpunkt aller monotheistischen Religionen. Und diesen Vorschlag würden die Israelis vielleicht sogar annehmen, aber niemals die Palästinenser, da ihnen die Wasserversorgung abgeschnitten würde.
Ihren anderen Vorschlag, die Nord- Süd- Teilung würden die Palästinenser sofort annehmen, aber die Israelis NIEMALS!!! Ja, es bleibt schwierig.

Es ist gut, wenn Israel sich

Es ist gut, wenn Israel sich dazu nochmal überwinden könnte, ernsthafte Friedensverhandlungen in Aussicht zu stellen.
Palästinenser-Araber wären als Partner Israels viel wertvoller als unterdrückt und vertrieben.
Auch für deren Aufbau und Entwicklung hätte man mindestens so viel investieren sollen wie für eine starke jüdische Heimstatt.
Israel ist der Starke in diesem "Spiel" und trägt Verantwortung auch für die ursprüngliche, vertriebene Bevölkerung Israels/Palästinena.

Man kann nur hoffen und vielleicht beten...

@ laurisch karsten

Die Ursache ist keineswegs ausschließlich bei Israel zu suchen. Ich befürchte, dass Sie die Einseitigkeit, die Sie bei "unseren" Medien beklagen, nur durch eine andere Einseitigkeit ersetzen möchten.

re privat

" Gut das die Israelische Gesellschaft darauf eine Antwort gefundend hat. Häuser von Attentätern stehen nicht lange."

Es sind nicht die Häuser von Attentätern, sondern von deren Familien.

Ich finde es bemerkenswert, wie Sie sich für eine Form der Bestrafung begeistern, deren Vorbilder in sehr finsterer deutscher Vergangenheit zu finden sind.

re privat23

"Das gute ist, die Israelis werden NIE wieder einfache Opfer von Fanatikern werden, auch wenn das nicht jedem passt."

Es wirkt nicht besonders, wenn Sie die Opferrolle denjenigen anziehen wollen, die als Besatzer eines Volkes die Täter sind.

Wer macht den ersten Schritt?

Die Situation in dieser Region ist leider seit Jahren völlig aussichtlos. Israel will stets Härte und Stärke zeigen und bietet leider keine echten Anzeichen einer Deeskalation - alleine der anhaltende Siedlungsbau ist durch nichts zu rechtfertigen (wenn man wirklich Frieden will). Auf der anderen Seite sind frustrierte und radikalisierte Menschen, die keine Alternative mehr sehen, als für ein besseres Leben zu kämpfen. Auch palästinensische Jugendliche würden -wie alle junge Menschen auf der Welt- am liebsten ihr Leben genießen und Spaß haben. Israel hat viel zu verlieren, die besetzten und regelmäßig gedemütigten Palästinenser nicht. Daher wäre es im Sinne Israels den Friedensprozess ganz schnell wirklich voranzutreiben, nur so kann es die Unterstützung der Palästinenser für Terror und Kampf beenden. Kein Volk der Welt kann auf Dauer besetzt werden und bleibt dabei friedlich. Terroristen machen den Weg zu Frieden selten frei, Israel könnte es - wenn es von der Führung nur gewollt wäre

@ Gnom (23:39): Danke für den Punkt mit dem Anit-Semitismus

hi Gnom

Verzeihung bitte, aber ich bin kein Antisemit, habe kein anti- israelisches Weltbild, und unterstelle das auch keinem/ keiner anderen User/in, der/ die die Haltung Israels hier hinterfragt.

Danke dass Sie hier niemandem einen Hass auf Israel vorwerfen. Das finde ich gut. Denn auch ich sage ehrlich: ich bin KEINE Anti-Semitin. Im Gegenteil. Aber ich sehe eben, dass das Verhalten sowohl von der israelischen Regierung - also das Verhalten von Netanjahu und seiner Regierung - genauso falsch ist wie das Verhalten von diesen jungen Palästinensern.

Denn es stimmt schon, dass es keine Rechtfertigung für Terror-Akte gibt. Aber man muss mal die Wurzel des Übels sehen, warum diese jungen Menschen zu dieser Gewalt greifen:

-> Unterdrückung durch eine Fremdregierung
-> keine wirtschaftliche, soziale und finanzielle Perspektive
-> keine Möglichkeit für Arbeitsplätze
-> derzeit keine echte Perspektive auf eine Staatsgründung
-> Landraub durch die Regierung von Israel

@ anders (23:40): nicht nur Israel hat hier Verantwortung

@ anders

Dann zu diesem Punkt:

- Wann stellt endlich stellt sich Israel seiner Verantwortung?

Nicht nur Israel hat hier eine Verantwortung für die Palästinenser, sondern die gesamte Welt, darunter auch die USA und die UNO. Die USA wie auch die UNO haben Israel viel zu sehr schalten und walten lassen und haben bei der Gewalt von Seiten Israels weggeschaut sowie auch bei diesem Landraub, der völkerrechtswidrig ist.

Die USA hätten hier die israelische Regierung schon viel früher bändigen müssen und hätten schon damals für die strickte Durchsetzung der Resolution 242 sorgen müssen. Aber die USA und die UNO haben lieber die Hände in den Schoß gelegt und Israel gehätschelt. Das war völlig falsch.

Von daher muss sich hier nicht nur Israels Regierung ihrer Verantwortung stellen, sondern auch die USA, die UNO und der Rest der Welt.

@22:51 Fahrenheit: Ihre Unterstellung ist Unfug

Sie selbst sollten Ihre schwarz-weiße Sicht verändern. Hier wird sehr wohl differenziert argumentiert.
Sie bringen als Argument den 13-jährigen Jungen - klar, Sie haben Recht, es ist abscheulich.
Doch bitte ... instrumentalisieren Sie nicht diesen Jungen. Wir kommen damit ganz gefährlich in das Gegenrechnen der toten Kinder in diesem Konflikt. Und da sieht das israelische Militär ganz und gar nicht gut aus - wie viele Kinder sind auf palästinensischer Seite umgekommen.
Da empfehle ich Ihnen auch die Berichte vom "Weltspiegel" über die traumatisierten Kinder.
Und dann frage ich Sie, wie die Zukunft in diesem Konflikt aussehen wird, wenn diese Kinder Jugendlichen aus diesen zerstörten Gebieten erwachsen werden?
Wenn wir hier schreiben, dass Israel einen riesigen Fehler macht, dann ist es nicht gegen Israel. Dann ist es ein Ratschlag, den sich dieses Land endlich hinter die Ohren schreiben sollte.
Ohne Friedensverhandlungen und Palästinenserstaat werden diese dann Erwachsenen handeln ...

22:04, Nachfragerin

"Letztendlich sind beide Völker gemeinsames Opfer einer verfehlten Politik. Nur erkennen das die wenigsten."

Ich habe jetzt einfach mal diesen Satz von Ihnen herausgegriffen, aber eigentlich kann ich Ihre beiden Posts im Ganzen zu 100% unterschreiben.

Das ist mir bei Ihnen noch nie passiert:=}

Umso mehr Dank,

Gruß,

FS

@ anders (23:40): im Holocaust waren Juden Opfer

@ anders

Dann noch zu diesem letzten Punkt:

- Gestattet der Holocaust, dass sich Israel auf ewig hinter einer Opferrolle versteckt?

In Sachen Holocaust waren Israels damalige Bürger Opfer, das stimmt. Und ich finde es auch, dass wir als Deutschland damit aufhören müssen, hier immer als die Schuldigen hingestellt zu werden. Mit dieser Dauerbeschuldigung muss Schluss gemacht werden, weil wir heutigen Generationen ja nicht mehr die Schuldigen sind.

Und ich frage auch mal, warum Israel es hier als Atommacht überhaupt nötig hat, mit solch einer rohen Gewaltspirale auf diese Gewalt der Palästinenser zu antworten. Immerhin ist Israel unangreifbar, weil Israel Atommacht ist. OK, diese Kasam-Raketen waren allers andere als ungefährlich, stimmt. Aber diese haben die ja nicht mehr. Und von daher wäre es an Israel, hier mal von seiner Panik vor den Palästinensern runterzukommen. Denn die ist völlig überzogen. Und was getan werden muss, das habe ich schon geschrieben.

Israel versteckt sich nicht

@ anders:
"Gestattet der Holocaust, dass sich Israel auf ewig hinter einer Opferrolle versteckt?"

Das tut Israel gar nicht und den Vorwurf halte ich im Übrigen für in hohem Maße historisch unrichtig und unfair.

re medic1

"Kein Volk der Welt kann auf Dauer besetzt werden und bleibt dabei friedlich. Terroristen machen den Weg zu Frieden selten frei, Israel könnte es - wenn es von der Führung nur gewollt wäre"

Wahre Worte.

Aber Israel ist gefangen in der Bedingung, dass erst die Terroristen weg müßten, bevor Frieden eintreten kann.

Dabei weiß jedes Kind, dass es nur umgekehrt geht - Frieden entzieht Terroristen den Boden.

So ist die Reihenfolge.

@ Gnom

"Jerusalem ist Kernpunkt aller monotheistischen Religionen. Und diesen Vorschlag würden die Israelis vielleicht sogar annehmen..."

Vorsicht mit dieser Annahme. Ich fände die Idee auch super, aber: Einer meiner besten Freunde ist ein Jude, der nicht mehr in Israel lebt, seit er in Unehren aus der israelischen Armee entlassen wurde, weil er während der Ersten Intifada erklärte, nicht auf Kinder schießen zu können. Also so ziemlich das Gegenteuil eines zionistischen Hardliners. Aber als ich den fragte, warum Jerusalem nicht einfach den gleichen Status kriegt, wie der Vatikan: ein unabhängiges Land, das allen Gläubigen offen steht, sprang der mir fast aus der Haut: "Jerusalem ist unser, es war schon immer unser, Jerusalem aufzugeben bedeutet, Israel aufzugeben..." - ich sage Ihnen, ich erkannte meinen Freund nicht wieder.

So toll die Idee eines neutralen, internationalen Jerusalem auch wäre - leider haben dafür ALLE betroffenen Religionen einen zu tiefen Aleinvertretungsanspruch.

@ Gnom (23:54): was würde Israel daran hindern??

hi Gnom

Und diesen Vorschlag würden die Israelis vielleicht sogar annehmen, aber niemals die Palästinenser, da ihnen die Wasserversorgung abgeschnitten würde.

Die ist doch jetzt schon durch diese Sperrmauer abgeschnitten. Und genau deswegen muss diese Sperrmauer fallen. Und dass geht nur über so einen Teilungsplan. Diese abgetrennte Wasserversorgung ist auch der Grund, warum der Gazastreifen völlig ausgedörrt und ausgelaugt ist. Das hat Christian Schneider ja schon in einer Reportage gezeigt. Dadurch dass das Wasser weg ist, bilden sich jetzt überall dort sogenannte Sinkholes (Erdfälle), der Boden ist ausgelaugt und ausgedörrt (Dauerdürre).

Dann noch eine Frage zu Ihnen:

Ihren anderen Vorschlag, die Nord- Süd- Teilung würden die Palästinenser sofort annehmen, aber die Israelis NIEMALS!!! Ja, es bleibt schwierig.

Wieso sollten die Israelis sowas nicht annehmen?? Was würde die hindern?? Ich sehe hier den Hinderungsgrund nicht.

Archaische Strafen

@ privat23:
"Sie haben die finanziellen Anreize vergessen. Gut das die Israelische Gesellschaft darauf eine Antwort gefundend hat. Häuser von Attentätern stehen nicht lange."

Diese archaische Bestrafung, die an Sippenhaft oder Sippenzüchtigung erinnert, sollte man nicht bewundern. Ich finde diese Bestrafung von Attentäterfamilien höchst inhuman.

Sorry, aber das ist nicht unsere Baustelle!

Das Problem ist eines des - wie fast überall - Islams und des "orthodoxen" Judentums gepaart mit ungeklärten nationalen Fragen der Palästinenser.
.
Das müssen die Parteien vor Ort regeln. Oder müssen wir die jetzt auch alle aufnehmen?!?

@23:28 von privat23

Perspektivlosigkeit ist das neue Zauberwort sobald es darum geht Gewalttaten zu relativieren und Verständnis aufzubringen. Da stören Fakten nur. Zum Glück wissen die Israelis, mit wem sie es zu tun haben.

Niemand hier relativiert Gewalttaten. Allerdings sollte man immer beide Seiten sehen und anhören, um zu einem Urteil finden zu können. Da haben Sie auch noch Nachholbedarf, da ich Ihre glühende Befürwortung von Drohneneinsätzen gestern gelesen habe -> Gut, dass Terroristen jetzt angstvoll in den Himmel schauen. Ja, aber normale Bürger auch!

@23:31 von privat23
Gut das die Israelische Gesellschaft darauf eine Antwort gefundend hat. Häuser von Attentätern stehen nicht lange.

Angenommen, Sie besitzen ein Haus und haben Ihren Bruder dort einquartiert. Angenommen, Ihr Bruder ist ein "schlimmer Finger" und hat eine schwere Straftat begangen. Wie würden Sie es finden, wenn der deutsche Staat nicht nur die Polizei, sondern auch direkt Bagger schickt???

22:35, MaKiLu

>>@sasquatch und laurisch_karsten - verständnis?
...Nicht für Terror, der dumpf und unspezifisch gegen "die Anderen" gerichtet ist. Da gibt es dann nämlich einfach nichts mehr zu relativieren.<<

Sie meinen, wer nicht der Meinung ist, dass die israelische Seite die Guten und die palästinensische Seite die Bösen sind, der relativiert?

Hauptsache ein klares Feindbild?

Na, dann kann das Morden ja weitergehen.

Es starben in diesem Konflikt, den ich kenne, seit ich denken kann, auf palästinensischer Seite ein Vielfaches der Menschen, die auf israelischer Seite starben.

Das wird dann wohl weiterhin so sein, denn es handelt sich um einen asymmetrischen Konflikt, der nun eine noch asymmetrischere Form angenommen hat.

Messerstechende Kinder gegen ein hochgerüstetes Land.

Asymmetrischer geht es nun wirklich nicht mehr.

Aber man muss mal die Wurzel des Übels sehen, warum diese jungen Menschen zu dieser Gewalt greifen:

Sie beschreiben mit Ihren Punkten nicht die Wurzeln, sondern die Äste der "gegenwärtigen" Eskalation. Die Wurzeln liegen bei "Abraham" im Alten Testament, Stammvater der Juden und Muslime. Der Baumstamm ist die geschichtliche Fremdherrschaft dieser Region -> Perser, Griechen, Osmanen, Briten und Ägypter und dann kam der Exodus der verfolgten Juden.

Die Araber in dieser Region hatten niemals die Chance, sich ihren eigenen Staat, ihre eigene Souveränität aufbauen zu können. DAS ist das eigentliche Problem.

@Caro-Line

22:42 von Caro-Line

"Wenn ein Dreizehnjähriger
im Verhör mit Überzeugung sagt: "Wir sind gekommen, um Juden abzustechen,""

Dann hat er offensichtlich ein eindeutiges Feindbild, das ausschschließlich von der Indoktrination von religiösen Fanatikern stammt, völlig absurd ist und nichts damit zu tun haben kann, dass seine Heimat von religiösen Fanatikern mit religiöser Rechtfertigung geraubt wird.

Jugendarbeitslosigkeit und mangelnde Perspektive?

Wie häufig wird Terrorismus mit Jugendarbeitslosigkeit und mangelnder Perspektive versucht zu erklären, sorry, aber das ist doch Quatsch!
Griechenland, Spanien, Italien, alles Länder mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 20-über 40%, läuft da täglich jemand Amok oder mordet im Namen irgendeiner Religion?

Und dann noch diese europäische Naivität hier im Forum. Da glauben Leute tatsächlich, daß man den Palästinsern nur einen eigenen Staat geben muß und schon ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Vielleicht sollten sie mal nachlesen, was die Palästinsernorganisationen fast ausnahmslos in ihren Statuten stehen haben, nämlich, daß sie die Juden zurück ins Meer treiben wollen!
Zum Thema Messerangreifer: In Deutschland ist vor einigen Monaten ein junger Mann, der mit einem Messer bewaffnet war, in einem Brunnen erschossen worden. Da wußten sich unsere Sicherheitskräfte mitten im friedlichen Europa auch nicht mehr anders zu helfen, also warum erwartet man das von Israel?

@00:25 von Resistance1405

"Ihren anderen Vorschlag, die Nord- Süd- Teilung würden die Palästinenser sofort annehmen, aber die Israelis NIEMALS!!! Ja, es bleibt schwierig."

Wieso sollten die Israelis sowas nicht annehmen?? Was würde die hindern?? Ich sehe hier den Hinderungsgrund nicht.

Ganz einfach! Ihr sehr kleines und fruchtbar gelegenes Land würde beschnitten. Man müsste ins Binnenland neue Wasserversorgungen legen (da bisher dort "nur" Palästinenser wohnten). Die Siedler im Süden Israels müssten umziehen... Glauben Sie ernsthaft, das könnte ein israelischer Premier aus wahltaktischer und finanzieller Sicht überstehen???

Geschwafel von "Perspektivlosigkeit"

Dies ist reine Propaganda, die mit seriösem Journalismus nichts zu tun hat. Das Gerede von Perspektivlosigkeit ist reine Ideologie, um die Terrorattacken irgendwie zu erklären, ohne dass die Täter als Täter benannt werden. Nein, es geht nicht um Perspektivlosigkeit. Es geht um Palästinenser die in Ostjerusalem leben und viele von den Attentätern hatten gute Jobs in Israel. Es ist der blanke Hass, der die Terrorattacken hervorbringt, und dieser ist auf jahrelange unselige Propaganda zurückzuführen. So kann es kein friedliches Miteinander geben, und das ist auch von Palästinensischer Seite nicht gewollt.

Klartext Hamburg

"Sorry, aber das ist nicht unsere Baustelle!"

Es hat doch kein Mensch behauptet, das "Wir" da jetzt Frieden stiften müssen. Aber darüber unterhalten wird man sich wohl noch dürfen. Wenn Sie das nicht wollen, steht es Ihnen doch jederzeit frei, das Thema zu ignorieren.

Mann, muss die Welt schön sein, wenn man sich immer sagen kann - das liegt hinter meinem Tellerrand, das geht mich nichts an.

Wenn Sie sich aber stattdessen auf die den Deutschen eigenen Probleme konzentrieren wollen - von mir aus sogar nur auf die die nichts - wie angeblich fast alles - mit dem Islam oder dem Judaismus zu tun haben, nur zu! Da gibt es wahrlich genug zu tun - oder passt das nicht in Ihre heile deutsche Welt?

@00:41 von Klartext Hamburg

Sorry, aber das ist nicht unsere Baustelle! Das Problem ist eines des - wie fast überall - Islams und des "orthodoxen" Judentums gepaart mit ungeklärten nationalen Fragen der Palästinenser.

Was ich nicht verstehe, Sie werfen wirklich interessante Fragen in den Raum und stoßen, gleich einem Elefant im Porzellanladen, alles rückwärts wieder um:

Das müssen die Parteien vor Ort regeln. Oder müssen wir die jetzt auch alle aufnehmen?!?

Wir haben hier sehr wenig palästinensische Flüchtlinge, und das sollte auch kein Thema sein! Die Parteien vor Ort können oder wollen es nicht allein regeln, daher MUSS die internationale Staatengemeinschaft vermittelnd agieren! Die Oslo- Verträge wären ohne internationales Engagement nie zustande gekommen, gleiches gilt für Minsk-II. Aus heutiger Sicht sind die Ergebnisse annähernd vergleichbar. Es fehlt ein US- Präsident und ein UN- Generalsekretär, der endlich mal "Tacheles" redet!

00:41, Klartext Hamburg

>>Sorry, aber das ist nicht unsere Baustelle!
Das Problem ist eines des - wie fast überall - Islams und des "orthodoxen" Judentums gepaart mit ungeklärten nationalen Fragen der Palästinenser.
.
Das müssen die Parteien vor Ort regeln. Oder müssen wir die jetzt auch alle aufnehmen?!?<<

Weder hat jemand behauptet, es wäre unsere Baustelle, noch dass wir die alle aufnehmen müssten.

Tangieren tut uns das, was da passiert, trotzdem. Und nicht nur uns.

Bitte geben Sie sich ein wenig Mühe, über den deutschnationalen Tellerrand hinauszublicken. Wir sind nicht allein auf der Welt.

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