Ihre Meinung zu: Interview nach Sondergipfel: "Ein Grexit Light ist vorstellbar"

8. Juli 2015 - 13:41 Uhr

Griechenland hat mehrere Optionen in der Hand - davon ist Volkswirt Thomas Mayer überzeugt. Im Interview mit tagesschau.de erklärt er, was er unter einem "Grexit Light" versteht und woran die Euro-Zone seiner Meinung nach zerbrechen könnte.

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Kommentare

Das ist doch nur Getue

Tsipras lässt sich im EU-Parlament von seinen Anhängern feiern, die dann auch noch mit OXI-Fähnchen wedeln. Wie peinlich ist das denn.

Darüber hinaus hat er außer einer Rede mit Allgemeinplätzen keine konkreten Ansätze zur Lösung zu bieten. Was hat der Mann die ganze Woche gemacht?

Sparen ist auch nicht ganz arg sinnvoll

Durch Sparen wird die Wirtschaft nicht aufgebaut. Da hat Tsipras voll recht. Wenn das Geld der EU aber sofort ausgegeben wird für den privaten Konsum dann wird die Wirtschaft auch nicht aufgebaut. Davon profitieren höchstens die Händler und Restaurants aber die Wirtschaft kommt nur in Schwung wenn das Geld nicht für den Konsum sondern für Investitionen in Produktionsstätten verwendet wird. Und genau daran hat es immer gefehlt. Das kann aber die EU nicht für Griechenland lösen. Das ist wie so vieles bei der ganzen Griechenlandfrage ein Innenpolitisches Thema der Griechen selbst!

Endlich mal ein gutes Interview

Danke für die realistische Einschtäzung

Grexit Light

Light ist immer Mist.
Egal ob bei Milch, Joguhrt Käse oder Wurst.
Bei Light fehlt etwas.
Das heißt, die wichtigen guten sachen fehlen oder werden entzogen.

Entweder / oder - bitte.
Aber nicht so ein dahingewurschtel.

Und wenn die Eurozone zerbricht, mir ist es recht.
Mich hat ja auch niemand gefragt, ob ich den Euro wollte.

Was soll das ganze Fachsimpeln?

Wenn aus einem Gefäß immer mehr ausgegossen wird dann ist es irgendwann lehr.
Alle Länder die nicht mehr exportieren als sie Importieren, oder mindestens +-0 ausgehen werden auf kurz oder lang im Euroraum pleite sein.
Die Arbeitslosenquote derer enorm hoch sein usw., so wie wir es z.Z. bei fast allen Mittelmeer-Anrainern sehen.
Menschen mit Ahnung und Weitsicht sahen das schon vor 17 Jahren und die ohne Ahnung stimmten so wie es ihnen angeordnet wurde von den Lobbyvertretern, oder?!
Die müsst ihr immer weiter wählen das ist wie mit der Platte von Karl Dall!!

Grexit Light

Auf Disziplin in Griechenland zu hoffen ist
doch mehr als blauaeugig.
Das Volk dort hat abgestimmt, dass es keine
Reformen will. Dann sollte es auch mit dem
was es hat wirtschaften.
Es hat keinen Zweck das zu finanzieren.
Und Grexit light ist auch nur so ein
Gerede. Die Eurozone braucht Griechenland nicht. Es gibt nur ein politisches Intresse an
Griechenland, kein wirtschaftliches.
Wenn Griechenland so weitermachen darf
und Geld dafuer bekommt, sollte Deutschlan die DM wieder einfuehren.

Logik?

" Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft darauf, Hilfe zu seinen Bedingungen zu bekommen. Diesem Ziel ist er schon recht nahe gekommen. Vor allem zeichnet sich ab, dass das Lager der Gläubiger sich aufspaltet."

Wenn die Länder der Eurozone nur einstimmig beschließen können, was nützt es dann Tsipras, wenn das Lager der Gläubiger sich aufspaltet?

Disziplin und Griechen in einem Satz??!!

... es trifft den Punkt genau, denn wenn die Griechen diszipliniert mit den vorhandenen Euros umgehen würden wäre alles gut, der Staat hätte ja dann auch nicht so viel Schulden. Aber entscheidender ist der Unterschied, dass die Griechen eben den "Bargeld" Euro nicht mehr auf die Banken bringen und lieber ins Ausland schaffen, weil die Angst da ist das er auf der Bank weg ist und diese Gefahr steigt ja momentan, daher ist ein Vergleich mit Montenegro nicht statthaft.
Durch die Schieflage der Banken gibt es kein zurück mehr und dafür trägt nur Tsipras durch seine Hinhaltetaktik die Verantwortung.

@IA - um 14:00

Ihr Zitat:

"""Wenn Griechenland so weitermachen darf
und Geld dafuer bekommt, sollte Deutschland die DM wieder einführen."""

trifft es genau.

100% Zustimmung.

Danke...

... an Frau Ute Welty (tagesschau.de) = klare Fragen, und an Herrn Thomas Mayer (Flossbach von Storch Research Institute) = klare Antworten.

Gefahr im Anzug - Was will die griechische Regierung?

Sie will, und muß wohl auch, einen großen Haufen Geld beschaffen an dem sich Ihr Klientel satt fressen kann.

Dabei ist Ihr egal was mit der griechischen Bevölkerung passiert - ja sogar im Gegenteil - Sie braucht die medienwirksame Zündelei und auch Tote - z. B. deutsche Touristen - sind nicht schlecht.

Wenn es nicht anders geht - also frisches Geld aus Euro- und EU-Töpfen, dann über humanitäre Katastrophe. Herr Schulz ist Ihr schon auf den Leim gegangen.

Nur so ergibt sich ein Sinn der griechischen Verhandlungsmethode - wir haben es jetzt immerhin mit dem 2. Wirtschaftsprofessor, einem Mitglied des ZK von Syriza zu tun. Diese Regierung hat einen Plan.

Sie glauben mir nicht, dann empfehle ich Ihnen den Beitrag der Heute Redaktion Interview von Prof. Heinz A. Richter durch Katharina Sperber.

Haben Sie verstanden worum es beim letzten Gaza-Krieg ging? Der Hamas waren die Spender ausgegangen, also mußte gezündelt werden um zu frischem Geld zu kommen - je mehr Tote um so besser.

Ein Grexit light wäre auf lange Sicht gesehen

nicht nur für Griechenland ,das Beste.
Wenn auch zunächst mit noch grösseren Schwierigkeiten versehen.
Es wäre gezwungen,wegen der Wechselkursproblematik ,sich mehr auf eigene Füsse zu stellen. Das kann Kräfte freisetzen, denen man sich selber(noch) nicht bewusst ist. Lebensmittel müssten im eigenen Land erzeugt werden,was auch eine verarbeitende Lebensmittelindustrie nach sich ziehen würde. Der Tourismus würde profitieren.Es müsste darüber nachdenken,wie machen wir unsere Energieversorgung effizenter.Gilt insbesonders für die vielen Inseln. Tja ,und auf den Gedanken Steuern, Kataster usw werden sie inzwischen selbst schon gekommen sein.
Die Eigenständigkeit bedeutet,es kann exportieren wohin es will.Im Gegenzug wird die RF es zulassen,landwirtschaftliche Produkte aus GR zu importieren.
Die Chancen sind da,also sollt man sie nutzen.
Auch wenn der Anfang mehr als schwierig wird.
Den Preis der politischen Unabhängigkeit sollte man zahlen.

@emil:zuschauen allein genügt nicht, frau sommer

1Gysi hat es 98 vorausgesagt,der Mann Ahnung hat.
2.Es ist besser für T.wenn die EU zugibt das der € nichts für Grld Ist als wenn er den schwarzen Peter übernimmt.
3.Den Griechen werden noch so einige folgen&dann heißt es entweder die meisten Banken/Spekulanten gehen Pleite oder alle Normalbürger der EU.
Der € ist eh so konzipiert das sich nur Exportländer darin halten können&die Länder die nicht überproportional exportieren sich damit ihre eigene Infrastruktur zerstören(es geht halt immer mehr raus als reinkommt)doch am Ende erreicht die Zerstörung auch die Exportländer da diese denen Kredite gegeben haben über die Absicherung durch ihre eigene Bevölkerung,so was aber auch. Alle sind dann mittellos,nur die Heuschrecken die uns Politiker lenken ziehen weiter"
85%der Leser hier werden betroffen sein.
95%der Wähler der letzten Regierungen.
Wo sind die Straßenaufstände,Generalstreiks?

Ach so,erst dann wenn sie betroffen SIND?
Das hatten wir schon,damit kennen wir uns aus,dann is ja gut.

ELA - auf den Kopf getroffen

Insbesondere die Ausführungen über die ELA´s von Herrn Mayer sollten sehr intensiv diskutiert werden: Das Griechenland gerade vor dem Hintergrund der drohenden Staatspleite in sehr kurzer Zeit 90 Mrd. € Kreditschöpfung dieser Art erlangen konnte, ist für mich unfaßbar!
Noch einmal Herr Mayer zitiert: Tsipras weist die griechische Staatsbank an, diese nicht an die EZB zurückzuführen, klingt unglaublich.
Während in den Sitzungsälen und Interviews auf "time" gespielt wurde, liefen hier ungeheure Summen auf, die einen Grexit politisch nahezu unbezahlbar machen. Begründung der EZB: Man wolle keine Politik betreiben. Aber, was ist es denn anderes? Wenn der Politik faktisch kaum noch Handlungsspielraum durch ungebremste ELA-Vergaben verbleibt? Die Werthaltigkeit der ELAs besteht alleine in der Verläßlichkeit der jeweiligen Staatsbank.
Das Thema muss gelöst werden! Unvorstellbar, wenn demnächst in Frankreich der Front National regiert und ähnlich desaströs mit der EU umginge.

Klarstellung der Fakten

Ich denke, man muss doch einige Fakten einmal zusammenstellen, da meiner Meinung nach die öffentliche Meinung zur Zeit sehr einseitig und teilweise unfair ist:
1) Griechenland hat Jahrzehntelang über seine Verhältniss gelebt
2) die jetzige Regierung hat diese Schulden nicht gemacht, dies geschah in den letzen jahrzehnen durch Schwesterparteien unserer Partein mit dem C unter Wohlwollen der Banken und der EU
3) die Griechen haben bislang nicht unendlich viele Milliarden bekommen, sondern das Geld wurde zu mehr als 70% für die Rückzahlung von Altschulden verwand
4) ein grosser Teil der Milliarden dient nur als Garantie, da die EU die Schulden von Banken übernommen hat, die vorher daran gut verdient haben
5) die Griechen haben in den letzten 5 Jahren Sparmassnahmen hingenommen, zu denen bei uns kaum jemand bereit wäre
6) die Massnahmen der letzten 5 jahren haben in Griechenland die Kriese verschärft und nicht gelindert
Es ist Zeit, auch einmal etwas Verständnis für Griechenland zu haben!

@14:03 von karwandler

>>
Logik?

" Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft darauf, Hilfe zu seinen Bedingungen zu bekommen. Diesem Ziel ist er schon recht nahe gekommen. Vor allem zeichnet sich ab, dass das Lager der Gläubiger sich aufspaltet."

Wenn die Länder der Eurozone nur einstimmig beschließen können, was nützt es dann Tsipras, wenn das Lager der Gläubiger sich aufspaltet?
<<

Das weiss der Herr Mayer auch. Aber sehen Sie, wenn man etwas fuer linke Ideologie ueber hat ist die Wahrscheinlichkeit hoch dass man eine Spaltung der EU wohlwollend in Kauf nimmt, wuerde das doch den boesen, boesen Kapitalismus einen schweren Schlag versetzen. Boese Zungen behaupten dass genau das Sinn und Zweck dieser Aktion ist und die Griechen von den internationalen Linken zum Bauernopfer im Kampf gegen den Kapitalismus gemacht werden sollen.

Laut "Le Figaro" trauen mehr Franzosen Merkel als Hollande

eine vernünftige Lösung der Krise zu.

Hollande hat die eigene Wirtschaft und die Linksradikalen in seinem politischen Lager nicht im Griff .

Nach den nächsten Wahlen wird er nicht mehr Präsident sein. Sein unheilvoller Einfluss auf Europa sollte gestoppt werden.

Vorgänger und wohl Nachfolger Sarkozy, Enkel eines Griechen, ist für einen Grexit, wenn notwendig.

