Kommentare

Da bahnt sich das nächste Desaster an.

Nach unserem Geld für Griechenland. Oder besser Muttis Banken.

Nach dem Beginn einer Milliardenschweren Liaison über die nächsten Jahre mit Flüchtlinge aufnehmen, unterbringen, integrieren. Weil Mutti nicht rechtzeitig vor Ort helfen wollte, nicht rechtzeitig vordenken wollte.

Steht die nächste Kostenfalle vor uns.

Frankreich wird nicht die selbe Hilfe wie Griechenland brauchen.

Aber durch Umschichtungen in der EU, ausgeweitete Defizite, ev. deutsche Haftungskredite um die Zinsaufnahme für Frankreich niedrig zu halten - wird uns Frakreich jetzt auch etwas kosten.

Wetten?

Und das Beste daran: auch die Franzosen lieben uns deutsche nicht so recht. Wenn wir uns selber so ehrlich genug sind, uns das einzugestehen.

Am meisten Zuneigung in ganz Europa, bekommen wir Deutsche im Augenblick von den syrischen Flüchtlingen.

Irgendwie schräg, oder?

Herabstufung ist ok

Frankreich hat unter der sozialistischen Regierung viele finanzpolitische Fehler gemacht, ähnlich wie Griechenland. Daher geht die Abstufung sachlich in Ordnung.

Portugal zeigt uns aber, wie sinnvoll man die europäische Solidarität des Rettungsschirms gewinnbringend und zur Stützung der Stabilität nutzen kann.

@00:48 von Mediendienst

"Nach unserem Geld für Griechenland. Oder besser Muttis Banken."
Unser Geld? Von wegen Deutschland hat doch nix über gehabt, das ist auch bloß geliehen...
Und bis jetzt hat Deutschland üppig daran verdient.

Oh, nein,

die Ökognomen schlagen zurück. Frankreich hat finanzielle Probleme, JA, aber ist dennoch für Investoren interessant. Gleiches gilt für Deutschland.

Wie kann man Ratingagenturen vertrauen, die den USA und der BRD Bestnoten zusichern? Werden bei der Bewertung die Schulden eines Staates nicht berücksichtigt? Ja, doch, bei Griechenland hat man Schulden zur Bewertung herangezogen. Warum nicht bei allen Staaten? Die chinesische Ratingagentur 'Dagong' bewertet sehr viel realistischer.

Die Frage ist ob man seine

Die Frage ist ob man seine Schulden tragen kann oder nicht. Deutschland und die USA können es, Griechenland nicht.

Nicht nur US-Agenturen!

Meines Erachtens dürfen wir Europäer uns nicht damit abfinden, dass der Markt für Bonitätsbewertungsagenturen derzeit von drei US-Unternehmen mit Sitz in New York City dominiert wird.
Bewertungen sind immer auch von subjektiven Wertungen und Prognosen geprägt - und bei diesen spielt der kulturelle Hintergrund eine erhebliche Rolle. Außerdem gibt es in den USA erhebliche Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik, sodass auch eine politische Einflussnahme auf die Ratings nicht auszuschließen ist.
Daher wünsche ich mir dringend Berichte über die Bewertungen der (derzeit einzigen anerkannten) europäischen Rating-Agentur Euler Hermes oder der chinesischen Dagong Global.
Die Amerikaner tun gerne freundlich und weltoffen, verfolgen aber letztlich knallhart ihre eigenen Interessen!

Bewertung Deutschlands inkl. Kommunen

Mich interessiert eine realistische Bewertung der Bundesrepublik, bei der die Verschuldung der Kommunen MIT ihren jeweiligen Eigenbetrieben berücksichtigt wird. Da werden über kommunale Tochterfirmen nämlich sehr gern die Schulden versteckt.

Nicht üppig

um 01:13 von Kopfschmerz11:
"Und bis jetzt hat Deutschland üppig daran verdient."

Es klingt fast so, als habe Deutschland an den griechischen Krediten verdient. Dem ist aber nicht so, die Zinsen für Griechenland sind gemessen an seiner fehlenden Bonität deutlich unter Marktniveau. Für seine Gesamtverschuldung zahlt Griechenland durch die Hilfsprogramme durchschnittlich weniger (2,4%), als Deutschland (2,7%).

Eindeutige Präferenz

um 01:26 von Gnom:
"Die chinesische Ratingagentur 'Dagong' bewertet sehr viel realistischer."

Es steht jedem Europäer oder Amerikaner frei, sein Geld in China anzulegen.

01:26 von Gnom

"Werden bei der Bewertung die Schulden eines Staates nicht berücksichtigt? Ja, doch, bei Griechenland hat man Schulden zur Bewertung herangezogen. "

Selbstverständlich werden die Schulden berücksichtigt. Allerdings geht es nicht nur um absolute Zahlen, sondern um die jeweilige Fähigkeit, diese zu bedienen. Frankreich will momentan nicht so recht in die Gänge kommen und erhöht derzeit seinen Schuldenstand, ohne Wachstum entgegenzusetzen, und das wird eben angekreidet.

"Die chinesische Ratingagentur 'Dagong' bewertet sehr viel realistischer."

Das mögen SIE vielleicht so sehen, aber die meisten Investoren weltweit vertrauen wohl eher auf Moodys, S&P, Fitch usw. Außerdem wäre wohl eine Begründung angebracht, die alleinige Aussage, Dagong sei "realistischer", ist ohne Kontext ziemlich wertlos.

Viel bemerkenswerter ist dagegen die Einschätzung zu Portugal, wird doch pausenlos erzählt, Sparen und Reformen seien der falsche Weg...

Tatsächlich nicht nur US-Agenturen!

um 01:38 von Martinus:
"Nicht nur US-Agenturen!
Meines Erachtens dürfen wir Europäer uns nicht damit abfinden, dass der Markt für Bonitätsbewertungsagenturen derzeit von drei US-Unternehmen mit Sitz in New York City dominiert wird.

Eine der drei Agenturen hat ihren Sitz in New York und London und ist im Mehrheitsbesitz eines französischen Unternehmens.

Frankreichs Bonität

Frankreich gehört zu den Gründungsmitgliedern der EU. Es tut mir leid, dass F sich so elendig runtergewirtschaftet und verschuldet hat, wer auch immer dort dafür verantwortlich zu machen ist.
Hoffentlich kriegt F sich noch einmal ein und tut etwas !
Ich hoffe nicht, dass F in einem solchen wirtschaftlichen Elend versinkt, wie Griechenland o.ä.
Ansonsten bleibt es dabei:
Ich verstehe nicht, dass irgendeine Ratingagentur, welche ja auch NUR ein Wirtschaftsunternehmen ist, irgendein Land der Erde wirtschaftlich beurteilen und einstufen kann und darf und damit jemanden oder ein Land in Misskredit bringen kann und darf !
Die sollen in USA doch erst einmal ihre eigene Wirtschaft in Ordnung bringen.
Es ist eine Unverschämtheit, dass irgendein US-Wirtschaftsunternehmen hier in Europa wirtschaftlich jemanden diskreditieren darf ! Müsste einfach ignoriert werden und zwar von allen Ländern und Banken !

sagt wer?

"Und das Beste daran: auch die Franzosen lieben uns deutsche nicht so recht."

Woran macht man das fest? Meine Erfahrungen mit Franzosen in jüngerer Zeit besagen übrigens eher das Gegenteil. Nicht, dass es irgendeine Rolle spielen würde für den Sachverhalt. Muss man sich lieben? Sich respektieren ist unter Staaten deutlich wichtiger.

um 01:26 von Gnom

"Die chinesische Ratingagentur 'Dagong' bewertet sehr viel realistischer."

Ach wirklich? Wie wird Frankreich denn von Dagong bewertet? Oder war das mehr eine Vermutung?

um 02:08 von Liane8151

"Ich verstehe nicht, dass irgendeine Ratingagentur, welche ja auch NUR ein Wirtschaftsunternehmen ist, irgendein Land der Erde wirtschaftlich beurteilen und einstufen kann ..."

Warum nicht? Sie müssen sich ja genauso wenig wie beim Autotest an die Beurteilung halten. Sie können Ihr Geld nach wie vor in französischen Staatsanleihen anlegen.
Ich besitze welche und mache mir wenig Sorgen um die Tilgung in 25 Jahren.

um 00:48 von Mediendienst

"Und das Beste daran: auch die Franzosen lieben uns deutsche nicht so recht. Wenn wir uns selber so ehrlich genug sind, uns das einzugestehen."

Es gibt wenige Länder mit einem so intensiven persönlichen Austausch auf der Ebene der Bürger, der Schulklassen, der Kultur, der Wirtschaft, der Wissenschaft und Universitäten, ... wie Deutschland und Frankreich. Aber gut, man findet natürlich auch mal ein Haar in der Suppe, wenn man sucht.

Schau schau, Portugal!

Wollte man uns im Rahmen des Griechenland-Desasters nicht permanent weismachen, dass die Sparpolitik zum Ruin führe?

Portugal hat seine Kredite vorzeitig zurückgezahlt und weist jetzt vorsichtig optimistische Wirtschaftsprognosen auf.

Disziplin zahlt sich halt immer aus.

um 01:51 von JVA Butzbach

"Es klingt fast so, als habe Deutschland an den griechischen Krediten verdient."
Deutschland HAT an Griechenland (und der Krise) verdient. Schon nur deshalb, weil es die absolut gesehen höchste Verschuldung hat und damit auch am meisten von dem niedrigen Zinsniveau profitiert. Von den gut geschmierten Geschäften z. B. im militärischen Bereich ganz zu schweigen.

um 02:51 von telemark

"Schau schau, Portugal! (...) Disziplin zahlt sich halt immer aus."
Wie im Fall von Spanien sind das leere Behauptungen. Die Arbeitslosigkeit ist trotz hoher Abwanderungszahlen nach wie vor stratosphärisch. Es dürfte schwerfallen, auch nur einen einzigen Durchschnittsportugiesen zu finden, der ihnen zustimmen würde.

um 03:08 von pnyx

An dem niedrigen Zinsniveau, an dem Deutschland Ihrer Meinung nach am stärksten profitiert, hat das kleine Griechenland nur einen verschwindenden Anteil. Die Fed hat da viel mehr zu sagen und das Zinsniveau ist einfach weltweit historisch niedrig. Griechenland selbst profitiert anteilig übrigens genau so viel wie Deutschland.

@pnyx

Hallo ?!?
Dass man so vielen Jahren Misswirtschaft und Verschuldung in den Ländern Irland, Portugal, Spanien etc., nicht von heut' auf morgen erstklassige Zahlen vorweisen kann, ist wohl verständlich. Ich bin jedoch der Meinung, dass diese winzigen Wachstumszahlen beachtet werden müssten. Von endlosem Wachstum, wie in DE von verschiedenen Politikern gefordert, halte ich eh' nicht viel ... Alles muss einen vernünftigen Mittelweg finden. Dann ist das Zusammenleben der Völker auch einfacher. In unserem Land ist nicht alles perfekt, trotzdem möchte ich keinem anderen Land leben.
Lassen wir also den wachsenden Wirtschaften in Portugal, Spanien und Irland Zeit, sich zu entwickeln ... dann werden auch die dortigen Arbeitslosenzahlen sich erholen !
In der Ruhe liegt die Kraft !

um 03:43 von Liane8151

"In der Ruhe liegt die Kraft !"
Dagegen würde ich nichts sagen, aber mit Sparen, dazu noch hauptsächlich auf Kosten von Otto Normalo, ist noch keine gestrauchelte Volkswirtschaft wieder auf die Beine gekommen. Es wird immer mal wieder gesagt, eine Volkswirtschaft lasse sich nicht mit der sprichwörtlichen schwäbischen Hausfrau vergleichen. Das stimmt natürlich, aber nicht mal die schwäbische Hausfrau kommt nach einer Insolvenz nur durch Sparen wieder hoch. Im Konkursverfahren wird jeweils ein Teil der Schulden abgeschüttelt. Auf der Ebene der Staaten gibt es kein geordnetes Konkursverfahren. Die einzige Möglichkeit, viel zu hohe Schulden loszuwerden, ist eine zünftige Inflation, mithin eine Volksenteignung. Es werden also Leute belastet, die gar nicht für die Schulden verantwortlich sind. Keine gute Voraussetzung für kraftspendende Ruhe.

Wollten die Europäer nicht

Wollten die Europäer nicht mal eine eigen Rating-Agentur etablieren, um nicht immer auf die Ratings der amerikanischen Agenturen angewiesen zu sein?
War wohl nicht so wichtig, oder ging da was an mir vorbei?

Portugal, Spanien, Frankreich

Weder Portugal noch Spanien haben den Turnaround geschafft. Die Schulsysteme sind entlehrert, massenhafte Armut wird mühsam durch private Hilfen gemildert.

Tausende Migranten haben ihr Erspartes vollständig verloren ( BES, Banco Novo).

Privatkredite in Zigmilliardenhöhe sind auf der Kippe.

Die Wirklichkeit ist meist nicht das, was in TS oder der Zeitung steht. Die Einschätzung der Ratingagenturen ist für Großinvestoren und Spekulanten gemacht, nicht für Dich und mich.

Europa sollte die Abwertung

Europa sollte die Abwertung beim Rating für Frankreich auf meinen Fall ignorieren und zur Tagesordnung über gehen. Schließlich haben Frankreich und Deutschland gemeinsam die EU stabilisiert. Verliert Frankreich jetzt auch nur einen Teil seiner Wirtschaftskraft, dann wird Deutschland alleine es nicht schaffen die nächste Krise des Euro zu beherrschen. Oder glaubt auch hier jemand wir schaffen das?

Nachdenken statt über Agenturen schimpfen

um 08:06 von DD1962:
"Europa sollte die Abwertung beim Rating für Frankreich auf meinen Fall ignorieren und zur Tagesordnung über gehen."

Ignoranz wäre aber nicht sehr klug. Nein Europa und insbesondere Frankreich sollte sich längst mal Gedanken machen, wie man die Schulden reduziert oder wenigstens mal nicht weiter ansteigen lässt (Stichwort schwarze Null).

Das Problem ist nicht der Bote ...

... sondern die Nachricht.

um 06:24 von 8k14:
"Wollten die Europäer nicht mal eine eigen Rating-Agentur etablieren, um nicht immer auf die Ratings der amerikanischen Agenturen angewiesen zu sein?"

Das Problem ist nicht das Rating, das Problem sind die Zahlen, die dahinter stehen. Und die könnte man aus Paris oder Frankfurt genau so sehen, wie aus New York, wenn man ehrlich wäre.

Frankreich hat nun mal zu wenig Wachstum, zu wenig Ideen, zu viele Arbeitslose und zu viele Schulden. Soll ein europäisches Rating das vielleicht ein wenig schönfärben? Lieber nicht.

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