Kommentare

Einsicht zum Scheitern

von Russland lernen heisst siegen lernen, oder im Fall von Afghanistan auch verlieren.......wie ehrenhaft unsere Ziele dort auch sein mögen oder mochten, für die Menschen vor Ort gibt es scheinbar nichts schlimmeres als eine aufgezwungene Fremdherrschaft......das hat Russland auch schmerzlich lernen müssen und hilft nur noch dort wo auch Hilfe gewünscht ist......

Harald Kujat ist ja durchaus als 'links-lastig' bekannt ....

... aber mit der Aussage dass die bisherige Politik Deutschlands in Afghanistan gescheitert ist, hat er leider Recht. Das Problem ist dabei die Halbherzigkeit mit der Deutschland so ziemlich jede Aufgabenstellung angeht. Es gibt nur zwei Moeglichkeiten, entweder wie von Gruenen und Linkspartei gefordert sich komplett aus dem Konflikt heraushalten und die Menschen dort verrecken lassen oder reingehen und aufraeumen. Dann aber bitteschoen massiv ohne Ruecksicht auf Verluste und ohne auf den geistigen Ausfluss der gruen-linken Dauerkritiker zu hoeren.

Er hatte recht

Hat Gregor Gysi von Anfang an gesagt, dass wir dort nichts verloren haben. Wer hat daran verdient? - Na, die Waffenlobby und wer bezahlt den Scheis, na richtig der Steuerzahler. Man sollte endlich Politiker einsperren, die dafür verantwortlich sind.

SPD für einen Verbleib. Das

SPD für einen Verbleib.

Das sollte auf keinen Fall passieren.

"Wir" sind gescheitert,

weil "wir" von Anfang an nicht begreifen wollten, dass wir dort nichts zu suchen haben. Stattdessen wollte man endlich wieder mal militärische Großmacht spielen, koste es was es wolle, uns ja bloß einen Haufen Geld und ein paar leider tote Soldaten, dagegen aber zahllosen Afghanen das Leben und die Gesundheit. Und dass die Situation am Balkan, wie Herr Kujat meint, besser sei, muss man sich auch erst mal schöntrinken, angesichts der Entwicklung in Bosnien und im Kosovo.

SPD hat gelogen und lügt auch weiterhin!

Wer wollte die Demokratie am Hindukusch verteidigen. Das waren Struck und Genossen.
Sie haben das deutsche Volk betrogen, haben gelogen und deutsche Soldaten in den Tod getrieben. Ich schlage vor, die Kinder der Politiker, Verwandte, Bekannte und Freunde, all die waffenfähigen Männer der politischen Elite in die Kriegsgebiete zu schicken. Die Bundestagsabgeordneten würden keinen kriegerischen Einsatz mehr befürworten, wenn Schmerz und Leid sie selber trifft.

"Der SPD-Verteidigungsexperte

"Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold fordert eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Norden Afghanistans....... Man könne nicht zuschauen, wie die Taliban das Land überrennen würden."
Zitat TS
Kujat hat bereits seit längeren die Vorgehensweise der Westpolitik, auch in der Ukrainefrage, in Frage gestellt. Sogar ein "Springerblatt" brachte neulich Teile einer Denkschrift "keine Sicherheit ohne Russland" von u.a. Kujat und H.Teltschik.

Ganz klar ausgedrückt: Rot/Grün (Schröder/Fischer) haben uns in das Kriegsabenteuer Afghanistan geführt. Unvergessen die Worte von ExVertMin P.Struck: unsere Freiheit wird am Hindukusch verteidigt. Populär aber falsch. Genauso falsch wie die Forderung des SPD-Experten Arnold. Machen wir uns schon jetzt auf neue Destabilisierung und Flüchtlingsströme aus dem Hindukusch bereit.

Politik????

Man hätte gleich zu Hause bleiben sollen, siehe Somalia.

gescheitert

wie alles was diese regierung in die hand nimmt, gescheitert, ob es in afghanistan ist oder das flüchtlingsproblem oder ttip oder........

Schonungslose richtige Kritik

Harald Kujat hat mit seiner Kritik 100% den Kern getroffen. Hoffentlich beteiligen wir uns nicht mehr in dieser halbherzigen Form an solchen Unternehmungen. Richtig oder gar nicht. Dabei gäbe es wichtigeres zu tun hier vor der Haustür.