Nicht nur Montenegro

hat den Euro ohne an irgendwelchen Entscheidungen beteiligt zu sein. Auch der Kosovo hat ihn, in Bosnien ist er nahezu einzige Währung, denn die dortige "Marka" akzeptiert man zum Teil nicht mal in Läden. Soetwas ist auch weltweit üblich: Panama hat fast 100 Jahre den US-Dollar als Staatswährung gehabt, fast alle Kleinstaaten des Pazifiks haben als Währung den Dollar. Den der USA, Neu-Seelands oder Australiens. Somit kann auch Griechenland unproblematisch den Euro behalten und aus der Euro-Währungsgruppe ausscheiden. Nur: Das löst weder das Schuldenproblem noch den überbordenden öffentlichen Dienst, kein Loch im Staatshaushalt wird dadurch gestopft noch die maßlosen Militärausgaben des Landes reduziert. Reformiert werden muß dann trotzdem.

Interview nach Sondergipfel.......

Wenn es diese Austeritätsprogramme der letzten Jahre nicht gegeben hätte,stände die griechische Ökonomie besser da und bräuchte kein Geld aus dem ESM.
Die Programme der letzten Jahre widersprechen außerdem allen ökonomischen Lehren,sie haben in einer Abwärtsspirale die kaufkräftige Nachfrage reduziert.Und übrigens auch den meisten Ökonomen und Volkswirtschaftlern in der Geschichte von Keynes bis Eucken.

Was könnten die Auswege sein ? Argentinien hat sich etwa um das Jahr 2000 dem Druck und Diktat aus dem Norden entzogen.

Am 08. Juli 2015 um 14:24 von baumgart67

Danke für ihr Post. Zeigt es doch, dass es noch Mitforisten gibt, die zwischen den Ohren nicht nur Bildschlagzeilen beherbergen.
Leider sind wir in der Minderzahl..

@14:03 von karwandler

>>
Wenn die Länder der Eurozone nur einstimmig beschließen können, was nützt es dann Tsipras, wenn das Lager der Gläubiger sich aufspaltet?
<<

Wenn die Zerschlagung der EU das Ziel ist, macht das Sinn.

13:39 Hugomauser Meinungsstark

"das kann sie (Anna Tillach) doch denken, was daran ist verwerflich. Ich teile diese Meinung übrigens.

Ich halte die griechische Regierung eher für ne Laienspielgruppe."

Natürlich liebe/r Hugomauser dürfen Sie denken und schreiben was Sie wollen.

Von einer bezahlten Journalistin im Ö.R. erwarte ich allerdings - Sie entschuldigen bitte - Vermeidung von Polemik und fundierte Berichte. Einfache Bekanntgabe für was man die gr. Regierung hält, reicht da nicht.

Dafür haben wir ja meinungsstarke Leute wie wir es sind.

was lernen wir?

die institutionen und auch die meisten medien in den glaeubigerstaaten leiern nach wie vor die immer gleichen phrasen herunter:

"griechenland muss endlich seine hausaufgaben machen"
"griechenland muss endlich liefern"
"griechenland hat noch keinen reformplan vorgelegt"
"ohne reformen kein geld"
"tsipras will die eu spalten"
"tsipras pokert"
"tsipras hat keine ideen"

blah blah blah

griechenland hat geliefert, schon lange. beraten von zwei wirtschaftsnobelpreistraegern und anderen renommierten oekonomen. nur heissen diese plaene eben nicht sparen und kuerzen ohne sinn und verstand.

denn genau das ist, was merkel & co. lesen und hoeren wollen. sie wollen sich und uns nicht eingestehen, dass ihre strategie der zurueckliegenden 5 jahre grandios gescheitert ist.

in wahrheit also sind es eu, ezb, eurogruppe und iwf, die endlich etwas liefern muessen, denn sie haben offenkundig nur ein konzept, sozialabbau und sparen. doch das ist gescheitert.

und genau das sagt tsipras. schon lange.

Am 08. Juli 2015 um 14:24 von montideluxe

Komisch...auf der linken Seite des Spektrums wird gerne spekuliert, dass Griechenland und dessen Einwohner das Opfer sind, an dem ein Exempel statuiert wird, dass zeigt, dass allein der knallharte Neoliberale Kurs aus so einem Dilemma führt...
Schließlich muss die Troika abwenden, dass in Spanien und anderen Ländern die dortige Linke an die Macht kommt... und würde Syriza den Befreiungsschlag schaffen würden die Chances von dden anderen Linken Parteien deutlich steign.
Also lässt man Gr verbluten und schiebt allein Syriza die Schuld in die Schuhe...

Also so würde man hier drüben argumentieren.
Wie sie sehen.. beide Optionen wären wohl logisch und keine die alleinige Wahrheit sein.

Ende des Euro?

Ausser den Griechen selbst würde es wohl niemand merken das die Griechen keinen Euro mehr haben...naja zumindest nicht im negativen sinn, denn der Euro selbst würde wohl an wert gewinnen wenn die "pleite-griechen" nicht mehr dabei währen.
Übrigens, letzte meldung: "Griechenland nimmt durch staatsanleihen 1,6 milliarden € am kapitalmarkt ein!" Wie geht das denn? WER gibt denen denn noch geld? Weiss dieser kapitalmarkt etwas was wir nicht wissen?
Zur EU-debatte, auch im EU-parlament meinten einige das man es wie die griechen machen sollte und referenden abhalten solle um zu klären ob man den griechen weiterhin geld leiht...ja das sollte man. Und die, die mit ja votieren zahlen dann in zukunft alleine!
Desweiteren sollte man referenden abhalten was diesen von den Griechen geforderten schuldenschnitt betrifft. Also(für Deutschland) würde das so klingen: sollte der Deutsche staat dem bankrotten Griechischen staat 30 milliarden € schenken?
...wäre interessant zu sehen was da rauskommt!!!

Das ist jetzt also ein"problematischer Verstoß"!

Jeder Verstoß ist problematisch!
Solche gibt es am laufenden Band seit der Euroeinführung.
Es fällt im Einzelnen schon gar nicht mehr auf, die Relativierungen nehmen gewaltig zu. "Normale" Verstösse, Vertragsbrüche, Enteignungen, Falschbeurkundungen, Missachten von Kriterien, Völkerrecht .... werden im Euroland schon nicht mehr registiert.
"Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode."

"Ein Grexit Light ist vorstellbar", nein ein GR-EXIT ist längst geboten und zwar voll und ganz! Das gilt auch für die EU. Als Alternative kommt nur der D-EXIT in Frage. Die Rechtsstaatlichkeit ist nach unserem Grundrecht unabdingbar. Jeder Cent, der zu Lasten Dritter verschwendet wird ist Veruntreuung und eine Verletzung des Amtseids durch die verantwortlichen Politiker.

Manche, wie Herr Juncker, verfügen locker über das Geld Dritter und haben dafür keinerlei Mandat. Das ist nicht die EU, die den Menschen versprochen wurde. So hat das keine Zukunft!

14:28 von Bernd Kevesligeti

Herr Steglitz, Krogmann, Nobelpreisträger
bestätigen ihre Meinung.
Nur Graf Lamdsdorf bestätigte beiden Herren, in einer Phönix Sendung,das sie von Wirtschaft keine Ahnung haben.

IA

"Das Volk dort hat abgestimmt, dass es keine
Reformen will."

Im Gegenteil. Das Volk dort hat abgestimmt dass es Reformen will und zwar mehr als alle anderen europ Staaten. Was die Institutionen vorschlagen sind keine Reformen sondern nur "in unserem Sinne weitermachen wie bisher" Anpassungen die zu Lasten weniger gehen.

Das System ist faul und nicht der Grieche!

Es wird keinen Light Grexit geben

Wenn man eine solche Rede im EU - Parlament hört Nein daran sieht man die Unfähigkeit der Politiker.
Manfred Weber anlässlich des Besuchs von Alexis Tsipras im Europäischen Parlament am 8. Juli 2015

@IA

"Das Volk dort hat abgestimmt, dass es keine
Reformen will."

Sie haben sich leider von der Politik verwirren lassen.
Auch in D wurden uns minimale Korrekturen immer also große Renten-, Gesundheits- oder Pflege-"Reformen" verkauft, obwohl sich am System kaum etwas geändert hat und es für den Bürger meist einfach nur teurer wurde.
Auch der "Erfolg" der BW-Reform ist unterm Strich v.a. ein steigender Wehretat.

Gleichermaßen wurde auch in Griechenland nicht etwa das Gesundheitssystem "reformiert", es wurde nur verlangt, Ärzte zu entlassen und Zuschüsse für Medikamente zu streichen.
Geld wurde nur gespart, weil es kein Sozialsystem gibt, das stattdessen belastet wird.

Genausowenig eine Reform war das simple Kürzen von Renten oder des Mindestlohns.

Die Griechen haben nur diese Kürzungen abgelehnt.
Sie wissen sehr wohl, daß echte Reformen sein müssen und daß sie Einbußen verkraften müssen.
Aber das ist eben etwas grundsätzlich anderes als das, was die Troika seit 5 Jahren praktiziert hat.

könnte ja auch anders sein

nehmen wir an, Tsipras wollte den Grexit und ein neues Wirtschaftssystem in GR ausserhalb des Euro. Dafür bekäme er erst einmal in GR keine Mehrkeit, und sollte sein Plan in der Umsetzung Opfer verlangen, würde man ihn verantwortlich machen und bald davonjagen. Da wäre es doch klug, die Stimmung im Land gegen die EU Nachbarn aufzuheizen und den Gläubigern unannehmbare Forderungen zu stellen. Am Ende kann er seinen "Rettungsplan" umsetzen und für seine Landsleute ist er der Held und die EU Nachbarn sind die Schurken. Schaumerma...

14:03 von karwandler

"...Wenn die Länder der Eurozone nur einstimmig beschließen können, was nützt es dann Tsipras, wenn das Lager der Gläubiger sich aufspaltet?..."

Vielleicht ist das eine Antwort?:

"...Theoretisch vorstellbar ist auch, dass einzelne Länder sich außerhalb des Rettungsschirms ESM zusammenschließen und Griechenland einen Überbrückungskredit geben. Meines Erachtens wäre das aber wieder ein problematischer Verstoß gegen die eigenen Regeln."

Wurde auch in dem Interview gesagt. Und denkbar ist es.

Glaubt wirklich jemand...

das sontag alles gut wird...oder ein ende findet? Der Hollande und der Junkers haben doch schon wieder gesagt das Griechenland um jeden preis(nicht wörtlich aber im sinn) im Euro gehalten wird. Das eine bestätigung für Tsipras genau so wie bisher weiter zumachen. Der Tsipras wird seine gesamte amtszeit zwischen Brüssel und Athen hin und her reisen, immer wenn er nach hause kommt die EU beschimpfen und beleidigen, von seinem immer ärmer werdenden volk dafür gefeiert werden und in ein paar jahren wiedergewählt werden.
Das wird niemals enden...es sei denn die EU ist doch nicht komplett unglaubwürdig(dafür gibt es aber bisher keine anzeichen)!

Am 08. Juli 2015 um 14:40 von 19ikarus43

Die nicht Nobelpreisträger (es gibt keinen Nobelpreis für Ökonomie) sind die Verfechter der unendlichen Schuldenmacherei und bei ihren Kollegen umstritten.

@karwandler

"Wenn die Länder der Eurozone nur einstimmig beschließen können, was nützt es dann Tsipras, wenn das Lager der Gläubiger sich aufspaltet?"

Lesen Sie dazu einfach weiter im Text:

"vorstellbar ist auch, dass einzelne Länder sich außerhalb des Rettungsschirms ESM zusammenschließen und Griechenland einen Überbrückungskredit geben."

Auch der IWF hat schon teilweise die Linie der Troika verlassen.
Man sollte auch nicht ganz die Hoffnung aufgeben, daß die finanziellen Hardliner doch noch zur Vernunft kommen.

@ von 0101

Sie schreiben:
"FALSCH.
Bisher schon, wurden ca. 10 Milliarden von uns übernommen. Nicht direkt merkbar, weil es über neue Kredite der Regierung finanziert wurde.
Grund: 1. Schuldenschnitt. Leicht im Netz herauszufinden, dass dies nicht nur "Private" (die dafür weniger Steuern zahlen), sonder auch notverstaatlichte Banken betraf.
Wir haben bisher ca. 10 Milliarden schon gezahlt."
*
Da sind Sie wirklich nicht besonders gut informiert.
Bisher hat es nur einen direkten Kredit der KfW Bank in Höhe von etwa 17 Mrd. Euro an GR gegeben.
Und es gab KEUNE Belastung des Steuerzahlers durch den Schuldenschnitt der privaten Gläubiger denn es gibt keine "notverstaatlichte Banken" sondern lediglich eine Beteiligung an der Commerzbank die aber wieder zurück geführt wird. Darüber gibt es keine Beteiligung des Steuerzahlers an dem Schuldenschnitt.
Ihre Aussage "Auch das 2. Hilfspaket lief ohne strikte Reformen" ist ebenfalls NICHT richtig.
Bitte nachlesen in den öffentlichen Unterlagen des ESM!

Tsipras will die Steuerzahler

Tsipras will die Steuerzahler in 18 EU Ländern auch weiterhin für Griechenland zahlen lassen ,die dann weiter über ihre Verhältnisse leben können und ja mehrheitlich ihren Reformunwillen kundgetan haben. Das sollte man auf keinen Fall durchgehen lassen.

Schuldentragfähigkeit, Grexit light - nichts als Schönrederei!

Interessant, mit welchen Wörtern und neuen Wortkreationen man immer wieder versucht, die Griechenland-Krise schön zu reden. Zum Beispiel Schuldentragfähigkeit - was soll das sein? Wenn jemand bei der Bank einen Kredit beantragt, schaut diese vor allem nach Sicherheiten - alles andere ist Kokolores. Wer diese nicht hat, bekommt auch nichts, Feierabend. Aber Griechenland bekommt Hunderte Milliarden Kredite, und jetzt redet man vom Schuldenschnitt, Griechenland könne die Unmengen Schulden nicht mehr zurückzahlen. Gehts noch? Wieso sichert man diese Kredit eigentlich nicht ab? Sollen die Griechen doch ihr Tafelsilber (Inseln) abtreten als Gegenleistung. Es ist unverantwortlich, dass die Politik so fahrlässig mit Geld umgehen kann. Da muss ich auch was innerhalb der EU und EZB ändern.

Einigkeit , Recht u. Freiheit ...

dann trümt mal schön weiter. Es geht schon lange nicht mehr um die Rettung eines Mitgliedstaates.
Ignoranz , Machtgehabe u. Kirchturmdenken auch im EU. Parlament. Jeder dort bekommt gut 10.000,00 Euro im Monat und was war die Leistung der letzten 5 Jahre ? Die Griechen in den totalen Ruin geführt , ( und uns gleich mit ) ja da kann man mächtig stolz darauf sein.
Solange wie es in den eigenen Ländern noch eine Tafel und Suppenküchen giebt sollte man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
Brüderlichkeit und der europäische Gedanke sehen doch etwas anders aus.

Verpfändung von Grundstücksrechten

Darauf kann Kredit gegeben werden! Kein light, aber dafür bekommen beide etwas! Verstaatlichung von Staatseigentum! Europa bekommt es und verwaltet es und die Regierung kann sich um die Reformen und wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen widmen. Kein Verlust für beide Seiten!

@ baumgart67

"...3) die Griechen haben bislang nicht unendlich viele Milliarden bekommen, sondern das Geld wurde zu mehr als 70% für die Rückzahlung von Altschulden verwand..."

Und wer hat das Geld bekommen, aus dem die Altschulden resultieren?

Es muß doch wohl heißen:„ Interesse der Schuldner,..“

""Ein Grexit Light ist vorstellbar"?

"Ein Grexit Light ist vorstellbar"?

--> Ach, nicht doch, die EU kann doch noch den Fonds des ESM/EFSF plündern.
--> Außerdem stehen doch noch 6-8 Billionen EUR deutsches Sparvermögen zur Verfügung, das die EU auf den Kopf hauen kann.

Wieso also schon mit dem Irrsinn aufhören. Ist doch gerade so schön.

Intressanterweise

verweist keiner der Experten auf den Grund der Krise.

Nehmen wir an es ist GR alleinige Schuld.
Warum hat dann Spanien Probleme ? Warum Portugal ? Warum fangen in Italien die Probleme an und warum steht selbst Frankreich vor Problemen (oder sind die doch nicht mitten drin) ?

Es ist leicht und billig GR die alleinige Schuld zuschustern zu wollen.
Der Grund ist aber die asoziale Politik die in der BRD angefangen hat und alle Europäer müssen jetzt deswegen asozial werden.

Deshalb kann nur GR langfristig in ein Grexit sein Heil suchen.
Die asoziale Politik wird ja nicht aufhören
auch wenn GR niemanden was Schulden würde.
Strukturell bedingt werden die Euroländer immer in konkurenz zueinander stehen und immer wieder wird jemand versuchen asozial sein um den anderen zu verdrängen.

Die nächste Krise ist vorprogrammiert, deshalb hilft nurt eins, den asozen den Rücken kehren.
Grexit now, 1 - 2 jahre leiden aber eine chance auf ein besseres Leben.

wettbewerbsfähigkeit ... tourismus und euro

wie soll den die (tourismus- und export-)wirtschaft griechenlands jemals wieder florieren, wenn griechenland sich nicht von der viel zu harten eurowährung verabschieden (darf), in der die kredite der zinsalimentierten bedient werden?
.
es gibt in der geschichte kein einziges beispiel, in dem die kopplung einer weichen an eine harte währung funktioniert hätte. letztes beispiel: argentinien koppelte seinen butterweichen peso an den härteren us dollar. und es ist exakt zum gleichen verlauf gekommen wie in südeuropa.
.
ich gehe davon aus, dass die entwicklung gewollt ist und hierfür der euro eingeführt wurde.

Egal wie es Ausgeht die

Egal wie es Ausgeht die Schulden die wir eventuell übernehmen werden, denn wovon sollen die Griechen das Bezahlen? Verdanken wir der Wirtschaftsahnung von CDU und GroCo, das sollten wir auch bei der nächsten Wahl nicht vergessen!

Eigentlich ist klar, was Griechenland braucht!

Eigentlich wäre es leicht gewesen, Griechenland in den vergangenen 5 Jahren aus der Krise zu helfen und das wäre es – bei weniger Starrsinn seitens der Euro-Zone - auch jetzt noch – ohne Sparsamkeitsprogramm: Es ist doch klar, dass wer sparen muss, wenig kaufen kann – wenn eine Bevölkerung wenig kaufen kann, müssen dort Produzenten und Dienstleister ihre Angebote zurückfahren und Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen, die dann auch kein Geld mehr haben und damit das Geschehen zu einem Teufelskreis werden lassen. Tatsächlich haben ja auch wir in Deutschland keineswegs wegen Schäubles Sparsamkeit aus der Krise herausgefunden, sondern wegen der niedrigen Zinsen, die einerseits dafür gesorgt haben, dass sich Sparen nicht lohnt: Menschen haben also gekauft, statt zu sparen. Andere haben die niedrigen Zinsen zum Anlass genommen, Kredite aufzunehmen und Schulden zu machen: Genau das Gegenteil also, was man von Griechenland verlangt hat. Und auch das ist klar: Die, die sich brav an Sparpr

Klare sachliche Analyse

Klare sachliche Analyse, so empfinde ich es zumindest. Er kommt ganz ohne den unmöglichen Sprachgebrauch aus, der zur Zeit Mainstream zu sein scheint.

Auch fand ich zum Schluss die kurze rechtliche Bewertung einer Insolvenz von Staaten, also dem rechtlichen Niemandsland, sehr interessant.

Zur Zeit regiert ja die Wut Politiker, Bürger und Medien. Dagegen könnte man eigentlich nichts einwenden, mir ist es aber im Zeitraum zu kurz gedacht. Nicht das letzte halbe Jahr ist für die Misere Griechenlands verantwortlich, es geht viel weiter zurück. Und das regt mich auf, weil es eben konservative und neoliberale Politik war die regierte. Die Schuld an dem kranken System in Griechenland wird allein der derzeitigen Regierung in die Schuhe geschoben. Das ist aber nur in kleinen Stücken die Wahrheit.

Es geht in der Zukunft für mich in Griechenland vor allem um Eines, den Wandel der Mentalität. Es muss nicht Deutsch werden, mehr Ordnung und Genauigkeit beim Eintreiben von Steuern reicht schon ;-)

re izmi

"Vielleicht ist das eine Antwort?:

"...Theoretisch vorstellbar ist auch, dass einzelne Länder sich außerhalb des Rettungsschirms ESM zusammenschließen und Griechenland einen Überbrückungskredit geben. Meines Erachtens wäre das aber wieder ein problematischer Verstoß gegen die eigenen Regeln."

Wurde auch in dem Interview gesagt. Und denkbar ist es."

Dann wäre ich gespannt, wie das in der Bevölkerung dieser einzelnen Länder ankommt ...

aber sein eigenes Geld!

"...vorstellbar ist auch, dass einzelne Länder sich außerhalb des Rettungsschirms ESM zusammenschließen und Griechenland einen Überbrückungskredit geben."

Auch der IWF hat schon teilweise die Linie der Troika verlassen.
Man sollte auch nicht ganz die Hoffnung aufgeben, daß die finanziellen Hardliner doch noch zur Vernunft kommen.

Was sich Volkswirte so denken! Die Tätigkeit bei der Deutschen Bank hat da wohl das Denken mitgeprägt. Außerdem sind hier längst nicht mehr nur Volkswirte gefragt. Es geht um die Rechtsstaatlichkeit der EU.
Mit Vernunft hat das auch nichts zu tun, das Gegenteil ist der Fall! Spenden darf jeder aus der eigenen Tasche gerne. Jeder weitere Cent aus Rettungsschirmen, EZB oder Staatshaushalten wäre allerdings Veruntreuung in Reinkultur. Dazu hat kein Volksvertreter und kein EU-Vertreter ein Mandat. Das wäre ein Rechts- und Eidbruch auf der ganzen Linie. Das Ende der EU! U.a. die Kanzlerin müsste sofort zurücktreten!

@Dieter-Steigerw

"Sie will, und muß wohl auch, einen großen Haufen Geld beschaffen an dem sich Ihr Klientel satt fressen kann."

Es dürften vor allem die Opfer der bisherigen Austerität gewesen sein, die die Syriza-Position im Referendum bestätigt haben.
Wenn sich dieses "Klientel satt fressen kann", spart sich die EU schon die humanitäre Hilfe.

Geholfen werden muss den Armen so oder so.

Und da Sie das heute-Interview ansprechen:
http://tinyurl.com/pq9sfrs

"Gegenwärtig sind das rund 800 Familien. Sie besitzen oder kontrollieren mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. [...] Die gegenwärtige Oligarchie wehrt sich mit Händen und Füßen gegen jede Kontrolle"

Wie kommen Sie auf die Idee, daß die Oligarchen zum Klientel der Syriza gehören?

Wenn überhaupt eine Partei die Chance hat, gegen die bisherigen Profiteure des Systems vorzugehen, dann ist es eine linke Partei.
Damit endet nicht morgen die Korruption, aber es scheint mir momentan die beste Option.

Referendum

Nun bei der ganzen Diskussion wäre es vielleicht auch nicht unerheblich in der Griechenlandfrage - das deutsche Volk per Referendum abstimmen zu lassen - mit der Frage Schuldenerlass/Schuldenschnitt oder ein Ende mit Schrecken durch keinerlei weitere Kredite. Ich denke dann hätte die ganze Verdreherei, Trickserei,Hinhaltetaktik des grinsenden Tsipras ein Ende.

In Griechland hat doch auch das Volk entschieden. Wenn ich einen Kredit aufnehme muss ich mich auch den Vorgaben meiner Bank unterwerfen. Schließlich habe ich die Wahl zwischen ja und nein. Ich denke das dies die beste Lösung wäre und unsere Politiker sich dann auf das Volk berufen könnten. Dies wäre auch in Deutschland dann Demokratie.

@ Bernd Kevesligeti

Soso, das böse Austeritätsprogramm ist also Schuld an der Misere. Wenn man aber kein Geld hat, kann man auch keines ausgeben oder? Sie persönlich können ja gerne nach Griechenland spenden und die dortigen Reichen subventionieren. Aber dass die normalen europäischen Steuerzahler dafür aufkommen sollen, dass die Reeder & Konsorten keine Steuern zahlen müssen, das ist doch wohl ein schlechter Witz. Machen Sie sich lieber dafür stark, dass jeder Grieche seine rechtmässigen Steuern bezahlt. Dann hat der Staat auch genügend Einnahmen und dann finden sich auch Investoren.

15:08 von Emil66

Egal wie es Ausgeht die

Egal wie es Ausgeht die Schulden die wir eventuell übernehmen werden, denn wovon sollen die Griechen das Bezahlen? Verdanken wir der Wirtschaftsahnung von CDU und GroCo, das sollten wir auch bei der nächsten Wahl nicht vergessen!
////
*
*
Sozialismus oder Bananen?
*
Da haben wir ja eine neue Schuld auf Deutschland geladen!
*
Weil es hier verhältnismäßig gut geht, alle beneiden uns, nur unsere Nörgler finden Perücken in der Suppe!
*
Deshalb haben CDU und Groko die anderen Länder bei den Ausgeben verleitet?
*
Dann wählen wir halt die Anderen und haben bald auch keine Bananen mehr!

Ohne Grexit ist die

Ohne Grexit ist die politische Laufbahn unserer Kanzlerin beendet. Also Frau Bundeskanzlerin, wahre Stärke zeigen, auch gegen Amerika. Dann werden Sie in den Geschichtsbüchern positiv verewigt.

Schulden allgemein,

jeder Bürger der EU darf nahmentlich vor einen Notar wählen, ob er für seinen Nachbarn( ohne Sicherheiten) bürgt oder nicht. Ich glaube nicht, das sich die Volksvertreter daran beteidigen werden!

Nicht angekommen?

Man hört(und liest hier in den kommentaren) immer wieder das von den ganzen EU geldern beim Griechischen volk nichts angekommen ist...selbst jetzt noch.
Wie kann man sowas behaupten wenn der gegenbeweis längst erbracht ist?
In den letzten jahren bis vor kurzem, konnte jeder Grieche jederzeit zur bank gehen und sich soviel geld holen wie er wollte. Erst seit das hilfsprogramm ausgelaufen ist, ist das nicht mehr möglich. Und warum? Weil die Griechen seit jahren nicht mehr mit Griechischen Euro´s sondern EU Euro´s zahlen.
Aber das haben sie(verrückter weise) bis heute nicht geschnallt, wahrscheinlich weil sie immer noch nicht begriffen haben WIE tief sie in der scheisse sitzen...vieleicht wollen sie es ja auch nicht begreifen andere zu beschuldigen und zu beschimpfen ist wohl ist wohl eine gute ablenkung von der eigenen verantwortung!

Mit dem Euro wird es schwieriger, als mit der Drachme

Wenn bei einem Grexit Light der Euro bleibt, dann müssten die Löhne, Renten, etc und die Preise in den Läden z.B. halbiert werden, weil im Moment das Lohnniveau überhaupt nicht zur Produktivität paßt. Das ließe sich aber bestimmt nicht durchsetzen. Mit einer neuen Währung geht es quasi automatisch über die Abwertung, die sich nach einiger Zeit auf einen realistischen Wert gegenüber Euro einstellt. Importe müsse für Griechen teuer werden, damit sie selber mehr produzieren. Außerdem müssen sie viel mehr exportieren, und einen Export- Überschuss erzielen. So funktioniert, vereinfacht gesagt, da Existieren in der Eurozone. Das ist auch der Grund, warum Deutschland sich in der EU am wohlsten fühlt. Eigentlich ist es doch gar nicht so kompliziert. Leider ist die Situation in GR inzwischen so verfahren, dass meiner Meinung nur noch ein Reset = Grexit erfolgversprechend ist.

Grexit Light?

Eine schöne Idee. Allerdings hat sie einen Haken: der Euro als Fremdwährung in Bosnien etc kommt durch Transferleistungen ins Land. Außerdem handelt es sich um einen Bargeldkreislauf. Im Falle Griechenland ist aber das Problem das die Reichen massenhaft und nicht nur ungestraft und an der Steuer vorbei sondern sogar begünstigt von manchen EU Regierungen (zB GB) ihr Geld ins Ausland schaffen. Und obwohl aktuell ein anderer Eindruck entsteht: Griechenland fehlt nicht in erster Linie das Bargeld, sondern das Geld schlechthin (inkl. Buchgeld)! Eine echte Lösung bestünde in einer staatlich angeordneten Zwangshypothek auf griechischen Immobilienbesitz! Dies hätte den positiven Nebeneffekt das die oft garnicht so Bedürftigen Besitzer ihr im Ausland gebunkertes Geld wieder nach Griechenland zurückschaffen müssten wenn sie ihre Villen und Ländereien behalten wollen. Doch selbst die ultralinke Syriza traut sich an diese Klientel nicht heran!

Witzig oder?

Logik sollte ein Pflichtfach in der Schule werden, obs hilft gegen Ignoraten?

Grund für die jetzige Schuldensituation ist eine Konsequenz aus dem Euro-Beitritt. Das Land ist zu keinem Zeitpunkt Euro-fähig gewesen.

Eine weitere Pleiteverschleppung häuft lediglich noch mehr Schulden an und belastet die EURO-Staaten erheblich.

Die Arbeitslosigkeit und die sozialen Härten sind eine direkte Folge des EUROs.

@ 14:40 von 19ikarus43

Sie schreiben:
"Herr Steglitz, Krogmann, Nobelpreisträger
bestätigen ihre Meinung.
Nur Graf Lamdsdorf bestätigte beiden Herren, in einer Phönix Sendung,das sie von Wirtschaft keine Ahnung haben."
*
Damit stehen allerdings inzwischen mehr als 80% der Witschaftswissenschaftler weltweit auf der Seite von Graf Lamsdorf!
Auch Nobelpreisträger können irren, vor allem wenn sie aus einer Schule kommen die unter moderner denkenden Experten allgemein als überholt gilt!
Die Realität hat diese alte Schule inzwischen überholt und als nicht realisierbar entlarvt. Man kann nicht immer nur auf Basis von neuen Schulden weiter wurschteln denn irgendwann müssen ja zumindest einmal die Zinsen dafür bezahlt werden, von den Schulden selbst gar nicht zu reden.
Wohin das führt zeigt ja gerade das Beispiel Griechenland!

Was will die Regierung von Griechenland?

Um die Antwort zu finden, ist es notwendig die Meinung der (bisherigen) Akteure anzusehen. Ich gehe bei dieser These davon aus, dass sich das nicht durch einen Wechsel des Finanzministers ändert (Varoufakis hat sich ja auch für den neuen Finanzminister ausgesprochen). Da Herr Tzipras Herrn Varoufakis in sein Amt geholt hat, kann man mit Gewissheit sagen, dass dieser Tzipras Meinung repräsentiert.

Was sind Varoufakis Thesen:
-"...We have a contradictory mission: to arrest the freefall of European Capitalism in order to buy the time, we need to formulate its alternative"

-I confess I would much rather be promoting a radical agenda, the raison d'être of which is to replace European capitalism with a different system"

beide Zit.: 6th Subversive Festival, Zagreb 2013
Die Vita von Tzipras zeigt, dass er auch für diese Ziele kämpfte.

Die Ziele sind also:
-Zeitgewinn
-Destabilisierung des € und der EU
-Abschaffung des Kapitalismus

Was interessieren dabei ein paar Menschen...

15:21 von karwandler

"...Dann wäre ich gespannt, wie das in der Bevölkerung dieser einzelnen Länder ankommt ..."

Das bin ich allerdings auch!

@14:24 von montideluxe

"Boese Zungen behaupten dass genau das Sinn und Zweck dieser Aktion ist und die Griechen von den internationalen Linken zum Bauernopfer im Kampf gegen den Kapitalismus gemacht werden sollen" - klingt reichlich verschroben, aber von der Hand zu weisen ist es nicht.
Ich denke aber, daß dieser Schuß nach hinten los geht. Es zeigt sich doch jetzt schon, daß die Linken es wie bisher weltweit auch in GR nicht auf die Reihe bekommen, daß ein Staat zum Wohl der Bürger funktioniert. Bei einer Spaltung würde GR zum Dritte-Welt-Land, während das restliche Europa ohne diesen Kostgänger munter weiter lebt.

Exportüberschuss Teil 1

13:59 von Emil66
"Alle Länder die nicht mehr exportieren als sie Importieren, oder mindestens +-0 ausgehen werden auf kurz oder lang im Euroraum pleite sein."

Das ist vollkommen Falsch. Diese Ansicht erfreut sich bei Linken aktuell großer Beliebtheit weil man ja damit Deutschland alleine die Schuld geben kann.
Die Rechnung geht wie folgt:
Ein Land das mehr Exportiert als Importiert fertigt für andere Waren an. Das bedeutet Arbeitsplätze beim Exportierenden und Wohlstand beim Importierenden. Dieser Wohlstand wird durch Devisenabfluss gesteuert. Damit ein Land innerhalb einer Währungsunion nicht Pleite geht muss es diesen Importüberschuss investieren so das der Wert seines Landes schneller Wächst als der Importüberschuss. Das hat Griechenland nicht gemacht. Griechenland hat diese Importe verkonsumiert. Die BIP Steigerungen in Griechenland waren durch Beamtentum etc. erzihelt worden. Das kann man daran sehen das das Haushaltsdefizit immer größer wurde statt kleiner.

an: baumgart67

Ich habe da noch ein fakt:
KEIN land der EU hat in den letzten 30 jahren mehr geld aus dem sogenannten EU-topf gezogen wie Griechenland. Die genaue summe kenne ich nicht aber es wahren mehrere hundert(!) milliarden €!
Nichts für ungut aber das kleine Griechenland sollte doch längst aus purem mit diamanten bestückte gold bestehen.
Soviel zum verständniss mit Griechenland(und zu den versagenden EU kontrollen wenn es um EU gelder geht)!

@ 15:21 von Sonnenschein un...

Sie schreiben:
"Die steigen auch so. Portugal und Spanien wählen noch dieses Jahr (Oktober und Dezember). Die Menschen dort beobachten sehr genau. Denn im Gegensatz zu dem was Politiker immer ablassen, ist die Lagen in beiden Ländern garnicht rosig."
*
Zumindest in Portugal haben die Linken wohl wenig Chancen bei den anstehenden Wahlen.
Die können wohl nur in Spanien etwas erreichen.
Ab und zu hilft es sich die Berichte in den Sondersendungen von ARD und ZDF anzuschauen. Dort wurde gerade in den letzten beiden Tagen häufiger aus diesen Ländern berichtet. In Portugal will auch der "Mann auf der Straße" keine andere Lösung als die aktuelle Regierung. Man sieht dort den in 2014 begonnenen Aufschwung den man sich hart erarbeitet hat durch sparen und verzichten und will diesen nicht gefährden wie Tsipras das in GR getan hat!
Das Wachstum 2014 in diesen Ländern zeigt die Tabelle bei eurostat:
http://ec.europa.eu/eurostat/tgm/table.do?tab
=table&init=1&language=de&pcode=tec00115&plugin=1
*

15:22 von gman

"...Jeder weitere Cent aus Rettungsschirmen, EZB oder Staatshaushalten wäre allerdings Veruntreuung in Reinkultur. Dazu hat kein Volksvertreter und kein EU-Vertreter ein Mandat. Das wäre ein Rechts- und Eidbruch auf der ganzen Linie. Das Ende der EU! U.a. die Kanzlerin müsste sofort zurücktreten!"

Wir werden bald vernehmen, was unsere Kanzlerin dazu sagt. Wahrscheinlich, dass neue Kredite über den ESM alternativlos seien. Und sie hätte sogar Recht! Nur, wie sie das dann all den antigriechischen Sparmeistern in Deutschland wirklich verklickern will, so dass die ihr auch glauben - das wird noch spannend. Aber Recht hätte sie!

@IA 14:00

_Wenn Griechenland so weitermachen darf und Geld dafuer bekommt......_

....sollen die Länder wie Italien,Spanien,Portugal usw. ihren Sparkurs sofort ändern.

Gleiches Recht für alle !

Wenigstens ist die Ratlosigkeit verschwunden

Ich finde es gut, dass man sich auf alle Szenarien vorbereitet, anstatt abzuwarten und zum Schluss wieder verblüfft dreinzuschauen. Von der EU erwarte ich schon eine konstruktive und geplante Arbeitsweise, auch wenn andere Länder da nicht mitmachen. Dazu zählt aber auch, dass die EU Griechenland wirklich ernst nimmt, und nicht weil jetzt ein Abgeordneter ohne Krawatte erschienen ist, als Kasper dahin stellt.
Damit mein ich insbesondere, dass wenn die EU ein Urteil fällt, auch alles berücksichtigt worden ist, um diese Entscheidung zu beweisen.
Z.B. Griechenland hat doch diese Krise ausgelöst, weil sie der Meinung waren, egal wie es weiter geht, sie werden aus den Schulden und somit der Krise nie herauskommen, bedingt durch die alten schlecht konditionierten Verträge.
Ich finde die EU muss auch für sowas Sorge tragen, dass ein Land nicht in so eine Situation gerät, wo das Volk sagt, unmöglich. Auf der anderen Seite muss die EU knall hart bleiben, wenn es möglich und beweisbar ist.

...von wegen Grexit (-light)!!

So einfach sollte man niemanden entkommen lassen, der von anderen solche extremen Vorschüsse an Vertrauen und liquiden Mitteln in Anspruch genommen hat!!
Langsam beschleicht mich der Verdacht, dass die alte Troika tatsächlich mit Bedacht eingesetzt wurde - wer hätte das unseren Politikern zugetraut....!!
Nachdem das griechische Volk am vergangenen Sonntag auch noch seine demokratischen Rechte verpfändet hat, würde ich rein polemisch eine NEO-Troika ins Spiel bringen!!
Im Falle neu aufzulegender Hilfspakete sollte diese auch durchaus mit weiterreichenden Befugnissen ausgestattet werden. Dank Tsipras weiß ja nun in ganz Europa wirklich jeder, wo es lohnt einen Hebel anzusetzen - und nachdem Griechenland derart im Rampenlicht steht würde es sogar für Herrn Schäuble in Zukunft schwer beide Augen genug zu zudrücken...
Wir Europäer wollen unser Geld zurück!!!!!!!!!!!!

euro @ 15:30 von jubakolb1

ja die mieten würden automatisch auch geringer parallel zu den lebenshaltungskosten (inlandprodukte) und den löhnen/renten/mieteinnahmen etc. einzig die importe verteuern sich dann, was den BINNENMARKT wiederum massi stärkt. denn dann werde auch wieder geiechische agrarprodukte in griechenland nachgefragt.
und da griechenland keine industrienation ist, werden massiv weniger importprodukte (stahl, erdöl) benötigt als z. b. in deutschland.
und der anteil der energiekosten in relation zu den herstellungskosten für agrarprodukte ist pro stück verschwindend gering.
.
griechenland braucht eine weiche währung. alle behauptungen, die hier widersprechen sind manipulativ und generieren eine drohkulisse. und für den übergang aus der eurobedingten rezession heraus müssen wir griechenland unterstützen, bis sie wieder auf eigenen beinen stehen können. ich bin gerne dazu bereit.

Die Finanzverwaltung in

Die Finanzverwaltung in Griechenland funktioniert schon seit Jahren nicht mehr.
Da wird uns nicht nur in Deutschland seit 5 Jahren erzählt, das der griechische Staat Fortschritte bei der Steuereintreibung erreicht hat. Alles gelogen. Dank der Troika gab es keine Reformen sondern ausschließlich Kürzungen. Da gab es Rentenkürzungen, Lohnkürzungen und Erhöhung der Mehrwertsteuer. Und bis Heute werden sämtliche Reformvorschläge von Athen die das Ziel haben Korruption und Vetternwirtschaft zu bekämpfen als nicht akzeptabel zurückgewiesen.Genauso wie der Neuaufbau der Steuerverwaltung und des Katasterwesen. Und bei dem Vorschlag die Wohlhabenden des Landes mit zu beteiligen ist die Troika fast ausgeklinkt.

Es ist kein Platz für Griechenland in Europa

Kein Land hat Europa so geschädigt als Griechenland in den letzten Jahren. Es ist nicht davon auszugehen dass dieses Verhalten sich ändert. Griechenland sollte seine Schäden bezahlen und gehen.

Am 08. Juli 2015 um 15:44 von Sorgenmann

"Wir Europäer wollen unser Geld zurück!!!!!!!!!!!!"

Ihr findet es bei euren Banken.

Da ist es hin.

Deutschland sollte Kredit beim ESF beantragen

Wenn Deutschland beim ESF einen Kredit über z.B. 300 Milliarden Euro beantragen würde, den es erst ab 2020 verzinsen müsste, wäre doch auch eine tolle Sache. Dann könnten wir uns eine Menge Zinszahlungen ersparen und mit dem gesparten Geld die Erzieherinnen und Pflegekräfte in Deutschland besser bezahlen.
Alternativ können wir natürlich auch die nächsten 20 Jahre auf Gehaltserhöhungen bei Pflegekräften, Erzieherinnen und im öffentlichen Dienst verzichten und damit die griechischen Schulden abbezahlen.

@nochein@Argument

"Das Griechenland gerade vor dem Hintergrund der drohenden Staatspleite in sehr kurzer Zeit 90 Mrd. € Kreditschöpfung dieser Art erlangen konnte, ist für mich unfaßbar!"

Sie können sich beruhigen, es stimmt nämlich so nicht.

Anfang Februar lag der Kreditrahmen für ELA-Kredite bei ~60 Mrd.

Die folgenden Erhöhungen des Kreditrahmen wurde nötig, weil die EZB ab Februar keine gr. Staatsanleihen mehr als Sicherheiten akzeptierte.

Für diese konnten sich gr. Banken bei der EZB Geld für 0,05% leihen, für die ELA-Hilfen zahlen sie nun 1,5%.

Mit den ELA-Geldern verdient die EZB prächtige Zinsen.

Die EZB als Teil der Troika versuchte also schon seit Februar, kurz nach Beginn der Verhandlungen, durch finanziellen Druck Einfluß auf die "Kompomißbereitschaft" Griechenlands zu nehmen.

Diese Taktik schlug fehl, als Folge konnte sie sich der Ausweitung der ELA-Kredite nur schwerlich verweigern.
Sie hat sich verzockt.

@15:44 von Sonnenschein un...

Sie schreiben:
"Ach ja, auf keinem Fall durchgehen lassen hätte man ganz viel gemusst - z.B. den Bruch der Maastrichtkriterien durch den Sparwelt- und Schulmeister Deutschland."
*
Auch wenn es heute wenig hilft auf alte Fehler zu verweisen haben Sie hier mal vollkomen Recht.
Die Fehler von Schröder und Co mit der Schuldenpolitik 2001 bis 2005 haben mit Hilfe von Herrn Juncker dazu geführt dass die Stabilitätskriterien des Euro damals überwiegend aufgegeben wurden. Das hat dazu geführt dass alle anderen auch mehr Schulden gemacht haben.
Ohne diese Fehler wären wir heute nicht bei den hohen Schulden in vielen Euro-Ländern!
Aber jetzt gilt es daraus zu lernen und keine weitere Schuldensubventionierung zuzulassen!
Bisher hat KEIN Land diese Schwäche der Euro-Stabilitätskriterien so stark ausgenutzt wie Griechenland.
Das muss jetzt reichen!
Leider für die griechische Bevölkerung, aber die dürfen sich bei den von ihnen gewählten Politikern bedanken!

@14:36 von Nachtwind

>>
Schließlich muss die Troika abwenden, dass in Spanien und anderen Ländern die dortige Linke an die Macht kommt... und würde Syriza den Befreiungsschlag schaffen würden die Chances von dden anderen Linken Parteien deutlich steign.
Also lässt man Gr verbluten und schiebt allein Syriza die Schuld in die Schuhe...
<<

Und da haben wir sie wieder, die neueste Entschuldigung warum Sozialismus in der Geschichte der Welt noch nie funktioniert hat. Ist alles die Schuld der boesen Kapitalisten, oder ?

Uebrigens, die EU lehnt keine Hilfen fuer Griechenland per se ab, sie lehnt aber zu Recht ab weiter Steuergelder in das Land zu pumpen wenn die Regierung scheinbar nicht gewillt ist, die Misstaende im eigenen Land zu addressieren. Tsipras und seine Syriza haetten schon vor Monaten Gesetze schaffen koennen die Korruption und Vetternwirtschaft addressieren. Anstatt dessen muss die EU das einfordern und Tsipras versucht mit allen Tricks und Mitteln diese Massnahmen aufzuweichen.

Ach, das ist doch alles nix...

da genuegt ein Blick nach CHINA! DA braut sich was fuerchterliches zusammen. Zudem hat sicher die Masse der Europaer momentan jede groessere Anschaffung auf Eis gelegt. Man verharrt sozusagen. Geht das nur einen Monat so ist Schicht im Schacht. Dann kommt( die aproduktion laeuft ja weiter) die grosse Depression und Deflation. DANN rasselts richtig in der Kiste. GR spielt hier nur den Ofenanzuender. Schon jetzt quellen die Lager ueber. I like Tsipras. Es muss schluss sein mit 2 Welten. Der echten und der Pixelwelt. NUR die echte zaehlt.

Die Lösungen liegen auf dem Tisch. Einfach nur tun ...

Die Stichwörter sind gefallen:

"Grexit light" und "Parallelwährung"!

Sollten die hochstudierten Akademiker der griech. Regierung noch alle Tassen im Schrank haben, werden sie wohl auf genannte Lösungen zurück greifen.

Die Alternativen wären soz. Unruhen und - viel schlimmer, die Option für alle Euro-Staaten, die Währungsunion verlassen zu können, bzw. aufzulösen.

15:30 von Möbius

"...Eine echte Lösung bestünde in einer staatlich angeordneten Zwangshypothek auf griechischen Immobilienbesitz! Dies hätte den positiven Nebeneffekt das die oft garnicht so Bedürftigen Besitzer ihr im Ausland gebunkertes Geld wieder nach Griechenland zurückschaffen müssten wenn sie ihre Villen und Ländereien behalten wollen. Doch selbst die ultralinke Syriza traut sich an diese Klientel nicht heran!"

Nun hat die Syriza noch nicht einmal die Hälfte der 300 Abgeordneten im griechischen Parlament hinter sich. Man könnte vielleicht die Kommunisten für eine radikalere Politik gegenüber den Reichen gewinnen - aber der fast gleichstarke Rest aller anderen (rechter oder liberaler) Parteien würde eine echte Revolution wohl verhindern. Es bräuchte eine 2/3 Mehrheit, um das System grundsätzlich infrage zu stellen. Oder einen Aufstand der griechischen Menschen... wer weiß...

Am 08. Juli 2015 um 15:51 von Günter Schack

Die Finanzverwaltung in Griechenland funktioniert seit über 100 Jahren nicht. Es wurde nicht nur von Deutschland Hilfe zum Aufbau einer Finanzverwaltung einschl. Stellung von Fachleuten angeboten, von Griechenland abgelehnt. Griechenland hat das teuerste Rentensystem in Europa, sogar Varoufakis hat zugegeben das dieses nicht nachhaltig ist. Wenn man sich die Reformvorgaben des IWF ansieht steht dort nur etwas von Einsparungen (Reformierung) im Rentensystem. Aber da das ja mit Engagement und Arbeit verbunden
ist wurden lieber die Renten gekürzt.

"Ein Grexit Light ist vorstellbar"

So ein Nonsens. Entweder jemand hat ein Stimmrecht im EZB-Rat und der Euro-Gruppe oder nicht. Und welches Geld im Land verwendet wird, ist für diese Frage völlig irrelevant.

Günter

Ich denke das darf doch nicht sein das ganz Europa immer wieder Milliarden nach Griechenland schickt damit die Millionäre und Milliardäre dort weite verfassungsmäßig garantierte Steuerfreiheit genießen können oder einfach keine Steuern zahlen. Da muss man der Troika mal ganz derbe auf die Füße treten damit sie da mal ganz schnell umdenkt und um an der Stelle die Athener Regierung unterstützt.

Grexit und Demokratie?

Zu einem echten Grexit und Ende des unsäglichen Gezerres und Gezeters gibt es keine Alternative mehr.
Die Nordeuropäer, Finnen und Balten, haben keine andere Wahl als hart zu bleiben und sollten entsprechend Volksabstimmungen abhalten.
Finnland befindet sich selbst auf dem besten Wege, das Griechenland des Nordens zu werden, nachdem unter Katainen und Stubb die Verschuldung von 30 auf 60% des BSP gestiegen ist. Dass Katainen nach erwiesener Unfähigkeit jetzt EU Kommissar ist, erhöht die Glaubwürdigkeit der EU nicht.
Schon jetzt beträgt das Risiko für die Finnen 10% ihres Haushalts. Eine Zustimmung zu weiterer Geldverschwendung in Richtung Griechenland ist kaum vorstellbar.
Denn die notwendigen Strukturreformen, wie sie z.B. die Balten realisiert haben und die Finnen (erneut) versuchen, sind in Griechenland offensichtlich nicht zu erwarten.
Es gibt nichts mehr zu verhandlen ausser der Vorbereitung von möglichen humanitären Hilfsmassnahmen.
Euro = Game over

@ 15:52 von AlterSimpel

Sie schreiben:
"Für diese konnten sich gr. Banken bei der EZB Geld für 0,05% leihen, für die ELA-Hilfen zahlen sie nun 1,5%.
Mit den ELA-Geldern verdient die EZB prächtige Zinsen."
*
Sie liegen hier leider faslch in Ihrer EZB-Kritik!
Richtig ist dass man die EZB zwar kritisieren muss aber dafür dass sie gegen ihre eigen Vorschriften überhaut so viele ELA-Kredite gegeben hat!
Und zwar OHNE Zinsen!
Die griechsichen Banken zahlen weder Zinsen dafür noch auch nur einen einzigen Cent überhaupt an die EZB!
Bitte informieren Sie sich doch mal über die wirklichen Realitäten dieser Geldflüsse.
Eigentlich hat die EZB mit diesen rechtswidrigen ELA-Krediten künstlich den griechischen Staat finanziert und nicht wie Sie schreiben "durch finanziellen Druck Einfluß auf die "Kompomißbereitschaft" Griechenlands " genommen.
Was die EZB hier macht ist eine künstliche Insolvenzverschleppung gegen alle Regeln und Vorschriften!

@karwandler

Gruppendruck?! Keiner will nachher der böse Neinsager sein.

@montideluxe, 14:24

Diese "internationale Linke", die Sie für die Spaltung Europas verantwortlich machen wollen, scheint im wesentlichen nur die Positionen der USA und des IWF übernommen zu haben.

Ich weiß zwar, daß manche Obama als einen Ultralinken und sogar als Kommunisten bezeichnen, aber daß der IWF durch eine perfide Verschwörung nun von der "internationalen Linken" beherrscht wird, diese Theorie ist mir neu.

DE: Schuldenschnitt = gepredigte Austerität reimportieren

T. Mayer beschreibt übliche Möglichkeiten und Taktiken jeder Seite die Verluste (Forderungen vs. Verbindlichkeiten) in den Verhandlungen klein zu halten.

Emotionalisierende Propaganda erwähnt er nicht, die findet außerhalb der Verhandlungsräume statt, hat aber auch keinen Wert für Sacheinschätzungen, nur für politische Profite. Da geht es wenig um Wahrheit, Ursachen und Wirkungen.

Auch Griechenlands Konsum und Lohnwachstum lag über seiner Produktivität, das kaufkraftbereinigte BIP (in PPP) ist 68% unter dem von DE und selbst das ist nur unterer Rand der Überdurchschnittlichen.
Man erzeugte einen schwachen Euro und kaufte 1:1 zum Preis eines stärkeren und noch mit Mengenverlusten in der Leistungsbilanz = Schulden. DE trieb den Euro mal von 0,90 auf 1,6 UDS und die leistungslosen Einkommen (+78%) + China-Billigimporte erhöhten Kaufkraft und Konsumniveau. Die Blase ist geplatzt und die Konsumausgaben wieder unter 2000. Nur -25% Produktivität erzeugte wieder zu hohe Löhne = Dilemma.

15:52 von Hollowman

... und unter den Matratzen der Griechen
... und auf den Konten der Oligarchen, der griechischen Politiker, Beamten, ...

Bringt das mal erstmal wieder schön zu Euren Banken zurück, dann sind die auch liquide.

Danke.

Vertrauensverlust

Haette Herr Tsipras all diese Versprechungen zu seinem Amtsantritt gemacht- ich haette ihm geglaubt. Doch nach all dem Theater, nach all den Beleidigungen, Luegen, staendigem "manana" der letzten Wochen geht es ihm wohl nur noch darum zu sagen, was die Kreditgeber hoeren wollen um an "sein" Geld heranzukommen. Aber unsere Politiker sind bestimmt nicht so schlau dieses miese Spiel zu durchschauen- armes Europa. Denn gerade durch solche Verlogenheit und Blauaeugigkeit verraet es nicht nur seine urspruenglichen Werte, sondern auch den Rueckhalt in der Bevoelkerung..

Am 08. Juli 2015 um 15:52 von sachlich-bleiben

Sicher kann die BRD einen Kredit bei ESF auch beantragen.
Wenn es die "Reformen" die Griechnland auferlegt werden ebfolgen muss, bitteschön :

23 % Mwst, auch auf Lebensmittel, z.B auch Milch.

Renten runter, Mindestlohn runter. (so um die 40%)
Einsparungen durch Entlassungen. (so 5 - 6 Millionen Arbeitnehmer entspricht in BRD was in Griechnalnd entlassen wurde)

Privatisierung von Grundwasser, Stränden (ok die BRD hat ja da nichts zu bieten)

jo macht mal.

Abwertung?

@15:47 von gierde zerstört...:
Griechenland selber ist Hochlohntourismusland. Der größte Devisenbringer ist der Tourismus und die Tourismusbranche in Griechenland ist jene die sich am stärksten gegen einen Grexit wehrt.
Griechenland besitzt einfach sehr wenige Konkurrenzprodukte somit ist der Außenkurs der Währung relativ uninteressant. Es ist ein Irrglaube das ein niedriger Wechselkurs immer von Vorteil ist. Er ist einzig und allein für Nationen von Vorteil welche sich über Produktionsstundenkosten im Wettbewerb befinden. Und solche Unternehmen werden nicht dank eines niedrigen Wechselkurses Gegründet. Da gibt es ganz andere Kriterien einzig das Wachstum bestehender Firmen wird dadurch angeregt.

15:31 von rosilix

"... Varoufakis Thesen:
-'...We have a contradictory mission: to arrest the freefall of European Capitalism in order to buy the time, we need to formulate its alternative
-I confess I would much rather be promoting a radical agenda, the raison d'être of which is to replace European capitalism with a different system'
beide Zit.: 6th Subversive Festival, Zagreb 2013 Die Vita von Tzipras zeigt, dass er auch für diese Ziele kämpfte.
Die Ziele sind also:
-Zeitgewinn
-Destabilisierung des € und der EU
-Abschaffung des Kapitalismus ..."

Wo Sie nun die von Ihnen knapp formulierten"Ziele"genau hernehmen, weiß ich nicht. Aber das von Ihnen verwendete Varoufakis-Zitat spricht nur davon, Zeit zu benötigen, um den europäischen Kapitalismus zu bremsen und ein anderes System einzuführen. Von Destabilisierung des € und der EU lese ich nichts. Und ein anderes System könnte auch eine soziale Marktwirtschaft sein, die den Kapitalismus nicht abschafft, sondern ihn in demokratische Bahnen lenkt.

Zahlen von Eurostat für das Jahr 2014

Das BIP/Kopf laut Eurostat:

Bulgarien : 5,4oo
Rumänien : 6,9oo
Kroatien : 10,2oo
Ungarn : 10,5oo
Polen : 10,5oo
Lettland : 10,6oo
Estland :13,1oo
Slowenien :13,4oo
Tschechien : 15,2oo
Portugal :16,2oo
Griechenland : 17,ooo

Was ist eigentlich mit den Hilfsorganisationen in GR?

Gibt es in Griechenland eigentlich keine eigenen Hilfsorganisationen die sich berufen fühlen, die größte Not der kranken Kinder und leidenden Rentner (Medikamente!) erst mal zu lindern?
Gibt es keine Vereine und Selbsthilfegruppen die hier wenigstens vorübergehend einspringen bis deutsches Geld kommt?
Was ist mit der Gr-Orthodoxen Kirche, die proportional mindestens genau so wohlhabend ist wie ihre Pendants in DL?
Was ist mit dem Vatikan?
Es geht nicht um Geld geben, es geht um Nothilfe!
Ich höre hier immer nur brüllendes Schweigen!

re izmi

"Nun hat die Syriza noch nicht einmal die Hälfte der 300 Abgeordneten im griechischen Parlament hinter sich. Man könnte vielleicht die Kommunisten für eine radikalere Politik gegenüber den Reichen gewinnen - aber der fast gleichstarke Rest aller anderen (rechter oder liberaler) Parteien würde eine echte Revolution wohl verhindern."

Komisch, dass Syriza in dem Punkt nicht auf die Idee kommt, sich durch ein Referendum Rückendeckung gegen die Opposition zu holen ...

Jeder Verstoß gegen "unsere Regeln" ist problematisch

So sehe ich das auch seit 2010, als die Politik unter Missachtung der Maastrichter Verträge mit großangelegten Rettungsaktionen begann, Banken und maroden Systemen am Leben zu erhalten.
Wir Bürger haben Regeln zugestimmt, die da heißen: kein Land haftet für die Schulden des anderen ; die EZB fungiert ausschließlich als Währungshüter.
Griechenland hat mit den Verhandlungsverzögerungen über die ELA Kredite der EZB eine zusätzliche Haftungsakkumulation der anderen Europäischen Länder verursacht und damit die eigene Verhandlungsposition gestärkt.
Für Griechenland ist der GR-EXIT, ein gangbarer Weg ,geboten.
Es wurden genug Milliarden außer Landes gebracht.
Die Solidarität und "faule" Kompromissbereitschaft der Euroländer für ein bodenloses System ist erschöpft.
Herr Junker, bekannt als Kenner von Steuerschlupflöchern , will über unser Steuergeld verfügen.
Wer gibt der EZB und Herr Junker das Mandat ?
Die Politik ist aufgefordert zu handeln

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@mab72

"Man hört(und liest hier in den kommentaren) immer wieder das von den ganzen EU geldern beim Griechischen volk nichts angekommen ist...selbst jetzt noch.
Wie kann man sowas behaupten wenn der gegenbeweis längst erbracht ist?
In den letzten jahren bis vor kurzem, konnte jeder Grieche jederzeit zur bank gehen und sich soviel geld holen wie er wollte."

Es mag Sie überraschen, aber es gibt in Griechenland noch immer Menschen, die jeden Tag ganz normal zur Arbeit gehen und ein wenig Geld verdienen.
Und dieses Geld heben sie gelegentlich auch ab. Nicht soviel, "wie sie wollen", sondern das, was sie zB für Einkäufe und Miete brauchen.
Das ist keine EU-Hilfsgeld, sondern Geld, das griechische Firmen erwirtschaftet haben.

@Bernd1

"Was die EZB hier macht ist eine künstliche Insolvenzverschleppung gegen alle Regeln und Vorschriften!"

Nur fast. Es gibt keine Regeln und Vorschriften. Für uns Deutsche ist so ein heilloses durcheinander nur schwer vorstellbar. Aber außerhalb deutscher Grenzen gelten mitunter andere Regeln. Bei Staaten gilt lediglich das Prinzip des "Vertrauens". Wenn ein Staat seine Schulden nicht bedient, dann investiert nur noch der "Dumme". Allerdings hatte die letzte Wirtschaftskrise gezeigt, dass es hiervon auch nicht zu wenig gibt.

@ 16:09 von Sonnenschein un...

Sie schreiben:
"Kommt es nicht auch immer darauf an, WER interviewt wird? ...............
Ich persönlich kenne einige Portugiesen hier, deren Familien in Portugal leben. So leid es mir tut, die erzählen eine ganz andere Geschichte."
*
Natürlich gibt es auch in Portugal unterschiedliche Meinungn wie überall!
Aber die Interviews auf verschiedenen Wochenmärkten in Portugal, Spanien und Griechenland waren schon sehr informativ. Und auch ich kenne Menschen mit Kontakten nach Portugal und war selbst häufig beruflich in Spanien und Griechenland.
Fakt ist wohl dass außer in Spanien keine linken Mehrheiten in der Eurozone absehbar sind.
*
Und Sie schreiben:
"Und eine Wachstumsstatistik gab es auch von Griechenland - hinterher hat sich herausgestellt, daß die dem Wahlkampf von Herrn Samaras geschuldet war."
*
Sorry, aber die Daten von eurostat haben nichts mit Wahlkämpfen zu tun sondern mit realen Wirtschaftsdaten die u.a. aufgrund von Zahlungsflüssen über die Notenbanken erhoben wurden!

"Grexit light"

"Grexit light" hört sich genauso dumm an wie "schwanger light". Entweder Griechenland behält den Euro, dann ist es kein "Grexit", oder Griechenland schafft den Euro ab, dann wäre es ein "Grexit". So ein Light-Mittelding könnte ich mir höchsten so vorstellen: Griechenland behält die Euro-Münzen und ersetzt die Euro-Scheine durch Drachmen-Scheine (oder andersrum). Aber das wäre natürlich kompletter Blödsinn, genauso wie die Wortschöpfung "Grexit light".

Deutschland hat nie seine Schulden bezahlt

Deutschland sei das Land, das nie seine Schulden bezahlt habe. "Es kann darin anderen Ländern keine Lektionen erteilen. Die Demokratie in Europa zu unterlaufen, wie es Deutschland heute macht, indem es auf die vor allem von Berlin durchgepowerten Regelautomatismen bei der Verschuldung von Staaten besteht, ist ein großer Fehler", argumentiert Thomas Piketty (französ. Ökonom).

Lieber Ende mit Schrecken.........

Also, unsere 80 Mrd. sind so oder so weg. Warum noch mehr. Portugal und Spanien werden sich in den Hintern beißen, denn die haben die Auflagen erfüllt. Warum waren die so dusslig und haben sich nicht auch ein paar Kommunisten gewählt, das ganze noch mit einer Volksabstimmung untermauert und einfach nix mehr zurückgezahlt. Kann ja noch kommen ! So einfach ist Europa. Na und, dann bricht halt das bisschen Wirtschaft auch noch zusammen. Die Kartoffeln und Tomaten kommen doch sowieso schon von uns ! Ich lege noch einen Sack Reis und Olivenöl drauf!Alles in eine Trans-All und ab zur öffentlichen Verteilung, sonst nix! Aus die Maus.

