Kommentare

Historische Verwechslung

um 18:00 von Sonnenschein und:
"Bevor die "moderaten Rebellen" vor vielen Jahren in Afghanistan gegen die UDSSR aufgebaut wurden ..."

Die Amerikaner haben die Mudschaheddin in Afghanistan in den 80er Jahren gegen die sowjetische Besatzung unterstützt. Das waren moderate und säkular eingestellte Rebellen.
Ab Mitte der 90er (die Sowjets waren längst geschlagen) entstanden in Pakistan und mit Unterstützung des dortigen Geheimdienstes dann erst die radikal islamischen Taliban, die sich in einem mehrjährigen blutigen Kampf gegen die Mudschaheddin durchsetzten und die Scharia brachten.

Beide Gruppen darf man nicht verwechseln, die Amerikaner haben zu keinem Zeitpunkt die Taliban gefördert.

"Der Bundeswehr-Abzug aus Kundus.....

.....ist nach Auffassung von Afghanistan-Expertin Woltersdorf ein wesentlicher Grund für die heutige Instabilität der Region."
Gegensätzlicher kann meine Meinung dazu nicht sein, welche da lautet - "Der Bundeswehr-Einzug in Afghanistan, mit der wir angeblich unsere Demokratie am Hindukusch verteidigen, ist ein wesentlicher Grund für die heutige Instabilität der Region."

Und mal ehrlich ...

Der Bundeswehr-Abzug aus Kundus ist nach Auffassung von Afghanistan-Expertin Woltersdorf ein wesentlicher Grund für die heutige Instabilität der Region

... WAS hätte man dagegen tun sollen? Afghanistan zum 17. Bundesland ausrufen und dort einen festen Standort der BW installieren? Der BW fehlte ehe der Rückhalt der Mehrheit der deutschen Bevölkerung und "unsere" westliche Wertevorstellung lässt sich in solch einem von Islam beherrschten Land nun einmal nicht mit Panzer und Drohnen verbreiten. Und wenn es so weiter geht, brauchen wir jeden Mann und jede Patrone hier im eigenen Lande um UNS gegen die Islamisierung durch Salafisten rekrutierte Flüchtlinge zu erwehren denn die Polizei wird den Massen die hier auflaufen kaum Herr werden können. Sie sind jetzt schon mit marodierenden "Flüchtlingen" in den Heimen überfordert.

Afghanistan-wird fallen

"Die Taliban hätten das Machtvakuum ausgenutzt. Statt einer militärischen Lösung plädiert sie für Gespräche mit den Taliban."
Nun, warum wohl?
Warum haben sie ca. 10 Jahre Bundeswehr nicht für Friedensgespräche genutzt und die Lösung auf dem diplomatischem Wege zu suchen?
Weil sie es nicht wollten!!!
Wie lange will man noch dem Traum anhängen, man könne alle Konflikte dieser Erde diplomatisch lösen!
Höchstens Deutschland und Europa, denn es hat einen sehr hohen Blutzoll gezahlt, der nicht zuletzt aufgrund der atomaren Bedrohung und völligen Vernichtung die Einsicht mit sich brachte, es mal diplomatisch zu versuchen!
Die anderen Völker außerhalb Europa haben eine völlig andere Mentalität und werden von klein auf streng patriachalisch und kriegerisch erzogen! Diplomatie gibt es im Wortschatz nur vom hören und sagen.
Afghanistan wird fallen, fallen in die Händes des Steinzeitislam, weil der Westen in seinem interlektuellen Elfenbeinturm verharrt und meint die Welt müsse ticken wie er.

endlich dämmerts

militärisch wird das nichts. Noch schlimmer wir versuchen unser Wertesystem dort zu integrieren. Unsere Art Demokratie ist dort oft nicht gewollt. Es bestimmt der Dorf -oder Sippenälteste. Der bekommt auch den Verdienst und verteilt ihn unter den Leuten. Es ist eine ganz andere Welt, mal paar "aufgeklärte" Leute in Kabul ausgenommen . Die letzten Jahre wurde es schlimmer und die Taliban erstarkten. Man wollte keine Änderung. Ich denke man muss total umdenken. Vielleicht hat Putin recht.
Die Demokratie in Europa ist auch nicht über Nacht entstanden. Die Trennung von Kirche und Staat ist eine Voraussetzung gewesen. Genau da haperts. Die Verquickung der islamischen Religon (und deren Auslegung) mit den Staaten ist die Hauptursache. Ich bin Christin und froh über die Trennung ( ab einen best. Punkt wird die Kirche zum Hemmschuh wenn sie staatstragend ist) . Unser Fehler in D. wir verkennen die Macht des Islam.

Schosszipfel

Die Amerikaner werden es vielleicht auch mal kapieren dass nicht die Russen sondern die religiösen Fanatiker ihr grösstes Problem sind.

Aber bis dahin wird es noch viele Opfer geben, denn aus der Vergangenheit haben sie ja noch nichts gelernt, siehe die Ablehnung mit Assad zu verhandeln.

Europa macht immer brav mit als ob sie keine eigene Meinung hätten, hoffen wir dass Europa auch mal erwachsen wird, denn nur wir haben das Flüchtlingsproblem.

Aber solange Merkel am Schosszipfel der Amerikaner hängt wird es nie gelingen.

Nur eine Zusammenarbeit mit den Russen wird zum Erfolg führen.

Informationsstand?

Nun, wenn der Kampf militärisch nicht zu gewinnen ist, Frage ich mich ob das eine neue Information ist? Wenn nicht dann muß ich wohl vermuten, dass der ganze Einsatz unter anderem der BW von vorn herein sinnlos war? IFalls das zutrifft Frage ich mich weiter, wie die Politik das den Angehörigen der dort gefallenen Soldaten erklärt. Ich mag mich irren, aber nach den jetzt vorliegenden Informationen klingt das nach Komplett Versagen unserer Politiker. Einmal mehr.

Wie jetzt?!

Weiss man das erst seit heute? Eigentlich war das doch schon von Anfang an klar!
Erklärt doch mal den Familien der gefallenen BW-Soldaten, warum diese Erkenntis erst jetzt öffentlich wird!

Und....

Und dafür mussten so viele Soldaten sterben. Ganz zu schweigen wie es den Angehörigen wohl jetzt ergeht, wenn sie diesen Artikel lesen.

Erinnerungen und Ausblick

Das Verhalten und die vorgebrachten Argumente erinnern an das Konzept der "Kinderläden" in Berlin.
Man wußte zwar damals nicht wie, aber man wollte die Kinder "Antautoritär" erziehen - kurzum: kein körperliches Eingreifen, höchsten mit Worten an die Einsicht appellierend.
Der Marsch der 68er durch die Institutionen ist gelungen und man hat sogar ein Kleintel aufbauen können, dass die gesellschaftliche Meinungs- und Handlungshoheit innehat.
Das Schlachtfeld "Kinderladen" ist heute die Welt mit seinen Krisenherden, doch besteht hier ein gewaltiger Unterschied: Diese "Kinder" sind bereits autoritär erzogen worden! Nicht nur Afghanistan ist dafür eines der Paradebeispiele!
Damit greift das Konzept des "Neulandes" nicht und es somit scheitern.
Wer nicht mehr bereit ist diese Wahrheit in dieser Welt zu sehen und seine freiheitlich, demokratischen Werte nicht verteidigt, wird sie an die verlieren, die sie mit Füßen treten!

Wann sehen wir es ein?

Wann sehen wir es ein?

Länder wie Afghanistan wird man nie befrieden können. Gerade Afghanistan mit seiner Geschichte zeigt es immer wieder, egal wer hier ankommt ist zum Scheitern verurteilt. Das mag an den "Stämmen" aber vor allem an den Stammesfürsten liegen. Diese wechseln ihre Meinung schneller als es der Gesprächspartner verstehen kann. Die Religion spielt auch eine wichtige Rolle, in Afghanistan für mich aber weiterhin zweitrangig.

Frau Woltersdorf beschreibt aber die Situation ganz gut. Allerdings hege ich nicht wie sie die Hoffnung das man mit Taliban sprechen kann und etwas erreicht. man hat schneller das Messer im Rücken als man denkt (sprichwörtlich gemeint).

Ähnlichkeiten sehe ich durchaus mit dem IS, die Strategie ist irgendwie vergleichbar, auch wenn man hier vordergründig den Glauben als Grund vorschiebt. Ob hier der Glaube wirklich ausschlaggebend ist, kann ich nicht beurteilen, denke aber eher als Ausrede. So wie es das Christentum auch sehr lange Zeit machte.

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