Unsere Freiheit wird eben nicht am Hindukusch

verteidigt. Selbst führende amerikanische Generäle
haben längst zugegeben, dass Al Qaida und Taliban
nicht das Gleiche sind. Die eigene Brut Al Qaida hatte
eben nur eine Gemeinsamkeit mit den Taliban, ein islamistisches Emirat Afghanistan zu gründen, was
auch durch Saudi-Arabien !!! anerkannt wurde.
Massoud, der einzige seriöse afghanische Gegenspieler
wurde zwei Tage vor 9/11 (2001) ermordet, nachdem er zuvor vor einem großen Terroranschlag in den USA gewarnt hatte.
Die USA handelten nicht, sondern warteten den 9.11. ab,
um seitdem Afghanistan zu besetzen.
Die "Friedensmission " ist nach fast 15 Jahren Krieg mit
unzähligen getöteten Afghanen gescheitert. Die Taliban kommen zurück und Europa kümmert sich um die
Kriegsflüchtlinge.
Afghanistan ist heute wieder Drogenexportland Nr. 1
der Welt, wenigstens das wird sich unter den Taliban ändern. Die hatten den Drogenhandel radikal bekämpft.
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die weltweiten
Rundumschläge der USA gestoppt werd

Scheitern

Scheitern ist immer auch als Chance zu verstehen. Beim nächsten Mal wird alles besser. Man konnte ja viel lernen in diesem Krieg (war doch jetzt auch offiziell Krieg oder?). Vielleicht mal in einem anderen Land versuchen, Syrien braucht dringend Schulen und Brunnen. Wird schon.

Es zählen Ergebnisse, und nur

Es zählen Ergebnisse, und nur die. Und diese sollten Deutschland nutzen.
Also was kann man zählbares vorzeigen ?
Da kommt auch das Kosten-Nutzen Thema auf den Tisch.
Es gab Zeiten, da würden Köpfe rollen und wir bräuchten eine neue Regierung in Berlin.
Und Merkel ist wieder dabei .

Ein Scherbenhaufen

Es war von Anfang ein Fehler dort hinzugehen.
Und dann wurde es auch noch völlig falsch und unprofessionell durchgeführt. Wohlgemerkt von einer blauäugigen politischen Führung.
Nun stehen wir vor einem Scherbenhaufen, ist das Scheitern offensichtlich.
Alle Mühen, alle Toten und Verwundeten - umsonst.
Es wird Zeit, daß wir endgültig und bald abziehen u.a. damit es nicht noch mehr Verluste gibt.

@montideluxe man konnte dort nur verlieren

auch ihre Hau-Drauf-Variante funktionierte nicht. Die UDSSR und auch die VSA hielten drauf jeweils über 10 Jahre.

Wie Heinersohn sagt, 1 NATO Soldaten stehen jährlich 10 neue Wehrfähige Afghanen gegenüber. Da kann man nicht gewinnen.

Weil ein Saudi sich dort versteckte...eigentlich in Pakistan ..... wurden 100K+ Menschen getötet und ca das doppelte an Flüchtlingen kommt nun zu uns.

Zeit mit Russland

in Arghanistan war eine gute Zeit, die Menschen lebten in einer Zeit, wo z.B. auch die Mädchen in die Schule gehen und auch Frauen studieren konnten, was vorher unmöglich war. Nach der "Befreiung" durch die USA wurde leider nichts besser, wie man sieht.

Die afghanische Tragödie

Kann man das noch verantworten. Erst jahrelang die Sowjets, dann die Amis und dann auch noch einige europäische Staaten.
Was hat das ganze denn gebracht? Hass, viele Tote aller Beteiligten, viel verbranntes Geld, Hunger und Elend und jetzt auch noch jede Menge Flüchtlinge Richtung Deutschland. Afghanistan ist der Spielball der Großmächte und das Rückzugsgebiet der islamischen Fanatiker. Es wird höchste Zeit, dass wir aus diesen Krieg endlich aussteigen. Wahrscheinlich wird der IS seine verhängnisvolle Macht in Afghanistan festigen und ein weiterer Player sein.
Der lang vorausgesagte Kampf zwischen dem Islam und dem Abendland wird in seine entscheidende Phase treten. Wir haben hier nur eine Chance wenn Russland, China, Europa und die USA gemeinsam dagegen handeln.

16:41 von montideluxe

"Harald Kujat ist ja durchaus als 'links-lastig' bekannt ...."
Zitat 1
Na ja, auch eine Ansicht.

" ..... den geistigen Ausfluss der gruen-linken Dauerkritiker ...."
Zitat 2
Diskriminierender und unsachlicher geht's nimmer.