Günter

Ich zitiere:“Tsipras und seine Syriza hätten schon vor Monaten Gesetze schaffen können die Korruption und Vetternwirtschaft adressieren. Anstatt dessen muss die EU das einfordern und Tsipras versucht mit allen Tricks und Mitteln diese Maßnahmen aufzuweichen.“ Da kommt bei mir die Frage auf. Was hat eigentlich die Troika in den letzten 5 Jahren für Reformen in Griechenland gefordert und durchgesetzt. Ist es nicht in Wirklichkeit so das die Troika sämtliche Reformvorschläge die in dieser Richtung gehen als unannehmbar abweist. Um es noch ein mal klar zu sagen die sogenannten Reformen der Troika sind Rentenkürzungen, Lohnkürzungen und Erhöhung der Mehrwertsteuer. Und sämtliche Vorschläge die tatsächliche Reformen bringen würden werden als unannehmbar abgewiesen. Die Troika betreibt dort eine eindeutige und knallharte Klientelpolitik gegen die Griechische Bevölkerung und letztlich gegen die Europäisch Bevölkerung. Darum hatte auch eine Griechische Regierung die den Wohlhabenden im Land ke

Beim Thema bleiben?

Welches thema?
Grexit oder nicht Grexit? Darüber können wir doch eh nicht entscheiden, das können(irrwitziger weise) nur die Griechen selbst. Wie kann man eine währung erstellen die zwar klare beitritt´s regeln(die alle Euro länder mit wonne ignorieren) hat, aber keine "rausschmiss" regeln? Das ist völlig balla balla!
Wir können eigentlich nur "unser" recht fordern und das ist ein oder zwei eigene referenden zum thema Griechenland...und genau das tue ich. Ich will gefragt werden ob ich einverstanden bin den Griechen 30 milliarden € zu schenken und ob ich einverstanden bin einem land weiterhin geld zu leihen das unfähig und unwillens ist dieses geld zurückzuzahlen!

Zum Kommentar von Angela Ulrich

Liebe Frau Ulrich, auch, wenn mir Ihre Sicht durchaus in Teilen sympathisch ist - wären Sie denn der gleichen Auffassung, wenn es Sie unmittelbar beträfe? Wenn jemand aus Ihrem Bekanntenkreis unentwegt bei Ihnen um Geld nachfragte, Ihnen aber keine gescheite Rückzahlung mehr in Aussicht stellte? Würden Sie denjenigen dann an die Hand nehmen und sagen: "Ist schon recht. Hier hast Du noch etwas mehr Geld. Aber aufpassen musst Du jetzt schon, gell?" Würden Sie das wirklich tun? Keine Frage: Die armen Menschen dort verdienen unser Mitgefühl. Aber genauso wenig, wie man einem Pubertierenden - um bei Ihrem Vergleich zu bleiben - immer alles durchgehen lassen kann, genauso wenig kann man es jetzt im Falle Griechenland weiterführen.

@13:59 von Emil66 - deutsche ansichten

"Alle Länder die nicht mehr exportieren als sie Importieren, oder mindestens +-0 ausgehen werden auf kurz oder lang im Euroraum pleite sein."

Das ist natürlich falsch. Denn die Handelsbilanz ist nur die Hälfte der Leistungsbilanz, die volkswirtschaftliche Relevanz hat.
Gerade Griechenland mit seinem großen Tourismussektor kann sich ein Handelsdefizit problemlos leisten und dieses Defizit über die Dienstleistungs- und Kapitalbilanz ausgleichen.
Die Fokussierung auf die Handelsbilanz ist eine typisch deutsche Ansicht.

@ 16:30 von nova42

Sie schreiben:
"Nur fast. Es gibt keine Regeln und Vorschriften."
*
Natürlich hat die EZB vorgegebene Regeln und Vorschriften nach denen sie handlen darf oder muss.
Und danach hat sie mit den hohen ELA-Krediten für die griechsichen Banken eindeutig gegen diese Regeln und Vorschriften verstoßen. Das wird auch seit Wochen immer wieder von Experten beanstandet aber scheinbar interessiert es niemanden wirklich. Denn leider wurde in den letzten 16 Jahren in der EU schon gegen zu viele Regeln verstoßen.
Diese Aktionen im Umfeld der Schulden Griechenlands sind da nur die Spitze des Eisbergs, wie man so schön sagt!

Weiterwurschteln

Es zeichnet sich doch schon heute ab:

Die kurzzeitige "harte Linie" der EU unmittelbar vor dem Referendum war nichts als ein Einschüchterungsprogramm für die Griechen, das nicht funktioniert hat.

Die nächste "Rettung" steht schon wieder kurz bevor.

Dabei müsste sich GR erst einmal selbst retten durch die Einführung einer staatlichen Ordnung, die den Namen verdient.

@ Izmi

Ich verstehe nicht, warum hier immer nur von Abschaffung des Kapitalismus gesprochen wird. Wieso wird nicht unterschieden zwischen normalem Kapitalismus und Raubtierkapitalismus? Letzterer gehört sofort beerdigt, das ist mehr als überfällig. Dafür würde aber eine ordentliche Banken- u. Steuerregulierung reichen. Dafür sollen sich die linken Regierungen einsetzen.
@ Sonnenschein un..
Griechenland hat die letzten Jahre schon genug Solidarität erfahren. Ich hatte auch viel Hoffnung auf Syriza gesetzt, aber wie es aussieht, schaffen sie auch keinen Umsturz in Bezug auf ordnungsgemässe Besteuerung. Es kann aber auch sein, dass die Opposition schuld ist und alles blockiert.

@ 16:33 von Gema33

Sie schreiben:
"Deutschland sei das Land, das nie seine Schulden bezahlt habe. "Es kann darin anderen Ländern keine Lektionen erteilen. Die Demokratie in Europa zu unterlaufen, wie es Deutschland heute macht, indem es auf die vor allem von Berlin durchgepowerten Regelautomatismen bei der Verschuldung von Staaten besteht, ist ein großer Fehler", argumentiert Thomas Piketty (französ. Ökonom)."
*
Das ist so allerdings nichtrichtig.
Im Gegensatz zu Griechenland konnte Deutschland jeden auslaufenden Kredit bisher immer bedienen, auch wenn es durch neue Kredite gemacht wurde und man hat auch immer seine Zinsen gezahlt.
Das alles kann Griechenland seit Jahren nicht mehr.
Diese Unterschiede mögen marginal sein, aber sie sind entscheidend!
Und etwas ist auch noch falsch an der Aussage:
"die vor allem von Berlin durchgepowerten Regelautomatismen bei der Verschuldung von Staaten"
Diese sind EINSTIMIG von allen Euro-Ländern verabschiedet worden. Die großen Länder Deutschland und Frankreich vorweg!

16:42 von saki67

Dem kann ich nur zustimmen. Denn pubertierende Jugendliche müssen irgendwann mal erwachsen werden. Das chillige Leben mit den Füßen unter Papas Tisch und in Mamas Hotel läuft nicht ewig. Und dazu ist dann irgendwann auch mal Erziehung nötig, die nicht so spaßig ist.

Und wenn das Kind seine Bockigkeit nicht überwinden will, dann bitte... Da ist die Tür (Grexit)... Sieh mal schön zu, wie du im Leben zurecht kommst und zeig mal, wie "erwachsen" du bist.

@Bernd1

"Die griechsichen Banken zahlen weder Zinsen dafür noch auch nur einen einzigen Cent überhaupt an die EZB!"

Hier wird jeweils von 1,55% gesprochen, die für ELA-Kredite fällig werden.
Aber Sie haben insofern recht, daß diese Zinsen der gr. Zentralbank zugute kommen, nicht der EZB.
Damit war mein Vorwurf an die EZB falsch.

http://tinyurl.com/ntdyp5y
(Faz)
http://tinyurl.com/nhoe8fs
(WiWo)

@mab72

Es wird uns niemand fragen, ob wir damit einverstanden sind, eine Summe von X Milliarden Euro in ein anderes Land zu pumpen, um dieses Land zu retten.

Es wurde 1989 bei der Wende niemand gefragt, sondern die DDR an die BRD angegliedert, durch Firmen Millionen Subventionen als "Aufbau Ost" abgeschöpft, ...

2000 wurde niemand gefragt, ob man der Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung zustimmt, oder nicht. Es wurde durch Lobbyisten voran getrieben, damit sie diverse Erleichterungen haben und die Gewinne maximieren können (wie kann man sonst erklären, daß z.B. Luxemburg genutzt wird, um legal "Geld zu waschen"?).

Es ist alles Augenwischerei und der Satz: "Das Geld ist ja nicht weg - es hat nur eben ein anderer" funktioniert im Kapitalismus am besten.

Solange die kleinen sich gefallen lassen, daß sie von der Regierung und dem System Kapitalismus ausgenommen werden (Thema Mindestlohn - Farce 1.Klasse), können Milliarden verschleudert werden.

16:57 von ladycat

"...Ich verstehe nicht, warum hier immer nur von Abschaffung des Kapitalismus gesprochen wird. Wieso wird nicht unterschieden zwischen normalem Kapitalismus und Raubtierkapitalismus? Letzterer gehört sofort beerdigt, das ist mehr als überfällig. Dafür würde aber eine ordentliche Banken- u. Steuerregulierung reichen. Dafür sollen sich die linken Regierungen einsetzen. ..."

Sie rennen bei mir offene Türen ein. Auch ich bin dafür, dem im Augenblick noch stark dominierenden, wenig gezügelten Kapitalismus demokratische und soziale Fesseln anzulegen. Eine Abschaffung des gesamten Systems steht nicht auf der Agenda. Und wenn ich richtig gelesen habe, setzt sich Tsipras und die Syriza eher für eine wahrhaft sozialdemokratische Politik ein, als für ein kommunistisches Experiment. Ganz sicher ist auch der gezügelte Kapitalismus nicht der letzte Schritt in der Entwicklung der menschlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsform, aber im Augenblick wohl der gegebenste und vernünftigste.

Am 08. Juli 2015 um 16:41 von mab72

Das es keine Regeln für einen Rausschmiss gibt erstaunt sie ?

Hier vergessen wohl manche warum die Eurozone eingerichtet wurde.
- Sie bringt wohlstand für ihre Mitglieder und führt zur Einigung Europas.

Sie war nicht gedacht dafür dass Mitglieder am Leid von anderen Gewinne erzielen.

Wie stellen sie sich das vor :

"Die Vorübergehenden Eurostaaten von Europa sind zur Zeit".

Das ist doch lächerlich für einen Staatenbund..

Grexit light: Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Ein Verbleib im €-Raum hätte zur Folge, dass es auch in Zukunft massive Hilfen geben kann.

Die Einführung einer eigenen Währung hat den Vorteil, dass man diese abwerten kann, die Geldmenge steuern kann,...

Offiziell aus der €-Zone auszuscheiden und den € weiter zu verwenden bedeutet, als Staat ohne die regulatorischen Optionen einer Zentralbank auskommen zu müssen.

Das ist wohl die effektivste Methode, eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz zu erzwingen.
Das bedeutete aber wohl zwangsläufig, dass Wirtschaftskraft/Wohlstand auf ein im Vergleich zu heute sehr niedriges Niveau abfällt und sich von dort - wenn überhaupt - nur sehr schleichend erholt.

Und es bliebe dabei: Auf die Beine kommt das Land nur mit einem funktionierenden Staatsapparat.

Grexit ohne Exit

Was ist denn daran so schlimm, wenn die Griechen wieder ihre Drachme bekommen, aber ansonsten in der EU bleiben?
In GB geht das doch auch, oder?

Die sollen erstmal ihren Laden in Ordnung bringen und erst wenn sie nachweislich die Bedingungen dafür erfüllen, wieder in die Euro-Zone aufgenommen werden.

Um das zu schaffen sind aus meiner Sicht 50% Schuldenerlass gegen einen Besserungsschein und sofortige Aussetzung von Zins- und Tilgung auf zwei Jahre nötig.

Ansonsten haben die doch überhaupt keine Chance jemals wieder auf die Füße zu kommen.

Am 08. Juli 2015 um 17:15 von Hollowman

"Sie war nicht gedacht dafür dass Mitglieder am Leid von anderen Gewinne erzielen."
Wunderbar gesagt. Danke.
Und jetzt bitte alle einmal ganz unauffällig zum Herrn Schäuble schauen, er wird sicher erklären können, wie dieser Satz im Zusammenhang mit der schwarzen Null zu verstehen ist...

Die ANGST geht um ... hahaha

Dabei ist ein klärendes Gewitter immer besser als ein permanenter Ausnahmezustand.

Merkel wird natürlich umfallen. Wie immer. Sie kann es sich nicht leisten, dass JETZT schon die 90 Milliarden fällig werden, für die die dt. Steuerzahler haften bei einem Zahlungsausfall von GR.

Denn dann würde ja ihr SAUBERFRAU Image kaputtgehen (welches unerklärlicherweise immer noch besteht nach all den Unglaublichkeiten in ihrer Kanzlerzeit).

Stattdessen wird sie weiterhin ZUSÄTZLICHE MILLIARDEN hinterherwerfen.

Der Euroraum ist fehlkonstruiert. Wie auch der Bankenvolkswirt im Interview sagte: Es muss Änderungen geben, sonst fliegt das System auseinander.

Die Angst vor einem Austritt Griechenlands ist vollkommen unbegründet. Es wird rumpeln, aber danach ist alles wieder besser und stabiler für die 18 verbleibenden und Griechenland !

Angela Ulrich vom rbb (Kommentar) sitzt dagegen vor dem Austritt wie das Kaninchen vor der Schlange. Peinlich !

an: Hollowman

War das Sarkasmus?
Oder war das etwa ernst gemeint mit dem wohlstand und der einigkeit?

Volksentscheid zum Euro in BRD

Wieso organisiert eigentlich niemand einen Volksentscheid ob das deutsche Volk eigentlich noch die Schuldenlast mittragen, respektive im Euro bleiben möchte?

Uns werden ständig Worthülsen versprochen, die Bevölkerung angelogen und getäuscht.

Ein Währungssystem dass auf Länder mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft zurückgreift ist zum Scheitern verurteilt.

Alle wollen unser Bestes. Nämlich unser Geld. Das Geld der Normalbürger. Die richtig Wohlhabenden, haben ja ihre Schäfchen mit Immobilienbesitz, Kunstsammlungen, Landbesitz, Firmenbeteiligungen, etc. im Trockenen... Treffen wird es am Ende die Unter- und Mittelschicht.

Danke CDU ... sehr christlich

Die wichtigste erkenntnis

Ist wohl, daß eine gemeinsame Währung ohne Transferunion a la Länderfinanzausgleich nicht funktionieren kann.

@AlterSimpel

"Und dieses Geld heben sie gelegentlich auch ab. Nicht soviel, "wie sie wollen", sondern das, was sie zB für Einkäufe und Miete brauchen.
Das ist keine EU-Hilfsgeld, sondern Geld, das griechische Firmen erwirtschaftet haben."

Ohne Geld von der EU und vom IWF wären längst alle griechischen Banken pleite und somit wäre auch ein grosser Teil des Geldes der "kleinen" Leute weg.

Es ist also ein Fakt das Teile der Hilfsgelder direkt der normalen Bevölkerung zu Gute kamen.

Echtes Retten statt Konkursverzögerungen

Ich verstehe nicht, warum immer vom "Retten" Griechenlands die Rede ist. Retten tut man Griechenland, indem man es wettbewerbsfähig macht und es auf eigene Beine stellt. Der Euro als Tropf, durch den das Leben in Griechenland durch Exporte auf Pump möglich ist, ersetzt keine Reformen und lässt das Land seit Jahren nicht gesunden.

Ein Grexit mit eigener Währung, Reformen und der Überbrückung des anfänglichen Engpasses wäre meiner Meinung nach viel billiger, da es anfangs zwar schmerzhaft ist, aber die griechische Wirtschaft langfristig gesehen wieder auf die Beine stellt! Lieber etwas Echtes statt ein ewiges Herummanövrieren um den Konkurs, Täuschen der Gläubiger durch falschen Reformwillen und ständig steigende Bürgschaften, die auf ein mittlerweile riesiges Maß angewachsen sind.

Grexit ja

Meiner Meinung nach kommt Griechenland nur mit einer eigenen Währung wieder auf die Beine. Der Euro ist für Griechenland zu teuer.

Medizin verschlimmert die Krankheit. Also weitermachen?

Herr Mayer hat einen wesentlichen Teil des Problems gar nicht verstanden:
Die bisherigen Maßnahmen der Troika haben Griechenland vollends ruiniert.
Welchen Sinn soll es machen, mit den gescheiterten Rezepten weiter zu machen?

Syriza hat sehr wohl ernsthaft versucht, hier die bessere Medizin anzuwenden. Die Troika hat blockiert.

BZ. 10 Irrtümer über die Griechenlandkrise:

Von der so genannten Lagarde-Liste mit reichen Personen, die der Steuerhinterziehung verdächtigt werden, hat die Regierung in vier Monaten 40 Fälle geprüft, einige wohlhabende Griechen mussten zahlen.
Die Vorgängerregierungen hatten vier Fälle in vier Jahren geprüft.
Die letzten Vorschläge Athens beinhalteten eine Sonderabgabe für Einkommen über 30.000 Euro und für Unternehmen mit einem Reingewinn von mehr als 500.000 Euro. 
PS.: Maßnahmen der Troika waren auch, die Zahl der Steuerbeamten zu kürzen.
Die wenigen Beamten leisten oft unbezahlte Mehrarbeit am Wochenende usw.

17:38 von german-canadian

"...Ohne Geld von der EU und vom IWF wären längst alle griechischen Banken pleite und somit wäre auch ein grosser Teil des Geldes der 'kleinen' Leute weg.
Es ist also ein Fakt das Teile der Hilfsgelder direkt der normalen Bevölkerung zu Gute kamen."

Nur dass diese "Hilfsgelder" entweder verdienter Lohn oder bestehendes Guthaben war bzw. ist. Dieses Geld stand wohl der Mehrheit der abhebenden Griechen zu. Es stand ihnen als Teil des Euro-als auch des EU-Raumes zu. Es war ihres und keine Hilfsleistung. Wäre in Deutschland übrigens genauso.

Grexit light !? Wo sind die abgehobenen Gelder?

Ich bin wirklich wütend!!!

Können abgehobene Geldbeträge und Einlagen von griechischen Bürgern tatsächlich ins Unsichtbare verschwinden?

Warum können enorme Geldsummen von griechischen Bürgern, welche sich mit breiter Brust als Steuersünder im eigenen Land outen, ohne Konsequenzen in das Ausland verschoben werden?

Warum werden deutsche Steuern von Bürger mit 82.000.000.000,-€ in Haftung genommen ohne die Verursacher der Krise in Haftung zu nehmen?

Vergesst nicht die Bürger und unsere Kinder in Deutschland. Ich lasse mir das nicht mehr gefallen. Meine Kinder und deren Kinder werden diese Summen wegen Betrügern und ideologisch verlogenen griechischen Politikern bezahlen müssen.

Deutschland ist auch Europa. Betrüger haben in meinem Europa nichts zu suchen! Die Betrüger gefährden den sozialen Frieden und die Werte meines Europas.

Solidarität, welche willkürlich und dauerhaft ausgenutzt wird, ist keine Solidarität mehr sondern Dummheit und ein Potential für Unruhen im eigenem Land.

Unsinnige EU-Verträge

Die Europäische Idee ist an sich gut gemeint, aber - wie man auch hier wieder sieht - sie ist schlecht umgesetzt.

Wie kann man ein Vertragswerk anfertigen, das die Aufnahme eines Staates in den Bund durch eine Annahme durch alle Staaten voraussetzt, aber einen Ausschluß nicht vorsieht. Statt dessen kann jeder Staat selber seine Mitgliedschaft beenden und austreten. Ein Fall, wie hier Griechenland, war anscheinend - blauäugig oder schlicht aus Verblendung - nicht vorgesehen.

Dabei war das gerade im Falle Griechenlands, das man wider besseren Wissen in die EU geschleust hat, obwohl die finanziell die Voraussetzungen Null erfüllt hatten, völlig abzusehen.

Was ich bei dem Verhalten Griechenlands empfinde, ist wahrscheinlich sehr ähnlich mit dem, was die meisten - auch andere EU-Bürger - fühlen: Gängelung. Das Verhalten, sich herauszupicken, was einem passt, sich nicht an Regeln oder Vereinbarungen zu halten, und dabei noch zu grinsen, weil man weiß, das der Gegenüber 'muss'... dreist.

17:33 von tiberius gracchus

"Die wichtigste erkenntnis Ist wohl, daß eine gemeinsame Währung ohne Transferunion a la Länderfinanzausgleich nicht funktionieren kann."

So ist es! Ihr einfacher und trotzdem gehaltvoller Satz in aller Foristen Ohren - und Vieles würde nicht mehr diskutiert werden müssen!

Inventur

Der größte Geist, nach seiner Meinung, hat die Bühne verlassen, kümmert sich nur noch um Vorträge zu bekommen und er muss ja auch noch seine Börsengeschäfte erledigen.
Nun ist aber einer am Steuer, der auch Meldungen produzieren kann und Varoufakis wird dies wie bisher nutzen.
Nun zu dem grinsenden Tsipras.
Wenn jemand ein Land regieren will, welches am Abgrund steht, der hat eigentlich nichts zum Grinsen. Es muss also andere Gründe seiner guten Laune geben.
Nun, sie wollen keine Kredite mehr, sie wollen einen Schuldenschnitt, sie wollen sich nicht an Verträge halten, sie wollen keine Vorschläge machen.
Sie wollen das Geld der Anderen.
Sozialismus ist so wunderschön, wenn das geld der Anderen nicht ausgeht.

Zwangshypothek - warum nicht?

In Deutschland ist diese Form der Teilenteignung durchaus legal und wurde auch praktiziert bzw. diskutiert. Warum also nicht in GR? Die Teilenteignung von Sparguthaben dagegen ist weit weniger sozialverträglich, schon deshalb weil man ausgerechnet die Menschen trifft die ihr Geld griechischen Inlandskonten anvertraut haben. Ich weiß allerdings nicht ob für Zwangshypotheken in GR die Verfassung geändert werden muss - wenn Reeder sogar steuerbefreit sind! Jedenfalls lässt sich aus den aktuell 8500 (!) Basispunkten Credit Default Spreads (Prämien für Kreditausfallversicherungen) ablesen, das selbst kurzfristig die Wahrscheinlichkeit eines Staatsbankrotts von den Märkten als größer 70% (!) eingeschätzt wird und das die Sicherheiten (z.T. gemessen an der "recovery Rate") kaum noch etwas wert sind: m.a.W.: das Geld ist längst futsch! Interessant: Vorhersagemärkte sind, zumindest was den Grexit (nicht den Bankrott!) angeht, optimistischer: predictwise.com sieht ihn nur als 35% Wahrscheinlich.

17:50 von MichaelBonn

"...Warum werden deutsche Steuern von Bürger mit 82.000.000.000,-€ in Haftung genommen ohne die Verursacher der Krise in Haftung zu nehmen?
Vergesst nicht die Bürger und unsere Kinder in Deutschland. Ich lasse mir das nicht mehr gefallen. Meine Kinder und deren Kinder werden diese Summen wegen Betrügern und ideologisch verlogenen griechischen Politikern bezahlen müssen. ..."

Wegen dieser 82 Milliarden regen Sie sich auf? Peanuts. Die "Bürger und unsere Kinder in Deutschland" werden demnächst wegen 2.200 Milliarden Schulden in die Zange genommen! Das ist der augenblickliche Schuldenstand staatlicherseits der BRD. Und er steigt Sekunde für Sekunde weiter! Nur dass diese Schulden nicht von Griechen gemacht wurden, sondern von unseren Politikern!

gestern, im BR, in der Münchener Runde,

sagte Herr Chatzimakakis, das die 11 reichsten Familien Griechenlands, dem Staat 15 Milliarden Steuern schulden.
Als Kommunist müsste Herr Tsipras doch denen in die Tasche greifen.
Aber auch Herr Tsipras traut sich nicht an diese Klientel.

Am 08. Juli 2015 um 18:04 von stöberkarl

Auch ein HerrTsipras muss sich irgendwie an Recht und Gesetz halten. Einfach enteignen funktioniert nicht... und Änderungen an der Verfassung brauchen die Zustimmung der Opposition..

Im übrigen halte ich persönlich CHatzimakakis allgemein nicht für den besten und verlässlichsten Interviewpartner.. spätestens bei moralischen Fragen ist er disqualifiziert.. aber meiner Meinung auch, wenn es um Rechht und Gesetz geht...

stöberkarl

nehmen wir einmal an, sie haben wie Tsipras und Varoufakis mehr als 250 Millionen auf dem Konto. Sie hätten sie bestimmt nicht bei einer griechischen Bank.
Warum Steuersünder CDs nicht verwertet werden, ist mir deshalb unbegreiflich, oder doch?

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