Aber Sie sehen an dem Beispiel Afghanistan zumindest ein, dass nicht nur der Krieg in diesem Land zu nichts geführt hat, sondern die gesamte westliche Politik in Nah-Ost ein Irrweg war und noch ist.
Wir stimmen komplett überein: so schnell raus, wie nur möglich.

@ Franz Graumann

Sie irren, was die angebliche aufgezwungene Fremdherrschaft angeht. Viele Afghanen sind froh, dass die Bundeswehr bei ihnen ist. Und, im Prinzip ist es den Leuten egal, von wem sie regiert werden, so lange es ihnen gut geht.
Afghanistan musste scheitern, weil die meisten Hilfsgelder der Korruption zum Opfer fielen. Statt die Organisation derer selbst in die Hand zu nehmen, haben sie die Gelder an Karsai und Warlords übergeben, in der blauäugigen Hoffnung, dass kein Missbrauch betrieben wird. Wie kann man nur so naiv sein?

vortgesetzter Selbstbetrug des Westens

Afghanistan ist ein Desaster made by NATO.
Jede Verharmlosung dieser Tatsache oder Rechtfertigung des ganzen Einsatzes ist nichts anderes als vortgesetzter Selbstbetrug des Westens.

Für eine Mandatsverlängerung

Dass die Taliban wieder vorrücken, liegt wohl eher an der Konzeptlosigkeit der Menschen in diesem Land, der Unfähigkeit, in ihrem Land einen demokratischen Staat zu organisieren, die Menschen dort müssen befähigt werden, ihre Vision zur ihrer Demokratie zu entwickeln, es kann doch nicht sein, dass ein Paar fanatisierte Gruppierungen immer wieder Erfolge verzeichnen können, was können wir von ihnen "lernen" ? Zielstrebigkeit !!! Ein Nichteinmischen wäre fatal, denn dann haben wir bald die gleiche Situation wie in Syrien, die Zivilisten hoffen auf ein schönes Leben in Europa und haben überhaupt keine Motivation und Befähigung, ihr Land aufzubauen und zu gestalten und tragen ihre fehlende Konfliktfähigkeit auch in unsere Breiten aus; es wird Zeit, dass es hier weitergehen muss in der Entwicklung dieser Länder zu einer Demokratie nach einer Stabilisierung/Frieden; dass Menschen sterben ist immer leidvoll, ist jedoch ursächlich in den Fanatikern, die sie zwangsläufig importieren werden

@Franz.Graumann

"für die Menschen vor Ort gibt es scheinbar nichts schlimmeres als eine aufgezwungene Fremdherrschaft......"

Das ist Unsinn. In Afganistan konkurrieren verschiedene Warlords mit ihren Milizen gegen die Taliban, gegen Al Quaida, gegen Kämpfer die sich dem IS zugehörig fühlen, gegen kriminelle , gut organisierte Schmugglerbanden und auch gegen zum Teil korruppte Regierungstruppen.

All diese Gruppen haben Unterstützung aus dem Ausland, sei es die NATO, Pakistan, Tatschikistan, Iran, Tschetschenien und auch Russland. Daher ist für jede dieser Gruppen Nachschub sicher.

Nicht die Bevölkerung kämpft hier gegen Fremdherrschaft, wie Sie suggerieren, sondern die Bevölkerung leidet unter der Konkurrenz oben genannter Gruppen und Banden.

Eigentlich schade, dass Parteizugehörigkeit

ein klares Denken verhindert. Eine Aussage von jemandem gleich danach zu bewerten ob er "links-lastig" ist meiner Meinung nach einfach daneben. Dass wir uns in diesen Konflikt eingemischt haben war auch für mich nicht verständlich, und der Satz vom damaligen Verteidigungsminister, am Hindukusch würde die Freiheit verteidigt war einfach schlicht daneben. Hätte er gesagt, wir laufen der USA hinterher hätte das eher den Tatsachen entsprochen. Ein Land mit einer unehrlichen Führung und Rebellen kann man nur dann befrieden wenn man systematisch qm für qm säubert. Das in einem solchen bergigen Land? Nur Abenteurer und Gutmenschen konnten sich auf so eine Tour einlassen. Die Quittung werden wir erhalten wenn alle die, die das deutsche Militär unterstütz haben nun flüchten müssen. Unsere Politiker würden gut daran tun nicht nur mit dem Herzen sondern auch mit dem Verstand Entscheidungen herbei zu führen.

Darstellung: